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„Ich werde härter arbeiten“

Der Traum von einer Teilnahme an der WM in Brasilien ist für Terrence Boyd geplatzt. Der Rapid-Stürmer scheint nicht im am Donnerstag (Ortszeit) veröffentlichten 23-Mann-Aufgebot der US-Auswahl auf. Gemeinsam mit sechs weiteren Spielern - darunter auch Altstar Landon Donovan - wurde der 23-Jährige von Teamchef Jürgen Klinsmann aussortiert.

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Boyd konnte sich bei einem mehrtägigen Trainingslager des 30-köpfigen Großkaders in Palo Alto nicht empfehlen - dem Stürmer wurde im Endeffekt Chris Wondolowski (San Jose Earthquakes) vorgezogen. Der Rapidler reagierte auf seine Ausbootung gefasst. „Ich glaube an das Schicksal. Ich werde härter arbeiten und meinem Land dienen, wenn meine Dienste wieder gebraucht werden“, twitterte Boyd und wünschte seinen Kollegen in Brasilien viel Glück.

Trainer Jürgen Klinsmann mit der US-Fußball-Nationalmannschaft

Reuters/Stephen Lam

Terrence Boyd ist nicht im Kreis der Auserwählten von Jürgen Klinsmann

Der Angreifer brachte es bisher auf 13 Länderspiele und wurde von Klinsmann und dessen Assistenten Andreas Herzog in der Vergangenheit fast immer einberufen, auch wenn er nie zur Stammformation zählte. Auf einen Torerfolg im US-Team muss Boyd noch warten. Mit der Nichtnominierung haben nur noch zwei Spieler aus der österreichischen Bundesliga die Chance auf ein Brasilien-Ticket - Anel Hadzic (Sturm Graz) mit Bosnien-Herzegowina und James Holland (Austria) mit Australien.

Auch Aushängeschild Donovan aussortiert

Neben dem erfolgreichsten Rapid-Stürmer der letzten Saison (15 Tore) erwischte es mit Donovan auch das langjährige Aushängeschild des US-Fußballs. Der 32-Jährige ist mit 57 Treffern der beste Torschütze seines Landes und mit 156 Einsätzen der erfahrenste aller noch aktiven US-Profis. Dennoch wurde es nichts mit der vierten WM-Teilnahme für den Offensivspieler von Los Angeles Galaxy, der zuvor unter anderem für Bayer Leverkusen, Everton und Bayern München stürmte.

Klinsmann sprach in diesem Zusammenhang von der schwierigsten Entscheidung seiner Trainerlaufbahn. „Er hat im Trainingslager alles richtig gemacht und war immer positiv, aber ich habe aber andere Spieler leicht vor ihm gesehen. Er ist natürlich schwer enttäuscht, hat meine Entscheidung aber professionell aufgenommen, weil er ein außergewöhnlicher Spieler ist“, erklärte der Deutsche, der überraschend Julian Green für die WM nominierte.

Der 18-Jährige, der sich erst kürzlich für die USA und gegen Deutschland entschied, ist zumeist bei den Bayern Amateuren in der vierthöchsten Liga engagiert. Nun bekommt es der Teenager bei der WM mit dem DFB-Team sowie Portugal und Ghana zu tun. Davor stehen für die US-Amerikaner noch Testspiele gegen Aserbaidschan (27. Mai in San Francisco), Türkei (1. Juni in Harrison) und Nigeria (7. Juni in Jacksonville) auf dem Programm.

WM-Kader der USA:

Tor: Brad Guzan (Aston Villa), Tim Howard (Everton), Nick Rimando (Real Salt Lake)

Abwehr: DaMarcus Beasley (Puebla), Matt Besler (Sporting Kansas City), John Brooks (Hertha BSC Berlin), Geoff Cameron (Stoke City), Timmy Chandler (Nürnberg), Omar Gonzalez (LA Galaxy), Fabian Johnson (Borussia Mönchengladbach), DeAndre Yedlin (Seattle Sounders)

Mittelfeld: Kyle Beckerman (Real Salt Lake), Alejandro Bedoya (Nantes), Michael Bradley (Toronto), Brad Davis (Houston Dynamo), Mix Diskerud (Rosenborg), Julian Green (Bayern München), Jermaine Jones (Besiktas), Graham Zusi (Sporting Kansas City)

Angriff: Jozy Altidore (Sunderland), Clint Dempsey (Seattle Sounders), Aron Johannsson (AZ Alkmaar), Chris Wondolowski (San Jose Earthquakes)

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