Saisonziele klar verfehlt
Nicht mit dem erhofften Podestplatz, sondern mit Rang acht in Planica ist für Gregor Schlierenzauer am Sonntag die Saison zu Ende gegangen - eine Saison, in der der erfolgsverwöhnte Tiroler erstmals in seiner Karriere bescheiden sein musste. Zwei Siege, ein zweiter und drei dritte Plätze standen am Ende für den 24-Jährigen zu Buche. Auch der große Traum von Olympiagold ging nicht in Erfüllung.
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Nach zehn Siegen, zwei zweiten und vier dritten Plätzen in der Saison 2012/13 kämpfte Schlierenzauer in seinem insgesamt achten vollen Weltcup-Jahr nach einem sehr guten Beginn mit fehlender Konstanz. „Dass es heuer nicht nach Wunsch gelaufen ist, ist kein Geheimnis. Das muss man akzeptieren, auch ich bin nur aus Fleisch und Blut und funktioniere nicht auf Knopfdruck“, so Schlierenzauer, der mit 21 Bewerben die längste sieglose Serie seiner Karriere hinter sich hat, auf seiner Homepage.

APA/AP/Darko Bandic
Gregor Schlierenzauer kam in dieser Saison von den Ergebnis her ins Trudeln
„Wird eine Veränderung geben müssen“
Obwohl der Weltcup mit 14 verschiedenen Siegern aus sieben Nationen nach der Olympiasaison breiter aufgestellt ist, ist dieses Abschneiden für den mit 52 Weltcup-Siegen erfolgreichsten Skispringer natürlich unbefriedigend. „Ich habe sehr viel trainiert, fast ein bisserl zu viel“, gestand Schlierenzauer im Rückblick. „Ich war zu viel am Limit und habe sehr viel getüftelt am Material“, so der Tiroler, der auch in Sotschi für Aufregung sorgte, als er das Thema seines bei Olympia fehlenden Stützpunkttrainers Markus Maurberger aufs Tapet brachte.
Allerdings bekräftigte Schlierenzauer auch nach der Saison seine Forderung nach Veränderungen im und um das Team. „Von meiner Seite her war nicht alles richtig, aber auch vom Team nicht. Da werden wir die Weichen stellen müssen. Es wird eine Veränderung geben müssen“, sagte der Tiroler in Planica und ergänzte auf seiner Homepage: „Niederlagen gehören im Leben dazu, wichtig ist, was man daraus lernt und mitnimmt. Es gibt eine Menge zu hinterfragen, und das werde ich auch machen, wenn die Zeit dafür reif ist.“
Zuerst Ruhe, dann Analyse
In den nächsten Tagen wird Schlierenzauer einige Termine absolvieren und danach auf Tauchstation gehen, um sich Ruhe und Abstand vom Skispringen zu gönnen. „Die letzten Wochen und Monate waren nicht einfach. Die Saison war inklusive Vorbereitung brutal hart. Jetzt heißt es einmal loslassen, dann wird das Jahr analysiert. Ich werde mir das nötige Feedback holen und dann die Weichen für die Zukunft stellen“, so der 24-Jährige
Die Show wurde Schlierenzauer in dieser Saison vor allem von einem Springer gestohlen. Kamil Stoch krönte sich in Sotschi zum Doppelolympiasieger und holte mit insgesamt sechs Saisonsiegen und sieben weiteren Podestplätzen souverän den Erfolg im Gesamtweltcup. „Ich gratuliere ihm zu seiner herausragenden Saison, er war heuer definitiv eine Klasse für sich“, schrieb Schlierenzauer.
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