„Schauen wieder nach vorne“
Der Auftakt seiner zweiten Ära als Teamchef der österreichischen Nationalmannschaft lässt für Marcel Koller keine Wünsche offen. Die ÖFB-Auswahl wurde im Trainingslager in Spanien von Sonnenschein und 23 Grad begrüßt.
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Untergebracht ist der fast 40-köpfige ÖFB-Tross im Viersternekomplex Real Club de Golf Campoamor Resort, in dem sich David Alaba und Co. auf zwei saftig grünen Trainingsplätzen auf das freundschaftliche Länderspiel gegen die USA am nächsten Dienstag (20.45 Uhr, live in ORF eins) im Wiener Ernst-Happel-Stadion vorbereiten.
Start mit lockerem Training
„Wir sind hierher gereist, um ein bisschen weg vom schlechten Wetter zu kommen. Und die Bedingungen sind herrlich“, meinte der seit Montag 53-jährige Koller, der das Quartier in ruhiger Lage schon aus seiner Zeit als Coach des VfL Bochum kennt. Die erste Trainingseinheit am Dienstag lief eher locker ab. Im ersten Spielchen war Teamneuling Lukas Hinterseer mit einem „Golden Goal“ umjubelter Matchwinner.

GEPA/Christian Ort
David Alaba gratuliert Lukas Hinterseer zu seinem „Golden Goal“
„Wenn die Temperaturen und das Ambiente stimmen, dann macht das sehr viel aus. Dann kommen auch die Botschaften besser an als bei Regen und Kälte. Wichtig ist, dass sich die Spieler wohlfühlen, Spaß und Freude haben“, ist Koller voll überzeugt, dass das Camp in Spanien die Truppe entscheidend weiterbringen wird. Nur ein lockeres Lauftraining abseits der Mannschaft haben die beiden angeschlagenen Werder-Bremen-Legionäre Sebastian Prödl (Oberschenkelblessur) und Zlatko Junuzovic (Adduktorenprobleme) absolviert.
Erst später in Spanien angekommen ist Tormann Robert Almer, der am Montagabend mit Energie Cottbus in der zweiten deutschen Liga eine 0:3-Schlappe gegen St. Pauli kassierte. Verteidiger György Garics wird erst am Donnerstag eintreffen, sein italienischer Club Bologna hat den ÖFB um einen späteren Abstellungstermin gebeten.
Verpasste WM-Qualifikation abgehakt
Ab Mittwoch will Koller im taktischen Bereich feilen. „Angriffspressing, frühes Stören“ und „besseres Switchen des Spiels“ stehen dabei vor allem auf dem Programm. Die Enttäuschung der durch das 1:2 in Schweden verpassten Qualifikation für die WM 2014 in Brasilien ist für den Schweizer überwunden. „Am Anfang war die Enttäuschung natürlich riesengroß. Mit dem 3:0-Sieg auf den Färöern haben die Spieler das aber gedreht. Jetzt schauen wir wieder nach vorne.“
Gegen die USA will Koller dann zunächst einmal den Negativtrend in den freundschaftlichen Länderspielen stoppen. „In den Qualispielen ist die Mannschaft immer sehr fokussiert und konzentriert aufgetreten. In den Freundschaftsspielen hat sie hingegen nicht immer das umgesetzt, was wir sehen wollten. Das gilt es anzusprechen. Denn wenn wir weiter nach vorne kommen wollen, müssen wir auch da fokussiert sein“, weiß Koller. Denn ein Sieg gegen die USA könnte auch für die Setzung bei der Auslosung der EM-Qualifikation 2016 eine Verbesserung bringen.
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