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Weitere Neuerungen beschlossen

Der internationale Automobilverband (FIA) verspricht sich von einer Regeländerung bei der Punktevergabe mehr Spannung in der Formel-1-WM. Die FIA teilte am Montag mit, dass bereits ab 2014 im letzten Saisonrennen doppelte Punkte vergeben werden. Das würde „einen maximalen Fokus auf die Weltmeisterschaft bis zum Saisonende“ garantieren.

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Heuer hatten der Rennstall Red Bull und Weltmeister Sebastian Vettel mit Seriensiegen für eine frühere Entscheidung gesorgt. Der Deutsche gewann die letzten neun Grands Prix und stand bereits drei Rennen vor Schluss zum vierten Mal als Champion fest. 2014 wird das letzte Rennen am 23. November in Abu Dhabi in Szene gehen.

Sebastian Vettel streckt jubelnd den Finger aus dem Auto

AP/Andre Penner

Die neue Punkteregel soll einen Alleingang wie den von Vettel und Red Bull in dieser Saison verhindern

Ausgabenobergrenze ab 2015

In einer Sitzung der Strategiegruppe und der Formel-1-Kommission wurde in Paris zudem eine Ausgabenobergrenze ab 2015 prinzipiell beschlossen. In den kommenden Tagen werde eine Arbeitsgruppe mit Vertretern der FIA, des Rechteinhabers und der Teams gebildet, die bis Juni 2014 über entsprechende Regeln entscheiden soll. Über eine Kostenbremse streiten die Rennställe schon seit Jahren. Inzwischen schreiben eine Reihe von Teams rote Zahlen und können sogar Fahrergehälter nicht mehr finanzieren.

Die FIA einigte sich außerdem darauf, dass Formel-1-Piloten ihre Startnummern künftig für die gesamte Dauer ihrer Karriere behalten sollen. Derzeit wechseln die Nummern je nach WM-Abschneiden. Die Nummer eins soll aber weiterhin dem Weltmeister vorbehalten sein, so er sie verwenden will. Für kleinere Regelübertretungen in Rennen wurde schon für 2014 eine Fünfsekundenstrafe eingeführt. Die Teams sollen sich einigen, in welcher Form sie angewandt wird.

Teams lehnen Pflichtboxenstopps ab

Im Zuge dieser Sitzung wurde auch die Einführung von verpflichtenden Boxenstopps diskutiert. Der Wunsch von Reifenhersteller Pirelli scheiterte jedoch am heftigen Widerstand der Rennställe, die einen Eingriff in ihre Rennstrategien befürchteten. In der abgelaufenen Saison hatte es immer wieder Ärger wegen der Reifen gegeben. Höhepunkt war der Grand Prix von Großbritannien im Juni, der wegen mehrerer spektakulärer Reifenplatzer vor dem Abbruch stand.

Dem von Pirelli gewünschten Zusatztest in Bahrain stimmten die Verantwortlichen indes zu. Von 17. bis 19. Dezember darf der italienische Hersteller mit Autos aus dieser Saison seine künftigen Reifenmodelle ausprobieren. Die Regeln seien aus Sicherheitsgründen in diesem Punkt geändert worden, teilte die FIA mit.

Das neue Regelpaket für die Formel 1

Beschlossen:

Punktesystem: Im letzten Saisonrennen werden doppelte Punkte für Fahrer und Teams vergeben.

Fahrernummern: Jeder Pilot erhält eine feste Nummer zwischen 2 und 99 für seine komplette Karriere. Die 1 ist dem Weltmeister vorbehalten.

Strafen: Kleinere Regelverstöße auf der Strecke werden künftig mit einer Fünfsekundenstrafe geahndet. Zu welchem Zeitpunkt, ist offen.

Reifen: Pirelli darf kommende Woche in Bahrain einen zusätzlichen Test seiner Reifen für 2014 veranstalten. Sechs Teams nehmen teil.

Ausgabenlimit: Ab 2015 soll es eine Kostengrenze für die Teams geben. Eine Arbeitsgruppe erstellt bis Juni 2014 die Regeln dafür.

Abgelehnt:

Reifenwechsel: Der Wunsch von Pirelli nach zwei verpflichtenden Boxenstopps pro Rennen scheiterte am Veto der Teams.

Gewichtslimit: Ferrari, Mercedes und Lotus stimmten gegen eine Erhöhung des Maximalgewichts für Auto und Fahrer um zehn Kilogramm.

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