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Sechster Zwischenrang bei Tour de Ski
Der 26-Jährige legte in Toblach erstmals in einem Weltcup-Rennen die schnellste Laufzeit hin, Weltcup-Sieg bekommt er für diese Leistung im Handicap-Rennen der Tour de Ski über 35 km Freistil aber nicht zugesprochen. Doch in der Tourwertung ist Dürr als Sechster in Podestnähe.
Und das, obwohl Österreichs aktuell bester Langläufer als nur 34. und mit 2:12 Minuten Rückstand in den fünften von sieben Tour-Bewerben gegangen war. Aber schon klar vor Halbzeit des Toblacher Distanzrennens hatte er zur Verfolgergruppe von Leader Martin Johnsrud Sundby aufgeschlossen.
Podestplatz in Griffweite
Während der Norweger inklusive Zeitbonus für den Sieg 1:03,2 Minuten Vorsprung auf seinen zweitplatzierten Landsmann Petter Northug in das Finalwochenende mitnimmt, liegt Dürr nur zwölf Sekunden hinter Platz zwei und gar nur 6,5 hinter Rang drei.

GEPA/Andreas Pranter
Für Dürr ist ein Podestplatz in Reichweite gerückt
Dürr, der 200 Meter vor dem Ziel noch einen Stockbruch zu verzeichnen hatte, geht mit 1:15,2 Minuten Rückstand auf Sundby in die letzten beiden Rennen in Val di Fiemme (ITA).
Mit Abstand der Schnellste
Mit seiner Laufzeit von 1:19,07,4 Stunden war Dürr klar der Schnellste, der in der Gesamtwertung von Platz 69 auf 27 vorgelaufene US-Amerikaner Noah Hoffman folgte mit 1:19,58,1. Sonst blieb niemand unter 1:20 Stunden. Vor diesem Rennen hatte Dürr im Weltcup zweimal die viertschnellste Zeit bei Handicap-Rennen erzielt.
„Musste voll angreifen“
„Für mich war die Ausgangsposition heute klar. Ich war in der Jägerposition und musste voll angreifen. Nach den ersten sieben Kilometern habe ich gesehen, dass ich alleine attackieren muss, um auf die nächste Gruppe aufschließen zu können. Da habe ich mir ein Herz genommen und gehofft, dass die vorne etwas taktieren. Später war dann die Gefahr groß, dass die große Gruppe hinter uns herankommt. Da ist aber Dynamik in unsere Gruppe gekommen, und wir haben uns gut abgewechselt“, sagte Dürr.
„Es war heute einfach geil zum Rennen. Ich war immer an der Grenze und zum Teil schon darüber, habe aber bis zum Ende gute Beine gehabt. Leider hatte ich 200 Meter vor dem Ziel einen Stockbruch. Das Ganze hat heute sicher viel Kraft gekostet. Morgen geht es darum, möglichst wenig Zeit zu verlieren, um bei der letzten Etappe auf Schlagdistanz zu sein. Ich schaue aber nur von Tag zu Tag“, erklärte Dürr weiter.
„Überragende Leistung“
Etwas euphorischer war da schon Cheftrainer Gerald Heigl. „Joe hat heute eine überragende Leistung gezeigt. Wenn er das morgige Rennen ‚überlebt’, traue ich ihm ein Top-Drei-Ergebnis in der Tour de Ski-Gesamtwertung zu."
Bei den Damen liegt Katerina Smutna nach dem heutigen 15-km-Verfolgungsrennen in der Gesamtwertung auf Rang 21., Teresa Stadlober verbesserte sich im Freistilrennen um acht Plätze auf Rang 37. Die Norwegerin Astrid Jacobsen baute die Gesamtführung auf 43,7 Sekunden aus. Samstag und Sonntag finden in Val di Fiemme die beiden letzten Stationen der Tour de Ski statt.