Verkorkste Saison endgültig abgehakt
Gregor Schlierenzauer hat eine verkorkste Saison mit dem negativen Höhepunkt bei den Olympischen Winterspielen hinter sich. In Sotschi konnte der 24-Jährige keine Einzelmedaille holen und sorgte überdies durch Differenzen mit dem mittlerweile zurückgetretenen Chefcoach Alexander Pointner für Schlagzeilen. Nach dem Verpassen der hohen Ziele überlegte Schlierenzauer sogar eine Auszeit.
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Diese ist für den Tiroler längst kein Thema mehr. Mit dem Abstand mehrerer Monate und dem Trainerwechsel zu Heinz Kuttin ist die Lust beim 52-fachen Weltcup-Sieger aufs Skispringen wieder zurück. „Nach der Saison war ich ausgelaugt. Jetzt bekam ich viele neue Inputs, ich bin wieder voll motiviert“, erklärte der 24-Jährige.

APA/Herbert Neubauer
Nach der bitteren Saison ist auch die gute Laune bei Schlierenzauer zurück
„So wünscht man es sich als Athlet“
Nach den Winterspielen hatte Schlierenzauer auch angezweifelt, dass das ÖSV-Team beim Material zu den Besten zähle. Auch diese Thematik ist nun ausgeräumt, Kuttin hat dieses Thema zur Chefsache erklärt. Auch zur Freude von Schlierenzauer. „Es läuft alles bei Heinz zusammen. Er hat Erfahrung und ist voll in dem Thema drinnen. So wünscht man es sich als Athlet“, betonte der Stubaier.
Auf konkrete Ziele für die WM-Saison 2014/15 will sich der Tiroler nach außen hin aber nicht festlegen. „Es geht um den Spaß und darum, gute Sprünge zu zeigen. Ich muss nichts mehr beweisen, ich mache es für mich“, erklärte der Weltmeister von 2011. „Zu holen gibt’s noch viel, die Freude steht im Vordergrund.“
Intensive Vorbereitung mit Sommer-GP
Weil es wieder so viel Spaß macht, hat Schlierenzauer in der Vorbereitung ein intensives Programm wie noch nie abgespult. Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren wird er auch an mehreren Bewerben beim Sommer-Grand-Prix teilnehmen. „Ein Wettkampf ist das beste Training, da sieht man, wo man mit Material und Technik steht“, erklärte Schlierenzauer. Am Freitag findet im polnischen Wisla ein Team-Bewerb statt, am Samstag folgt der erste Einzel-Wettkampf.
Kuttin verbindet den Sommer-GP etwa in Wisla, Einsiedeln und Courchevel jeweils mit Trainingskursen. „Ein Kurs verbunden mit einem internationalen Wettkampf, das finde ich sehr gut.“ Überbewerten wolle er die Resultate aber nicht. „Das ist nur ein Gradmesser.“
„Gewisse Vorfreude“ bei Kuttin
Neben Schlierenzauer wird das ÖSV-Sextett von Tourneesieger Thomas Diethart, Michael Hayböck, Stefan Kraft, Manuel Fettner und Manuel Poppinger komplettiert. Thomas Morgenstern, der erst über die Fortsetzung seiner Karriere entscheiden wird, und Andreas Kofler reisen nur zum anschließenden Trainingskurs nach Polen.
Neo-Coach Kuttin blickt dem Auftakt jedenfalls schon mit einer „gewissen Vorfreude“ entgegen. „Bei einem Wettkampf ist immer eine gewisse Spannung da, sei es bei den Sportlern als auch beim Trainerteam. Wir hoffen selbstverständlich auf gute Resultate, im Fokus steht aber weiterhin unser Arbeitsprozess“, stellte Kuttin klar.
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