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Enttäuschung am Karriereende

GEPA/Christopher Kelemen
Grabner wollte in Sotschi zum fünften Mal bei Olympia Gas geben
Dass er nach mehr als 150 Weltcup-Starts und über zehn Weltmeisterschaften der ISF und FIS nicht nominiert wurde, trifft den Weltmeister von 2003 hart: „Ich kann die Entscheidung nicht nachvollziehen.“ Für den bald 39-jährigen Grabner wären es die fünften Spiele gewesen.
„Wäre das Kriterium gewesen, welche Fahrer das meiste Potenzial haben, für Österreich um Medaillen in zwei Disziplinen mitfahren zu können, so hätte ich mich durchaus als Teil dieser Auswahl verstanden“, sagte das Urgestein des österreichischen und internationalen Snowboard-Sports.
Nur vier Herren dürfen für die Parallelbewerbe genannt werden, sie müssen jeweils Riesentorlauf und Slalom bestreiten. Für Österreich sind Benjamin Karl, Lukas Mathies, Andreas Prommegger und Anton Unterkofler mit dabei. „Es ist natürlich bitter, dass es so gekommen ist. Aber Ärger bringt nichts. Ich werde damit leben und mich in Sotschi würdig vertreten lassen“, meinte Grabner, der als bestes Saisonresultat einen zehnten Platz zu Buche stehen hat.
Mit dem Radl nach Sotschi
Grabner lebt seit zehn Jahren in Andorra und hat als größte Erfolge zwei Weltcup-Gesamtsiege, einen WM-Titel (2003) sowie Olympiabronze im Parallelslalom 2006 in Turin vorzuweisen. Mit der Teilnahme in Sotschi wäre Grabner, neben dem Kanadier Jasey-Jay Anderson, der einzige Snowboarder gewesen, der seit den ersten olympischen Snowboard-Wettbewerben 1998 in Nagano bei allen Winterspielen dabei gewesen ist.
Zur Einstimmung auf seinen olympischen Traum war Grabner im Mai 2013 noch von Südtirol in die russische Olympiastadt Sotschi geradelt. Er bewältigte die 3.110 Kilometer in Begleitung einiger italienischer Kollegen in 16 Tagen.