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Sotschi-Besichtigung auf Wunschzettel

Einen Monat vor dem Startschuss des alpinen Ski-Winters hat der zweifache Gesamtweltcup-Sieger Marcel Hirscher am Donnerstag der Fabrik seines Ausstatters Atomic in Altenmarkt einen Besuch abgestattet. Österreichs Skisuperstar weiß, dass dem Materialfaktor in der Olympiasaison eine besonders große Bedeutung zukommen wird.

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Schließlich gilt Sotschi aufgrund der unmittelbaren Nähe zum Schwarzen Meer als ganz besonders unberechenbar. Und auch bei der Jagd nach „Mr. Riesentorlauf“ Ted Ligety hofft Hirscher, mit Verbesserungen beim Material sowie bei der Fahrtechnik dem US-Amerikaner die Show stehlen zu können.

Die Speed-Pläne des 24-Jährigen für die Saison haben unterdessen bereits konkrete Formen angenommen. Der Salzburger will die Super-G-Rennen in Beaver Creek, Kitzbühel sowie beim Finale in Lenzerheide absolvieren.

Marcel Hirscher

APA/EXPA/Jürgen Feichter

Vor dem Weltcup-Auftakt sind noch zahlreiche Termine zu absolvieren

Sotschi-Visite geplant

Von klirrend kalten minus 15 Grad Celsius bis zu feucht-warmem Wetter und Nebel ist im russischen Olympiaort Sotschi alles drinnen. „Es wird extrem schwierig, aber das ist für alle gleich“, meinte Hirscher, der noch nie in Sotschi war. Das würde der Salzburger aber sehr gerne noch vor der Eröffnungsfeier am 7. Februar 2014 ändern und sich doch noch einen kleinen Vorteil sichern.

Hirscher hat beim ÖSV den Wunsch deponiert, einen Kurztrip nach Sotschi zu machen, um zumindest einmal vor Olympia den Hang zu besichtigen. Ob der Plan umgesetzt werden kann, ist derzeit noch offen. Grundsätzlich betrachte er die Rennen im Hinterland der russischen Schwarzmeer-Küste aber gleich wie alle anderen, betonte der Salzburger. Es gelte da wie dort, schnell zu sein. In der Vorbereitung legt er freilich sein Augenmerk auf die Eigenheiten der Riesentorlauf-Strecke und dabei besonders auf die Flachstücke. „Das muss man speziell trainieren, um dort keine Zeit zu verlieren“, sagte Hirscher.

„Sölden wird spannend“

Fix ist hingegen, dass Hirscher am 27. Oktober nur als Außenseiter in den Auftakt-Riesentorlauf in Sölden gehen wird. Schließlich war Ligety in den vergangenen Jahren in dieser Disziplin einfach das Maß der Dinge. In den vergangenen Tagen hat Hirscher auf dem Mölltaler Gletscher intensiv Richtung Sölden gearbeitet.

„Ich glaube, dass ich einen Riesenschritt vorwärts gemacht habe, um Ted die Show stehlen zu können. Aber Ted hat sicher auch nicht geschlafen. Sölden wird also sehr spannend“, freute sich Hirscher bereits auf das Rennen in Tirol.

Wiederholung des Erfolgslaufs unrealistisch

Dass es in seiner Paradedisziplin Slalom noch einmal so perfekt wie in der vergangenen Saison funktionieren wird, das kann sich Hirscher nicht vorstellen. „Außergewöhnliche Leistungen sind deshalb außergewöhnlich, weil sie nicht alltäglich sind. Wenn man eine Maschine durchfahren hätte lassen, dann hätte sie wahrscheinlich mehr Fehler gemacht als ich in der vergangenen Saison. Das noch einmal zu schaffen, ist nicht realistisch.“

Der Annaberger war im vergangenen Winter in allen elf Weltcup-Slaloms auf dem Podest gelandet und hatte zudem bei der Heim-WM in Schladming die Goldmedaille erobert. Manchmal wird der Erfolgslauf der vergangenen Jahre selbst Hirscher unheimlich, wie er in Altenmarkt gestand: „Oft denk ich nach und frag mich: Geht die Reise wirklich so weiter?“ Die Antwort darauf gibt es für ihn wieder ab Ende Oktober in Sölden und vor allem dann im Februar in Sotschi.

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