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Nächster Rückschlag für Dortmund

Nach der Auftaktpleite in der UEFA Champions League hat Borussia Dortmund auch in der deutschen Bundesliga den ersten Rückschlag erlitten. Drei Tage nach dem missratenen Königsklassen-Start kam die Auswahl von Trainer Jürgen Klopp am Samstag beim 1. FC Nürnberg trotz zwischenzeitlicher Führung nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus und ließ damit im sechsten Spiel die ersten Punkte liegen.

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Der deutsche Teamspieler Marcel Schmelzer (37.) hatte die Gäste in Front gebracht, Per Nilsson (51.) sorgte aber noch für den verdienten Ausgleich für die Franken, bei denen ÖFB-Legionär Emanuel Pogatetz in der Innenverteidigung durchspielte. Während der müde Champions-League-Finalist den erhofften sechsten Dreier verpasste, durfte sich der angeschlagene Nürnberg-Trainer Michael Wiesinger über einen verdienten Teilerfolg freuen.

„Wir hätten gern ein bisschen besser gespielt. Aber wir sind mit dem Punkt nicht unglücklich“, sagte Dortmund-Trainer Jürgen Klopp, der mit einer besseren B-Elf angetreten war. „Das war sauwichtig heute“, meinte sein Gegenüber Wiesinger. „Heute war über 90 Minuten das Wirgefühl da“, freute sich der Nürnberg-Coach.

Leverkusen setzt sich in Spitzengruppe fest

Bayer Leverkusen zeigte sich in Mainz bestens erholt von der Champions-League-Niederlage in Manchester und setzte sich mit einem überzeugenden Sieg in der Spitzengruppe fest. Robbie Kruse (19., 45.), Lars Bender (38.) und Stefan Kießling (59.) schossen den nie gefährdeten Auswärtssieg. Bei Mainz, das nach drei Siegen zum Saisonauftakt zum dritten Mal in Folge als Verlierer vom Platz ging, fehlte Julian Baumgartlinger wegen Knieproblemen. Yunus Malli (82.) erzielte den späten Ehrentreffer.

Robbie Kruse und Stefan Kießling (Leverkusen) jubeln

APA/EPA/Fredrik von Erichsen

Leverkusen liegt nur noch einen Punkt hinter Tabellenführer Dortmund

„Weil es hier für uns nie einfach war, ist der Sieg wichtig. Wir haben eine gute Einstellung gehabt, waren mental bereit für die Bundesliga“, analysierte Leverkusen-Trainer Sami Hyypiä die Partie. „Wir haben es ganz ordentlich gemacht. Das müssen wir jetzt fortführen“, meinte Bayer-Sportchef Rudi Völler. Mainz-Coach Thomas Tuchel haderte mit der Leistung seiner Elf: „Wenn elementare Bausteine unseres Spiels wie Mut, Leidenschaft und Konsequenz fehlen, dann ist ein 1:4 wie heute Normalität“, erklärte Tuchel.

Augsburg verliert nach Führung in Hannover

Auch Hannover 96 bleibt zu Hause eine Macht. Dank des Elfmetertreffers von Szabolcs Huszti (89.) gewannen die Niedersachsen beim 2:1 gegen Augsburg auch die vierte Saisonpartie vor heimischem Publikum. Mit einem umstrittenen Handelfmeter hatte Paul Verhaegh (51.) Augsburg in Führung gebracht.

Alexander Manninger im Tor der Augsburger sah beim Ausgleich der 96er durch Artur Sobiech (60.) nicht gut aus, der Salzburger fuhr bei einer Flanke daneben. Raphael Holzhauser wurde bei den Gästen in der 57. Minute ausgewechselt und sah die erste Niederlage seines Team nach zuletzt drei Siegen in Folge nur noch von der Ersatzbank.

Bremen beendet Negativserie

Werder Bremen verschärfte die Krisenstimmung beim Hamburger SV im 99. Nordderby weiter. Die Bremer beendeten mit einem 2:0-Auswärtssieg ihre drei Spiele andauernde Negativserie und setzten sich vom Tabellen-16. HSV ab. In Abwesenheit des rekonvaleszenten Zlatko Junuzovic fungierte auch Sebastian Prödl bei Werders Erfolg in Hamburg zunächst nur als Zuschauer. Der Steirer saß erstmals in dieser Saison auf der Bank und erlebte dort, wie Nils Petersen (32.) Werder verdient voranbrachte.

Vom HSV kam auch im ersten Spiel unter Interimstrainer Rodolfo Cardoso wenig. Erst in der letzten Viertelstunde kamen die Hamburger auf, Prödl lief bei den Bremern in der 86. Minute zur Stärkung der Defensive auf das Spielfeld. Richtig gefährlich wurde der HSV aber nicht mehr. Beim 0:2 in der Nachspielzeit hatte Petersen keine Mühe, weil HSV-Torhüter Rene Adler beim letzten Angriff der Hamburger vor das gegnerische Tor gelaufen war. Der HSV will in den nächsten Tagen den neuen Trainer präsentieren.

