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Ramsebner trifft in der Nachspielzeit

Die Austria hat am Sonntag im Kampf um Platz zwei einen Rückschlag erlitten. Nur wenige Tage nach dem 3:0-Sieg gegen Meister Red Bull Salzburg mussten sich die Wiener in der 30. Runde mit einem 2:2 bei SV Josko Ried begnügen. Christian Ramsebner rettete den Punkt mit einem Tor in der 94. Minute.

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Die Hausherren waren durch ein Eigentor von Austria-Torhüter Heinz Lindner (45.+1) zu Unrecht in Führung gegangen, denn Schiedsrichter Dominik Ouschan hätte in dieser Situation ein Stürmerfoul geben müssen. Mit dem Rückstand und nach Gelb-Rot für James Holland (45.) in die Pause gegangen, konnte Philipp Hosiner (58.) nach Seitenwechsel ausgleichen. In der 78. Minute erzielte Rene Gartler den vermeintlichen Siegestreffer für die Innviertler, ehe Ramsebner in der Nachspielzeit zuschlug.

Mauer Schlagabtausch zu Beginn

Die 5.200 Zuschauer in der Keine-Sorgen-Arena sahen zu Beginn einen eher mauen Schlagabtausch im Mittelfeld. Ried versuchte sein Glück vorwiegend über die Seiten. Eine Flanke von Patrick Möschl (4.) konnte Lindner problemlos fangen. Auf der Gegenseite entstand nach einem Corner erstmals Gefahr. Hosiner verfehlte die Hereingabe von De Paula (8.) aufs lange Eck knapp.

Großartige Torchancen gab es in den ersten 25 Minuten nicht zu sehen, beide Defensivabteilungen standen sicher. Die Wiener starteten ihre Angriffe geordnet in der eigenen Spielhälfte, nach mehreren Stationen war am Rieder Strafraum aber Schluss. Auch mit hohen Bällen in die Gefahrenzone hatte die Austria kein Glück. Die Hausherren zeigten vorwiegend Konterfußball und ein Spiel über die Flanken.

Hosiner vergibt allein vor Gebauer

Aus dem Nichts entstand dann die erste Großchance für die Gäste. Holland kam an der Mittellinie ungehindert zum Kopfball, spielte den Ball zwischen zwei Ried-Verteidigern durch und Hosiner direkt in den Lauf. Der Stürmer stellte seinen schnellen Zug aufs Tor unter Beweis und ließ Ried-Goalie Thomas Gebauer mit einem Haken nach rechts aussteigen. Sein Schuss vom Fünfmetereck ging aber nur ins Außennetz (26.).

Hosiner

GEPA/Mathias Mandl

Hosiner hatte drei gute Chancen gegen Ried - nur eine konnte er nützen

In der 30. Minute sorgte Ried aus einer Standardsituation für Gefahr. Oliver Kragl trat einen Freistoß aus rund 25 Metern scharf in den Austria-Strafraum. Der Ball wurde von Jan Zwischenbrugger per Kopf abgefälscht, ging aber am Tor vorbei. Auf der Gegenseite versuchte Hosiner Ried-Schlussmann Gebauer zu überraschen. Sein Weitschuss (32.) ging allerdings klar übers Tor. In der 42. Minute reklamierten die Rieder nach einem leichten Schubser von Holland gegen Gerard Oliva Elfmeter, die Pfeife von Schiedsrichter Ouschan blieb aber stumm.

Lindner-Eigentor statt Stürmerfoul

Die Schlussphase der ersten Spielhälfte hatte es in sich. Erst sah Holland nach einem Foul an Andreas Schicker Gelb-Rot, dann folgte das sehr umstrittene 1:0 für die Hausherren. Ein Zwischenbrugger-Kopfball nach Freistoß von Kragl sprang via Stange und Querlatte zurück aufs Spielfeld. Lindner konnte den Ball im Nachfassen halten, wurde aber von Oliva, der abstauben wollte, hinter die Linie geschoben. Ouschan hätte eigentlich Stürmerfoul an Lindner geben müssen.

