Tiefe Temperaturen geben Hoffnung
Die klassische Abfahrt der Herren auf der Streif scheint gerettet. Allerdings muss die Strecke vom Hahnenkamm im unteren Teil umgeleitet werden. Statt Hausbergkante und Traverse geht es für die Abfahrtsasse heuer über den Ganslernhang. Temperaturen unter dem Gefrierpunkt in der Nacht auf Donnerstag machten eine Präparierung möglich.
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Einzig der Abschnitt nach der Hausbergkante über die Traverse konnte trotz der tieferen Temperaturen in der Nacht nicht rennfertig gemacht werden. „Am Hausberg ist nur die oberste Schicht gefroren, der Schnee darunter ist locker. Und um kein unnötiges Risiko für die Läufer einzugehen, haben wir uns entschieden, über die Ganslernvariante zu fahren“, so Rennchef Peter Obenauer im ORF-Interview. „In Kitzbühel tun wir immer alles, um das Optimum für die Zuschauer und die Rennläufer abzuliefern. Und wenn das nicht geht, dann tun wir halt das Zweitbeste.“

APA/Robert Jäger
Die Arbeiten an der Strecke in Kitzbühel liefen zuletzt auf Hochtouren
Die Umleitung über den Ganslernhang ist auch nicht neu. Zuletzt wurde die Traverse 1998 umfahren. Damals siegte der Italiener Kristian Ghedina. Für den am Sonntag geplanten Super-G besteht die kleine Chance, dass er über den Hausberg führt. Aber: „Das ist aber wetterabhängig. Es soll ja Niederschläge geben, und wenn das der Fall ist, werden wir sicher über den Ganslernhang fahren“, so Obenauer.
Weltcup-Programm für Kitzbühel
Freitag:
Slalom (12.00 Uhr/17.00 Uhr)
Samstag:
Abfahrt (11.45 Uhr)
Sonntag:
Super-G (10.15 Uhr)
Kombi-Slalom (15.15 Uhr)
Alle Bewerbe live in ORF eins und im Livestream.
Notfallplan steht
FIS-Renndirektor Günter Hujara hatte den Notfallplan bereits am Dienstagabend in der Mannschaftsführersitzung präsentiert, nur eine Nacht später war er abgesegnet. Der Klassiker der Slalom-Herren auf dem Ganslernhang wird also bereits am Freitag (12.00 und 17.00 Uhr) in Szene gehen, Super-G (10.15 Uhr) und Kombi-Slalom (15.15 Uhr) wurden auf Sonntag verlegt. Sollte die Abfahrt am Samstag wider Erwarten doch nicht stattfinden können, soll sie am Sonntag nachgeholt werden. Die Kombination würde dann aus dem Programm fallen.
Während der obere Teil mit Mausefalle und Steilhang bereits am Mittwoch rennfertig war, hatten die relativ hohen Temperaturen den Organisatoren ab dem Mittelteil Alte Schneise große Probleme bereitet. „Von der Alten Schneise weg existiert kein Rennkurs“, hatte Hujara die Situation beschrieben. Dank eines Kälteeinbruchs in der Nacht können die Veranstalter jedoch aufatmen, da sich der Schnee verfestigte.
Technikrennen vorgezogen
Für Freitag werden in Kitzbühel bis zu 30 Zentimeter Neuschnee erwartet, weshalb das Technikrennen vorgezogen wurde, um die Austragung der vor den Olympischen Spielen so wichtigen Bewerbe nicht zu gefährden. Die späte Beginnzeit des zweiten Durchgangs ist möglich, weil wegen des großen Teilnehmerfeldes im Kombi-Slalom eine mobile Flutlichtanlage errichtet wurde, die nun zweifach zum Einsatz kommen soll. Der Fünfstundenabstand zwischen den zwei Läufen ist aber ungewöhnlich.
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