Mit Heimsieg großen Schritt weiter
Für Österreichs U21-Nationalteam ist in der EM-Qualifikation bisher nur Tabellenführer Spanien eine Nummer zu groß gewesen. Daran soll sich auch am Mittwoch (18.15 Uhr, live in ORF Sport +) im Heimduell mit Albanien nichts ändern. Für die Hausherren ist das Spiel in Graz gegen das Schlusslicht der Gruppe vier eines von zwei „Finalspielen“ auf dem Weg ins Play-off.
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Sollten die Schützlinge von Chefcoach Werner Gregoritsch die Heimspiele gegen Albanien sowie Bosnien-Herzegowina (4. September) gewinnen, dann hätten sie 18 Punkte auf dem Konto, was für das Erreichen des Play-offs genügen sollte. „Wir brauchen einmal ganz sicher 16 Punkte. Mit noch zwei Siegen und 18 Punkten sollten wir sicher dabei sein“, schätzte Gregoritsch die Lage ein.
Zum Abschluss hat seine Mannschaft zudem noch die Chance, im Auswärtsspiel beim nach sechs Spielen noch makellosen Leader Spanien (8. September) zu punkten. Neben den Gruppensiegern schaffen auch die besten vier Zweiten der zehn Gruppen den Sprung in die nächste Runde.
„Eine schwierige Situation“
Die Albaner sind von der Papierform die leichteste Aufgabe. Mit nur einem Sieg bei sechs Niederlagen aus sieben Spielen liegen sie hinter Bosnien-Herzegowina und Ungarn an der letzten Stelle. Vor dem 0:2 gegen Spanien zeigten sie allerdings mit einem 2:0-Auswärtssieg am 14. November in Ungarn auf. „Es ist eine schwierige Situation, wir spielen gegen den Letzten, und da erwartet jeder, dass wir gewinnen“, ist sich Gregoritsch bewusst.

GEPA/David Rodriguez Anchuelo
Bisher ist es für den ÖFB-Nachwuchs in der EM-Quali gut gelaufen
Den Gegner dürfe man auf keinen Fall unterschätzen, das habe auch die Partie in Vlora gezeigt, wo für die ÖFB-Elf nur ein mageres 1:0 herausgeschaut hatte. „Es war ein ganz schwieriges Spiel in Albanien“, erinnerte sich der Coach. Das sei auch dieses Mal zu erwarten. „Es ist wichtig, jedes Spiel exakt vorzubereiten und generalstabsmäßig durchzuziehen. Die Spieler müssen jeden Gegner ernst nehmen“, weiß Gregoritsch.
Mannschaft kann mit Druck umgehen
Bisher ist das gut gelungen. Neben der 2:6-Niederlage gegen Spanien in Graz gab es gegen Bosnien-Herzegowina (2:0), Ungarn (2:0 und 4:2) und Albanien (1:0) nur Siege. „Wir wollen in die Zwischenqualifikation, und da sind wir auf einem sehr guten Weg. Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie mit Druck gut umgehen kann“, sagte Gregoritsch. Der ins A-Team aufgerückte Martin Hinteregger (Salzburg) ist genauso wie der gesperrte Louis Schaub (Rapid) und der verletzte Cican Stankovic (Grödig) nicht dabei.
Für die nötigen Tore soll auch Trainersohn Michael Gregoritsch sorgen. Ein Einsatz des St.-Pauli-Stürmers von Beginn an wäre ein gutes Omen, gab es doch sieben Siege und ein Remis in den acht Spielen, in denen er von seinem Vater von Anfang an das Vertrauen geschenkt bekommen hat.
Die EM-Chancen stehen gut
Im Play-off werden dann die sieben EM-Teilnehmer neben Gastgeber Tschechien ermittelt, die Endrunde geht von 17. bis 30. Juni 2015 zum letzten Mal mit nur acht Mannschaften (ab 2017 zwölf Teams) über die Bühne. Dass Österreich da dabei ist, kann sich Gregoritsch vorstellen. „Österreich hat es noch nie geschafft, sich zu qualifizieren. Die Mannschaft ist aber so gewachsen, dass ich glaube, dass sie eine 70-prozentige Chance hat, zu einem Großereignis zu fahren, weil sie einfach weiß, was sie will“, blickte der U21-Teamtrainer optimistisch voraus.
Natürlich werde es aber bei einer schlechten Auslosung ganz schwer. „Aber in zwei Spielen ist viel möglich. Ich traue mich jederzeit gegen Nationen wie Deutschland, Holland oder Frankreich anzutreten, mit der nötigen Voraussetzung, dass man als krasser Außenseiter nur überraschen kann. Das ist eine große Chance, aber es muss wirklich alles passen“, sagte Gregoritsch.
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