Torszene

APA/Alois Furtner

Oliva befördert Lindner mit dem Ball über die Linie

Mit wütenden Protesten der Austria-Spieler ging das Spiel in die Pause. In der zweiten Spielhälfte brachte Austria-Trainer Herbert Gager Sascha Horvath für Daniel Royer. Den Wienern war nicht anzumerken, dass sie einen Mann weniger auf dem Spielfeld hatten - sie drückten auf den Ausgleich. Zunächst scheiterte Hosiner nach einem Eckball. Sein Schuss aus spitzem Winkel ging ins Außennetz (55.).

Hosiner nutzt dritte Großchance

Drei Minuten später landete ein Befreiungsschlag von Oliver Koch über die Ried-Abwehr hinweg vor Hosiners Füßen. Diesmal nutzte der ÖFB-Teamstürmer seine dritte Großchance in der Partie. Hosiner zog von der Strafraumgrenze ab und erzielte den Ausgleich. Gebauer war mit der Hand noch dran, konnte den Gegentreffer aber nicht verhindern.

In der 67. Minute bewahrte Lindner die Gäste nach einem Corner vor dem neuerlichen Rückstand. Julius Perstaller prüfte den Austria-Goalie mit einem scharfen Kopfball, Lindner war aber auf dem Posten und konnte knapp vor der Linie klären. Es war die beste Chance der Rieder nach Seitenwechsel - und die letzte für Perstaller. Der Stürmer musste für den Brasilianer Sandro Platz machen.

Neuer Schwung im Rieder Offensivspiel

Ried kam wieder besser ins Spiel. Zunächst vergab Jakob Kreuzer aus aussichtsreicher Position (76.). Lindner konnte auch einen Kopfball des 19-Jährigen klären (77.). Nur eine Minute später erzielte Gartler das 2:1. Der Stürmer musste einen scharfen Stanglpass des in der 73. Minute eingewechselten Toni Vastic nur noch über die Linie drücken. Mit Kreuzers (63.) und Vastics Einwechslung hatte das Offensivspiel der Innviertler neuen Schwung erhalten.

Die Schlussphase gehörte klar den Innviertlern. Vastic hatte sogar die Chance auf das 3:1, verzog beim Volleyschuss aber (84.). In der Nachspielzeit war es dann die Austria, die zuschlug. Der in der 82. Minute für Thomas Salamon eingewechselte Norweger Ola Kamara legte nach Hosiner-Flanke für Ramsebner auf. Der Verteidiger zog aus rund 16 Metern ab und ließ Gebauer bei seinem vierten Saisontreffer ins rechte untere Eck keine Chance.

Peter Falkner, ORF.at

Tipp3-Bundesliga, 30. Runde

Sonntag:

Ried - Austria 2:2 (1:0)

Keine-Sorgen-Arena, 5.200 Zuschauer, SR Ouschan

Torfolge:
1:0 Lindner (45.+1/Eigentor)
1:1 Hosiner (58.)
2:1 Gartler (78.)
2:2 Ramsebner (94.)

Ried: Gebauer - Baumgartner, Zwischenbrugger, Pichler, A. Schicker - Hinum, Kragl - Perstaller (68./Sandro), Oliva (63./Kreuzer), Möschl (73./Vastic) - Gartler

Austria: Lindner - F. Koch, Ramsebner, Ortlechner, Salamon (82./Kamara) - Rotpuller - Gorgon (80./Dilaver), De Paula, Holland, Royer (46./Horvath) - Hosiner

Gelb-Rote Karte: Holland (45.)

Gelbe Karten: Pichler, Möschl bzw. Ramsebner, Rotpuller

Die Besten: Zwischenbrugger, Möschl bzw. Rotpuller, de Paula

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