Hochspannung vor der Auslosung
Entgegen früheren Gepflogenheiten ist die am Donnerstag veröffentlichte Oktober-Weltrangliste der FIFA ausschlaggebend dafür, welche Mannschaften bei der Auslosung der WM-Vorrundengruppen am 6. Dezember in Salvador de Bahia in Topf eins gesetzt sein werden. Damit finden sich einige der großen Fußballnationen nur in einem der anderen drei Lostöpfe.
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So sind etwa Belgien und Kolumbien, die beide nicht bei der WM-Endrunde in Südafrika 2010 dabei waren, bei der Gruppenauslosung ebenso gesetzt wie die Schweiz, nicht aber Länder wie Italien, England, die Niederlande, Portugal und Frankreich. Bisher hatte die FIFA neben der Platzierung in der Weltrangliste auch das Abschneiden bei vorangegangenen Turnieren für die Bestimmung der Setzliste herangezogen.
Schweizer im Kreis der Großen
Der Anfang des Monats gefasste Beschluss der FIFA-Exekutive sieht vor, dass Gastgeber Brasilien (aktuell die Nummer elf) und die sieben bestplatzierten Länder in der Oktober-Weltrangliste die acht Gruppenköpfe bilden. Das sind Spanien, Deutschland, Argentinien, Kolumbien, Belgien, Uruguay und die Schweiz. Sollte Uruguay im Play-off an Jordanien scheitern, würden die gemeinsam mit Italien auf Rang acht gereihten Niederlande dank der höheren Zahlen hinter dem Komma in den Topf der Gesetzen nachrücken.
Die anderen drei Lostöpfe sollen nach „geografischen und sportlichen Gesichtspunkten“ zusammengestellt werden. Nach derzeitigem Stand dürften acht Teams aus Europa in einen Topf kommen, ein weiterer würde aus vier Teams aus Asien und vier aus Nord- und Mittelamerika gebildet. Im vierten Topf wären dann die fünf Vertreter aus Afrika, das 13. Team aus Europa sowie je ein Mittel- und Südamerikaner - vorausgesetzt, Uruguay und Mexiko setzen sich im Play-off gegen Jordanien bzw. Neuseeland durch.
Österreich wieder zurückgefallen
Das nicht für die WM qualifizierte ÖFB-Team ist um sechs Positionen auf Platz 53 abgerutscht. Rang 47 im Vormonat war die beste Platzierung seit Februar 2011 gewesen. Im am Donnerstag veröffentlichten Ranking schlugen die Niederlage in Schweden (1:2) und der Sieg auf den Färöern (3:0) zu Buche. Österreich verpasste damit als Gruppendritter das Play-off um ein WM-Ticket.
Durch die neue Rangliste ergibt sich auch die Setzung für die Auslosung dieses Play-off am kommenden Montag in Zürich. Gesetzt sind Portugal (14.), Griechenland (15.), Kroatien (18.) und die Ukraine (20.). Österreichs Gruppengegner Schweden (25.) ist ebenso ungesetzt wie Frankreich (21.), Rumänien (29.) und Island (46.). Ein einziger Zähler fehlte den Franzosen auf die Ukraine. Ein Protest wegen angeblicher Benachteiligung - Frankreich musste in der WM-Qualifikation in einer Fünfer- statt in einer Sechsergruppe antreten und hatte dadurch weniger Chancen auf Punkte - wurde von der FIFA abgewiesen.
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