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Rekordspieler über Entwicklung erfreut

103-mal und damit öfter als jeder andere ist Andreas Herzog für Österreichs Nationalteam im Einsatz gewesen. Am nächsten Dienstag kommt der ÖFB-Rekordspieler aber als Kotrainer des US-Teams und damit erstmals als Gegner ins Wiener Ernst-Happel-Stadion. „Ein komisches Gefühl ist das schon“, gestand Herzog, seit 2011 rechte Hand des deutschen US-Teamchefs Jürgen Klinsmann, im Gespräch mit der APA.

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Trotz der Tatsache, dass sich die USA souverän für die WM 2014 in Brasilien qualifiziert haben und in der aktuellen FIFA-Weltrangliste als 13. deutlich vor Österreich (53.) platziert sind, erwartet Herzog „ein völlig offenes Match“. „Diese Ranglisten sagen nichts aus. Und bei uns gibt es in der Qualifikation ja keine Kracher wie zum Beispiel Deutschland. Auch wir haben genug Baustellen in der Mannschaft. Aber es ist natürlich ein wichtiger Test für die WM, den wir gewinnen wollen“, meinte der 45-Jährige im Gespräch mit der APA.

Die Trainerassistenten Andreas Herzog und Martin Vasquez neben US-Teamchef Jürgen Klinsmann

GEPA/USA TODAY Sports Images/Kirby Lee

Für Jürgen Klinsmann (r.) fungiert Andreas Herzog (l.) als Europa-„Spion“

Über seinen Chef Klinsmann ist Herzog voll des Lobes. Sein einstiger Teamkollege bei Bayern München habe dem US-Team die berühmte deutsche Siegermentalität eingeimpft. „Wenn es darauf ankommt, sind wir da und gewinnen“, sagte Herzog, der für Klinsmann in Europa den „Spion“ gibt und kommende Gegner sowie die unter anderem in England, Frankreich, den Niederlanden, Österreich, Deutschland, Norwegen, Italien und Belgien tätigen Teamspieler im Visier hat.

Wiedersehen mit Ex-Schützlingen

Rund um die Partie im Happel-Stadion gibt es für Herzog natürlich ein Wiedersehen mit jeder Menge alter Bekannter. Herzog wird auch zahlreiche Kicker treffen, mit denen er in seiner Zeit als Österreichs U21-Teamchef von 2009 bis 2011 eng zusammengearbeitet hat. So spielten in der Ära Herzog unter anderen David Alaba, Marko Arnautovic, Heinz Lindner, Martin Hinteregger und Kevin Wimmer für die ÖFB-U21-Auswahl.

Sie alle haben es mittlerweile ins A-Team von Marcel Koller geschafft und bereiten sich seit Montag in Spanien auf das USA-Match vor. „Da ist eine äußerst gute Generation herangewachsen“, freute sich Herzog über die Entwicklung im ÖFB. Gleichzeitig stellte Herzog aber fest, dass schön langsam auch Ergebnisse in Form einer Qualifikation für ein Großereignis folgen sollten. „Diese Mannschaft sollte jetzt einmal endlich eine Quali schaffen, das muss schon ihr Anspruch sein.“ Gute Chancen sieht Herzog für die Europameisterschaft 2016 in Frankreich, schließlich dürfen dort ja erstmals nicht nur 16, sondern gleich 24 Länder teilnehmen.

Kampf ums WM-Leiberl im US-Team

Dass Herzog das von ihm angestrebte Amt des ÖFB-Teamtrainers mehrmals vor der Nase weggeschnappt wurde, war für den zweifachen Familienvater schwer zu verdauen, ist aber längst Schnee von gestern. Die Vertragsverlängerung zwischen dem ÖFB und Koller heißt Herzog im Sinne einer notwendigen Kontinuität gut. Herzog befindet seine Rolle im US-Verband als äußerst befriedigend, eine Verlängerung seines aktuell bis zum WM-Ende 2014 laufenden Vertrages gemeinsam mit Klinsmann scheint derzeit wahrscheinlich.

Bevor Herzog in seine Heimat Wien kommt, steht für die USA am Freitag in Glasgow gegen Schottland ein weiterer WM-Test auf dem Programm. Headcoach Klinsmann fordert im Länderspieldoppelpack volle Konzentration und vollen Einsatz: „Wir wollen in diesen Spielen sehen, wer bereit ist, zu 1.000 Prozent mitzuziehen.“ Für Rapid-Stürmer Terrence Boyd und seine Kollegen geht es also in Glasgow und Wien ums WM-Leiberl.

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