Siegestreffer durch Schick
Unbeeindruckt von der vorläufig verweigerten Lizenz für die kommende Saison in der Bundesliga hat Admira Wacker am Sonntag in der vorletzten Runde einen 1:0 (0:0)-Sieg über den Wolfsberger AC gefeiert. Den einzigen Treffer für die Admira, die bis vor Beginn der Partie sportlich gesehen theoretisch noch um den Klassenerhalt bangen musste, erzielte Thorsten Schick in der 54. Minute.
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In der 100. Partie von Dietmar Kühbauer als Bundesliga-Trainer konnten die „Wölfe“ die vierte Niederlage en suite nicht verhindern. Die Niederösterreicher, die zuletzt zweimal hintereinander als Verlierer vom Platz gegangen waren, kamen in der Tabelle bis auf einen Zähler an den Tabellensiebenten aus Kärnten heran.

APA/Hans Punz
Jubel nach dem Siegestreffer von Schick
Die Admira war in einer mäßig spannenden Partie vor 2.700 Zuschauern die stärkere Mannschaft, kam aber vor dem Seitenwechsel nur zu Halbchancen. Dominik Burusic traf nach Konter Alexander Kofler (2.), der Gästeschlussmann setzte sich auch im Luftkampf mit Benjamin Sulimani durch (16.) und „bändigte“ einen harmlosen Sulimani-Schuss (18.). Zudem strich ein Weitschuss des für den verletzten Thomas Ebner nach einer halben Stunde eingewechselten Daniel Toth knapp über den Kasten (44.). Der WAC, nach vorne kaum aktiv, hatte nur einen Jacobo-Kopfball in Manuel Kuttins Arme zu verzeichnen (26.).
Hausherren verlegen sich aufs Kontern
Die Gäste kamen erst nach Seitenwechsel auf, fanden außer einer Halbchance durch Peter Zulj (über das Tor/51.) aber kaum Chancen vor. Die Admira hingegen, die sich aufs Kontern verlegte, wurde mehrere Male gefährlich und ging in der 54. Minute auch in Führung: Schick schloss nach Vorarbeit von Sulimani einen Konter perfekt ab, ließ Kofler aussteigen und schoss zum 1:0 ein. Im Finish musste Kuttin einen Fallrückzieher von WAC-Kicker Segovia blocken (79.), Kofler verhinderte mit drei guten Aktionen gegen Issiaka Ouedraogo (80.), Stefan Schwab (82.) und Schick (85.) einen höheren Sieg der Admira.
Stimmen zum Spiel
Walter Knaller (Admira-Trainer): „Es ist positiv, dass wir jetzt aus eigener Kraft endgültig den Ausgleich fixiert haben. Wir waren etwas effektiver als Wolfsberg, hatten auch mehr Möglichkeiten, nur haben wir diese teilweise schlecht zu Ende gespielt. In der Defensive waren wir heute sehr solide.“
Dietmar Kühbauer (WAC-Trainer): „Es war eigentlich zuerst ein typisches 0:0-Spiel, die Admira hat unsere Fehler vor dem Tor eiskalt ausgenutzt. Dann war es ein offenes Spiel, Kofler hat aber doch einige gute Paraden gezeigt. So gesehen haben wir verdient verloren, weil wir nicht clever genug waren. Von beiden Mannschaften war es kein Spiel, das einen vom Hocker reißt.“
Thorsten Schick (Admira-Torschütze): „In der ersten Hälfte war es eine ausgeglichene Partie, auch wenn wir das Spiel unter Kontrolle hatten. Aber der WAC hat uns das Leben ganz schön schwergemacht. Zwingende Chancen gab es nicht. In der zweiten Hälfte war es ein bisschen besser, wir sind in Führung gegangen, haben dann aber versäumt, den Sack zuzumachen. Jetzt wollen wir auch noch in der nächsten Woche das Niederösterreich-Derby gegen Wr. Neustadt gewinnen. Wegen der offenen Lizenz lassen wir uns nicht aus der Ruhe bringen.“
Tipp3-Bundesliga, 35. Runde
Sonntag:
Admira - WAC 1:0 (0:0)
Maria Enzersdorf, BSFZ Südstadt, 2.700 Zuschauer, SR Schärer (SUI=
Tor:
1:0 Schick (54.)
Admira: Kuttin - Zwierschitz, Windbichler, Schößwendter, Wessely - Ebner (32. D. Toth), Schwab - Auer, Burusic (58. Domoraud), Schick - Sulimani (68. Ouedraogo)
WAC: A. Kofler - Standfest, Hüttenbrenner, Sollbauer, Baldauf - Schwenninger, Putsche - Seebacher (69. Kerhe), P. Zulj (60. Silvio), Jacobo - Falk (75. Segovia)
Gelbe Karten: Zwierschitz, Auer bzw. Jacobo, Sollbauer, Kofler
Die Besten: Windbichler, Schwab, Schick, Toth bzw. Jacobo, Schwendinger
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