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Kein Spaziergang nach Frankreich

Österreich hat für die Qualifikationsphase zur EM 2016 in Frankreich eine unangenehme Gruppe erwischt. Das ÖFB-Team bekommt es in der Gruppe G mit Russland, Schweden, Montenegro, Moldawien und Liechtenstein zu tun. Die Sieger, die Zweiten und der beste Dritte der neun Gruppen sind fix für die EM-Endrunde qualifiziert. Die übrigen Dritten kämpfen in einem Play-off um die vier verbliebenen Plätze.

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Ivo Viktor, ein ehemaliger tschechischer Teamtorhüter und Europameister 1976, zog Österreich im Palais de Congres Acropolis in Nizza aus dem dritten Topf. Die Russen waren aus Topf eins als Gruppenkopf gesetzt gewesen. Die Schweden, die sich zuletzt in der Qualifikation für die WM 2014 gegen Österreich durchgesetzt hatten, wurden dann als letztes Team in die ÖFB-Gruppe gelost.

Gefährlicher Underdog aus Topf vier

Montenegro, Moldawien und Liechtenstein hatten Teamchef Marcel Koller, Sportdirektor Willi Ruttensteiner, Präsident Leo Windtner und Generaldirektor Alfred Ludwig als Vertreter des ÖFB an der Cote d’Azur als Gegner aus den Töpfen vier bis sechs zur Kenntnis genommen. Die Montenegriner könnten sich als gefährlicher Underdog erweisen. Sie scheiterten im Kampf um die EM 2012 erst im Play-off an Tschechien. In der jüngsten WM-Quali lagen sie lange Zeit gut im Rennen um Platz zwei. Sie beendeten die Gruppe schließlich hinter England und der Ukraine, aber noch vor Polen an der dritten Stelle.

In derselben WM-Qualigruppe landete Moldawien vier Punkte hinter Montenegro und zwei Zähler hinter Polen auf Rang fünf. Zum Abschluss dieser Qualifikation gelang den Moldawiern ein 5:2 in Montenegro - allerdings in einem bereits bedeutungslosen Match. Weitere Achtungserfolge waren jeweils daheim ein 0:0 gegen die Ukraine und ein 1:1 gegen Polen. Für Österreich setzte es in Moldawien am 7. Juni 2003 in der EM-Quali eine 0:1-Niederlage.

Starke Russen beendeten WM-Quali vor Portugal

Auch gegen Liechtenstein, die laut Papierform schwächste Mannschaft der Gruppe, tat sich das ÖFB-Team zuletzt auswärts immer schwer. Am 7. Oktober 2000 gab es in der WM-Qualifikation ein knappes 1:0, am 6. Oktober 2006 siegten die Österreicher im Freundschaftsspiel in Vaduz nach einem 0:1-Rückstand noch mit 2:1. Gruppenfavorit Russland verzeichnete 2008 bei der Endrunde in Österreich und der Schweiz mit dem Halbfinal-Einzug (0:3 gegen Spanien) den bisher größten EM-Erfolg. Für die bevorstehende WM in Brasilien qualifizierte sich Russland als Gruppensieger noch vor Portugal.

Die erwähnte Heim-EM 2008 war für Österreich das bisher letzte große Turnier, an dem man als fix qualifizierter Gastgeber teilnehmen durfte. Sollte man sich für 2016 qualifizieren, wäre es für den ÖFB die erste sportlich erreichte Endrunde seit der WM 1998 in Frankreich. Ebendort wird in zweieinhalb Jahren die erste EM mit 24 Mannschaften steigen.

Spielplan per Computer ermittelt

Der Spielplan für die Qualifikation wurde unmittelbar nach der Auslosung vom UEFA-Computer erstellt. Terminkonferenzen der Verbände gehören der Vergangenheit an. Die Ausscheidung, die an Doppelrunden von Donnerstag bis Dienstag ausgetragen wird, beginnt für Österreich am 8. September mit dem Heimspiel gegen Schweden. Es folgt ein „Doppel“ am 9. und 12. Oktober in Moldawien bzw. gegen Montenegro. Am vierten und letzten Qualispieltag im Jahr 2014 empfängt das ÖFB-Team am 15. November Russland.

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