Schmerzhaft, aber nicht schwerwiegend
Glück im Unglück für Thomas Morgenstern - der 27-Jährige dürfte bei seinem schlimmen Sturz beim Weltcup-Springen im deutschen Titisee-Neustadt noch einmal glimpflich und ohne schwerwiegende Verletzungen davongekommen sein, worauf die Erstdiagnose in der Uniklink Freiburg schließen lässt.
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Bei der ersten Untersuchung inklusive Computertomographie wurden bei Morgenstern Cuts und Abschürfungen im Gesicht, ein Fingerbruch an der rechten Hand sowie schwere Prellungen und Blutergüsse am ganzen Körper festgestellt, wie der Österreichische Skiverband (ÖSV) am Sonntagabend in einer Presseaussendung mitteilte. Morgenstern wurde noch Sonntagnacht nach Klagenfurt in die Privatklinik Maria Hilf überstellt, wo für Montag eine weitere Komplettuntersuchung geplant ist.

APA/dpa/Daniel Maurer
Schmerzhafte Momente für Morgenstern
Nach Landung Kontrolle verloren
Morgenstern hatte am Sonntagnachmittag - nur 24 Stunden nach seinem Triumph im ersten Springen, seinem ersten Weltcup-Sieg seit knapp zwei Jahren - nach der Landung bei 141 Metern die Kontrolle über seine Ski verloren und konnte in der Folge einen Crash nicht mehr verhindern. Morgenstern prallte kopfüber auf den Schnee und überschlug sich seitlich mehrfach. Im Schock rappelte sich Morgenstern noch einmal auf, fiel aber nach ein paar Schritten wieder in den Schnee.
Der 27-Jährige, der auch kurz das Bewusstsein verloren hatte, wurde aus dem Auslauf getragen und im Sanitätszelt von einem Notarzt versorgt. Unmittelbar danach wurde er mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus nach Freiburg zur Erstdiagnose überstellt. Cheftrainer Alexander Pointner hatte zunächst nur mitgeteilt, dass Morgenstern prinzipiell ansprechbar gewesen sei, aber große Schmerzen am ganzen Körper hatte, vor allem am Brustkorb und an der Hand.
„Alle Lichter sind ausgegangen“
Nach der Erstdiagnose in Freiburg war Morgenstern schon wieder zu Scherzen aufgelegt, seine Erinnerung an den Sturz sei vaber vage. „Ich kann mich nur noch erinnern, wie Klitschko zu einem Schlag ausgeholt hat. Danach sind alle Lichter ausgegangen“, wurde er in der ÖSV-Mitteilung zitiert. „Ich habe überall am Körper ziemlich heftige Schmerzen, hoffe aber, dass es wirklich nichts Gröberes ist. Ich kann mir aber vorstellen, dass die nächsten Tage ziemlich mühsam werden könnten.“
Pointner gab sich in Freiburg noch vorsichtig. „In erster Linie sind wir alle glücklich, dass Thomas keine schwerwiegenderen Verletzungen davongetragen hat. Trotzdem müssen wir nun einmal abwarten wie sich alles entwickelt, derzeit kann ich noch keine Prognosen abgeben“, so Pointer. Morgenstern habe in den letzten Monaten aber zahlreiche Prüfungen gemeistert und stehe gefestigt mit zwei Beinen im Leben. „Deshalb wird er auch diese Situation meistern“, so Pointner.
Freude über Sieg von kurzer Dauer
Jedenfalls nahm ein erfolgreiches Wochenende für Morgenstern eine schmerzhafte Wende. Erst am Samstag hatte er in Titisee-Neustadt seinen ersten Sieg seit fast zwei Jahren und den insgesamt 23. seiner Karriere gefeiert. Die Freude und Erleichterung beim Schützling von Stützpunkttrainer Heinz Kuttin war wenige Wochen vor dem ersten Saisonhöhepunkt entsprechend groß.
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