Olmypiarevanche verpasst
Österreich hat am Samstag bei der Eishockey-WM der Division IA (B-WM) in Goyang gegen Slowenien mit 1:3 verloren, dank ungarischer Schützenhilfe aber trotzdem die Rückkehr in die A-WM geschafft. Das ÖEHV-Team beendete das Turnier punktegleich mit Japan als Gruppenzweiter hinter den Slowenen. Entscheidend für den Aufstieg war das direkte Duell mit den Japanern, das Österreich mit 4:1 gewann.
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Österreich ist damit zum fünften Mal in Folge nach einem Abstieg der sofortige Wiederaufstieg gelungen. Die WM 2015 in Tschechien wird von 1. bis 17. Mai in Prag und Ostrau gespielt. „Es ist einfach unglaublich. Diese junge Mannschaft hat in den letzten Wochen so hart gearbeitet und sich diesen Aufstieg wirklich verdient. Diese Leistung ist einfach großartig. Ich würde das beinahe mit der Qualifikation für die Olympischen Spiele vergleichen“, hatte ÖEHV-Teamchef Manny Viveiros bereits vor dem Match gegen Slowenien gesagt.
Nach Fehler in Rückstand geraten
Österreich führte vor dem punktegleichem Japan mit zehn Zählern die Tabelle an, Slowenien lag einen Punkt dahinter, kämpfte noch um den Aufstieg und benötigte dafür einen Sieg. Doch die Slowenen erweckten anfangs überhaupt nicht den Eindruck, dass sie an diesem Tag unbedingt gewinnen wollten. Die Österreicher waren tonangebend auf dem Eis, wirkten spritziger und aggressiver - Tore fielen zunächst aber nicht. Und entgegen dem Spielverlauf waren es die Slowenen, die in der 34. Minute dank eines Treffers von Jan Urbas mit 1:0 in Führung gingen.

GEPA/Daniel Goetzhaber
Die Slowenen schafften dank des Sieges ebenfalls den Aufstieg in die A-WM
Dem Tor war allerdings ein Scheibenverlust des ÖEHV-Teams vorausgegangen, der ganz klar in die Kategorie „Geschenk“ fiel. Aber nur knapp zwei Minuten später machte aus der dritten Linie Benjamin Petrik für Österreich alles wieder gut, der VSV-Angreifer knallte den Puck aus größerer Distanz erfolgbringend durch Freund und Feind hindurch aufs Tor (36.) von Luca Gracnar. Mit den Österreichern jubelten auch die auf der Tribüne sitzenden Japaner, die auf Schützenhilfe des rot-weiß-roten Teams hofften.
Im Schlussabschnitt war es wieder Urbas, der die Slowenen erneut in Führung brachte (49.). Die Österreicher, bei denen Viveiros auch die jüngeren Linien mit viel Eiszeit bedachte, drängten in der Folge auf den Ausgleich, ließen aber auch das dritte Powerplay dieser Partie ungenützt. Nachdem Miha Stebih mit seinem Treffer zum 3:1 (59.) nach Vorarbeit von Matchwinner Urbas alles klargemacht hatte, nahm Viveiros noch Tormann Bernhard Starkbaum heraus, ein Slowene saß auf der Strafbank, die 6:4-Überzahl wurde aber nicht mehr genützt.
Hervorragende WM von Koch
Thomas Koch spielte mit zehn Assists eine hervorragende WM, Brian Lebler hat in vier Spielen zumindest ein Tor geschossen und ging nur gegen Slowenen leer aus. Erstmals blieb übrigens die Einserlinie in Südkorea ohne Scorerpunkt. Den Österreichern ist damit die Revanche für die Niederlage im Qualifikationsspiel für das olympische Viertelfinale nicht geglückt.
In Sotschi hatte das Team um die NHL-Spieler Thomas Vanek, Michael Grabner und Michael Raffl gegen Slowenien klar mit 0:4 verloren. Damals wurde allerdings bekannt, dass sieben Spieler, darunter das NHL-Trio, zwei Tage vor der Partie bis spät in die Nacht gefeiert hatten. Die Folgen der Eskapade waren unter anderem einige Teamrücktritte, weswegen Teamchef Viveiros mit einer verjüngten Mannschaft mit zehn WM-Neulingen nach Südkorea fliegen musste.
Ungarn gewinnt im Penaltyschießen
Die neuerliche Niederlage gegen Slowenien ist aber verschmerzbar, war sie doch die erste nach vier Siegen und stand der Aufstieg bereits fest. Denn Ungarn hatte im ersten Samstag-Spiel Österreichs Rückkehr in die A-WM mit einem 5:4-Erfolg im Penaltyschießen gegen Japan bereits vorzeitig fixiert. Japan lag in der Partie dreimal in Führung und sah am Ende bereits wie der Aufsteiger aus.
Im Schlussdrittel vergab Seiji Takahashi (51.) allerdings einen Penalty, Ungarn nahm in der 59. Minute Goalie Zoltan Hetenyi vom Eis und schaffte 1:06 Minuten vor Spielende durch Marton Vas noch den 4:4-Ausgleich. Nach torloser Verlängerung entschied Verteidiger Vas mit insgesamt drei Treffern im Shoot-out auch das Penaltyschießen.
Eishockey-WM, Division IA
Samstag:
Österreich - Slowenien 1:3
(0:0 1:1 0:2)
Goyang, SR Anisimow/Leppäalho (RUS/FIN)
Tore: B. Petrik (36.) bzw. Urbas (34., 49.), Stebih (59.)
Strafminuten: 6 bzw. 8
Österreich: Starkbaum - Schumnig, Altmann; Schlacher, Heinrich; Bacher, Mühlstein; Mitterdorfer, Peter - Hundertpfund, Koch, Lebler; M. Iberer, Oberkofler, Komarek; B. Petrik, Schiechl, N. Petrik; M. Geier, S. Geier, Fischer
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