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Platz in den Top Ten als Ziel

15 Siege, zwei Remis und nur drei Niederlagen mit einem Torverhältnis von 45:26 - die etwas mehr als zweijährige Amtszeit von Werner Gregoritsch als Teamchef des ÖFB-U21-Nationalteams ist bisher erfolgreich verlaufen.

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Gregoritsch ist seit 20. Jänner 2012 als Teamchef tätig und hat zwei Aufgaben zu bewältigen. Einerseits gilt es, die Qualifikation für das Play-off zu schaffen. Andererseits soll sich die Mannschaft auch stetig weiterentwickeln. „Wir sind jetzt auf einer Ebene mit dem Nachwuchs, wo wir schon hoffen können, dass wir wieder einmal unter die Top Ten kommen. Da wir schon die Nummer 18 in Europa sind, ist das eigentlich auch mein Ziel“, sagte Gregoritsch.

Vorbereitung für die A-Mannschaft

Daneben gibt es auch das Vorhaben, Spieler für die A-Nationalmannschaft herauszubringen. In der Gregoritsch-Ära schafften Andreas Weimann (Aston Villa), Martin Hinteregger (Salzburg), Marcel Sabitzer (Rapid) und Kevin Wimmer (Köln) den Sprung nach oben zu Marcel Koller. „Das ist sehr positiv. Und als nächster wird jetzt sicher der Robert Zulj dazukommen, und es wird einmal der Louis Schaub dazukommen. Es gibt schon Spieler, die das Potenzial haben, aufzurücken“, sagte Gregoritsch zufrieden.

U21-Coach Werner Gregoritsch

GEPA/David Rodriguez Anchuelo

Gregoritsch hat mit seinen Spielern noch einiges vor

Die Zusammenarbeit mit dem A-Teamchef funktioniere sehr gut. „Ich finde es sehr positiv, dass ich mit Marcel Koller eine sehr gute fachliche Beziehung habe, die auch ins Menschliche hineingeht. Die Kommunikation mit ihm ist perfekt“, sagte Gregoritsch. Wenn ein Spieler nach oben befördert werde, sei das völlig normal. „Das akzeptiere ich voll und ich lasse mich auch nicht in irgendeiner Form dadurch in meiner Arbeit beeinflussen“, sagte der Coach.

Leicht macht es ihm da die Tatsache, dass die Zahl von potenziellen U21-Teamspielern groß ist. In den vergangenen zwei Jahren wurden rund 35 Spieler eingesetzt. Und von hinten rücken Spieler wie etwa Bayern Münchens Ylli Sallahi nach.

„Fast eine familiäre Situation“

Das Trainerteam und die Spieler sind laut Gregoritsch eine Einheit. „Wenn du irgendwo hinkommst und dich die Spieler umarmen und drücken, dann merkst du, dass etwas entstanden ist. Es ist fast eine familiäre Situation, eine wunderbare Sache, und das ist für mich auch ein wichtiger Grund, um erfolgreich zu sein“, erzählte der Nachfolger von Andreas Herzog.

Die Spieler kommen gerne zum Nationalteam. Das war nicht immer der Fall. „Als ich begonnen habe, habe ich beim Spiel im Februar gegen die Schweiz sechs Absagen gehabt. Wenn ein Spieler vom Stamm jetzt nicht einberufen wird, ruft er an und fragt, warum das so ist. Das heißt, sie sind mit Freude dabei“, schilderte Gregoritsch.

Neue Aufgabe macht viel Spaß

Das gilt auch für ihn selbst. „Ich fühle mich sehr wohl. Momentan macht es mir großen Spaß und ich hoffe, dass das auch so anhält“, sagte Gregoritsch. Den Wechsel von der Vereins- zur Teamcheftätigkeit habe er noch keine Minute bereut. „Ich habe sehr viel profitiert von meinem neuen Beruf, weil man als Teamtrainer den Fußball viel globaler sieht. Man fokussiert sich ganz anders, man beobachtet viel mehr und ist ständig unterwegs.“

Zu Beginn habe er sich auch selbst ändern müssen. „Junge Menschen sind schon anders zu führen“, betonte Gregoritsch, der vor seiner fünfjährigen Tätigkeit bei Kapfenberg auch den GAK, Mattersburg und LASK gecoacht hatte. Seinem Image haben die U21-Erfolge gutgetan. „Früher habe ich das Image Feuerwehrmann gehabt und dass ich Mannschaften, die nicht so kicken können, übernehme, auf Vordermann bringe und motiviere. Jetzt sind aber wir die Mannschaft, die den meisten Ballbesitz hat, die Fußball spielt und Tore macht, wie man es bei Spanien sieht, und das freut mich“, so Gregoritsch.

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