Dank Ivica Olic behält der VfL Wolfsburg zu Hause seine weiße Weste. Die Niedersachsen feierten mit dem 2:1 gegen 1899 Hoffenheim ihren dritten Sieg nacheinander in der heimischen Arena. Der Kroate Olic traf in der 44. und 48. Minute und machte damit die Gästeführung wett, für die Anthony Modeste (15.) mit seinem fünften Saisontor gesorgt hatte.

Souveräner Gladbach-Heimsieg

Am Freitag unterstrich Borussia Mönchengladbach seine Heimstärke. Die Gladbacher besiegten Aufsteiger Eintracht Braunschweig souverän mit 4:1 (2:0). Kapitän Martin Stranzl spielte in der Innenverteidigung durch. Die Tore erzielten Oscar Wendt (22.), Raffael (31., 76.) und Max Kruse (72./Elfmeter). Die Borussia hat alle drei bisherigen Heimspiele gewonnen und alle drei Auswärtsspiele verloren. Braunschweig, für das Mirko Boland zwischenzeitlich den Anschlusstreffer erzielt hatte (58.), liegt mit einem Punkt aus sechs Spielen weiter am Tabellenende.

Deutsche Bundesliga, sechste Runde

Freitag:

Mönchengladbach - Braunschweig 4:1 (2:0)

Tore: Wendt (22.), Raffael (31., 76.), Kruse (72./Elfmeter) bzw. Boland (58.)

Stranzl (Gladbach) spielte durch

Samstag:

Schalke - Bayern 0:4 (0:2)

Tore: Schweinsteiger (21.), Mandzukic (22.), Ribery (75.), Pizarro (84.)

Alaba spielte bei Bayern durch

Hannover - Augsburg 2:1 (0:0)

Tore: Sobiech (60.), Huszti (89./Elfmeter) bzw. Verhaegh (51./Elfmeter)

Manninger spielte bei Augsburg durch, Holzhauser bis zur 57. Minute

Wolfsburg - Hoffenheim 2:1 (1:1)

Tore: Olic (44., 48.) bzw. Modeste (15.)

Nürnberg - Dortmund 1:1 (0:1)

Tore: Nilsson (52.) bzw. Schmelzer (38.)

Pogatetz spielte bei Nürnberg durch

Mainz - Leverkusen 1:4 (0:3)

Tore: Malli (82.) bzw. Kruse (19., 45.), L. Bender (38.), Kießling (59.)

Baumgartlinger (Mainz) wegen Knieproblemen nicht im Kader

Hamburg - Bremen 0:2 (0:1)

Tore: Petersen (33., 94.)

Prödl bei Bremen ab der 86. Minute, Junuzovic verletzt

Sonntag:

Freiburg - Hertha 1:1 (1:1)

Tore: Mehmedi (6.) bzw. Skjelbred (38.)

Stuttgart - Frankfurt 1:1 (1:1)

Tore: Werner (16.) bzw. Russ (14.)

Harnik (Stuttgart) spielte durch

Abschlusstabelle 2013/14

1. FC Bayern München 34 29 3 2 94:23 90
2. Borussia Dortmund 34 22 5 7 80:38 71
3. FC Schalke 04 34 19 7 8 63:43 64
4. Bayer 04 Leverkusen 34 19 4 11 60:41 61
5. VfL Wolfsburg 34 18 6 10 63:50 60
6. Borussia Mönchengladbach 34 16 7 11 59:43 55
7. 1. FSV Mainz 05 34 16 5 13 52:54 53
8. FC Augsburg 34 15 7 12 47:47 52
9. 1899 Hoffenheim 34 11 11 12 72:70 44
10. Hannover 96 34 12 6 16 46:49 42
11. Hertha BSC 34 11 8 15 40:48 41
12. Werder Bremen 34 10 9 15 42:66 39
13. Eintracht Frankfurt 34 9 9 16 40:57 36
14. SC Freiburg 34 9 9 16 43:61 36
15. VfB Stuttgart 34 8 8 18 49:62 32
16. Hamburger SV 34 7 6 21 51:75 27
17. 1. FC Nürnberg 34 5 11 18 37:70 26
18. Eintracht Braunschweig 34 6 7 21 29:60 25
Champions-League-Teilnehmer: Bayern, Dortmund, Schalke
CL-Qualifikation: Leverkusen
Europa-League-Teilnehmer: Wolfsburg
EL-Qualifikation: Mönchengladbach, Mainz
Absteiger: Nürnberg, Braunschweig
Aufsteiger: 1. FC Köln, Paderborn

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