Nächster Weltmeister hört auf
Nach Kapitän Philipp Lahm sowie Torjäger Miroslav Klose hat mit Abwehrspieler Per Mertesacker der nächste Spieler aus dem DFB-Weltmeisterteam seine Karriere in der Fußballnationalmannschaft beendet. Der Titelgewinn bei der Weltmeisterschaft in Brasilien sei ein „goldener Abschluss“ seiner Laufbahn in der DFB-Auswahl gewesen, erklärte der Arsenal-Legrionär.
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„In erster Linie ging es für mich darum, nach zehn Jahren in der Nationalmannschaft das Ende dieses Kapitels selbst zu bestimmen“, sagte der 29-Jährige in einem vorab veröffentlichten Interview der „Süddeutschen Zeitung“. Mertesacker, der für Deutschland insgesamt 103 Spiele bestritt und dabei vier Tore erzielte, möchte sich in Zukunft ganz auf die englische Premier League konzentrieren.

GEPA/Witters
Mit Mertesacker nimmt der nächste deutsche Weltmeister seinen Hut
„Ich will mit dem FC Arsenal Meister werden, eventuell auch in der Champions League angreifen“, sagte er. Vor drei Jahren war er von Werder Bremen für rund zehn Millionen Euro zum FC Arsenal gewechselt. Mertesacker hatte in Brasilien nach dem Achtelfinale seinen Stammplatz wegen einer von Bundestrainer Joachim Löw vorgenommenen Systemumstellung verloren. Im Finale wurde er beim 1:0-Sieg in Rio de Janeiro gegen Argentinien eingewechselt, insgesamt stand er in sechs der sieben WM-Spiele auf dem Rasen.
Fixgröße im DFB-Team
„Das waren die acht Wochen unseres Lebens“, erinnert sich Mertesacker an die Zeit bei der WM und im „Campo Bahia“. Seine Profikarriere begann Mertesacker bei Hannover 96, ehe ihn im Jahr 2006 der SV Werder verpflichtete. Sein Länderspieldebüt feierte er unter dem damaligen Bundestrainer Jürgen Klinsmann beim 2:0-Sieg gegen den Iran in Teheran am 9. Oktober 2004. Bei den dritten Plätzen bei der Heim-Weltmeisterschaft 2006 und der WM 2010 in Südafrika gehörte Mertesacker ebenso zur Stammelf wie bei der Niederlage im EM-Finale 2008 in Wien.
Bei der Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine dagegen war Mertesacker nur Reservist. Für die WM in Brasilien aber hatte der Innenverteidiger zunächst wieder das Vertrauen des Bundestrainers. „Bei den WM-Turnieren war Per immer wichtig“, sagte Löw vor Mertesackers 100. Länderspiel in der Gruppenpartie gegen Ghana. Bei der im September beginnenden EM-Qualifikation ist der Abwehrspieler nun nur noch Zuschauer.
Löw muss neu planen
Coach Löw muss seine Umbaupläne bei der Nationalmannschaft damit womöglich noch umfassender gestalten als bisher erwartet. „Es kommen viele junge, frische Spieler nach, und es ist jetzt einfach der Zeitpunkt gekommen, diesen Jungen den nächsten Schritt zu ermöglichen“, befand Mertesacker im ZDF. Am 3. September bei der Finalneuauflage gegen Argentinien in Düsseldorf und vier Tage später beim ersten EM-Qualifikationsspiel gegen Schottland in Dortmund könnte der Bundestrainer schon erste Fingerzeige für die Zeit nach Lahm, Klose und Mertesacker liefern.
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