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Kernzelle der FIFA unter Beschuss

Kaum ein anderes internationales Sportgremium ist in den vergangen Jahren so in der Kritik gestanden wie das Exekutivkomitee (Exko) des Fußballweltverbands (FIFA). Ein „Club alter Herren“ war noch eine der freundlicheren Beschreibungen. Nach diversen Korruptionsfällen erneuerte sich auch das Exko im Zuge des Demokratisierungsprozesses der FIFA. Nicht verabschiedet wurde allerdings bisher eine Amtszeit- und Altersbeschränkung.

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Das Gremium fällt auch die Entscheidung über den WM-Termin 2022. Sechs Mitglieder wurden seit 2010 wegen Korruptionsvorwürfen ausgeschlossen. Die Verdachtsmomente um die umstrittenen Vergaben der Fußball-WM 2018 an Russland und 2022 an Katar sind aber bis heute weder bestätigt noch aufgeklärt.

Seit dem FIFA-Kongress im Mai 2013 auf Mauritius gehören dem Exko 25 Personen an, in Lydia Nsekera aus Burundi erstmals auch eine Frau. Bestimmt werden die Mitglieder in der Regel durch die sechs Kontinentalverbände, deren Präsidenten sind automatisch als FIFA-Vizepräsidenten im Komitee vertreten. Auch Generalsekretär Jerome Valcke gehört dem Gremium an.

Das Exko ist die FIFA-Regierung, hier werden alle maßgeblichen Entscheidungen des Weltfußballs getroffen. Nicht mehr zuständig ist das Exko allerdings für die WM-Vergabe. Diesen wichtigen Beschluss fasst künftig der FIFA-Kongress mit Vertretern aus allen 209 Mitgliedsländern.

Die Mitglieder des FIFA-Exekutivkomitees:

Präsident: Joseph Blatter (Schweiz)

Senior-Vizepräsident: Julio H. Grondona (Argentinien)

Vizepräsidenten: Issa Hayatou (Kamerun), Angel Maria Villar Llona (Spanien), Michel Platini (Frankreich), David Chung (Papua Neuguinea), Ali Bin al-Hussein (Jordanien), Jim Boyce (Nordirland), Jeffrey Webb (Kaimaninseln)

Mitglieder: Michel D’Hooghe (Belgien), Senes Erzik (Türkei), Worawi Makudi (Thailand), Marios Lefkaritis (Zypern), Jacques Anouma (Elfenbeinküste), Rafael Salguero (Guatemala), Hany Abo Rida (Ägypten) Witali Mutko (Russland), Mohamed Raouraoua (Algerien), Theo Zwanziger (Deutschland), Marco Polo del Nero (Brasilien), Sunil Gulati (USA), Eugenio Figueredo (Uruguay), Salman Bin Ebrahim al-Khalifa (Bahrain); Zhang Jilong (China), Lydia Nsekera (Brundi)

Kooptierte Mitglieder für besondere Aufgaben: Moya Dodd (Australien), Sonia Bien Aime (Turks- und Caicosinseln)

Generalsekretär: Jerome Valcke (Frankreich)

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