Terodde wirft Stuttgart raus
Der VfB Stuttgart ist als zweiter Erstligist schon in der Auftaktrunde des DFB-Pokals gescheitert. Beim Pflichtspiel-Comeback von Armin Veh als Trainer der Schwaben unterlag der Club der beiden ÖFB-Legionäre Martin Harnik und Florian Klein am Samstag beim Zweitliga-Spitzenreiter VfL Bochum mit 0:2. Am Vorabend war bereits der FSV Mainz 05 beim Drittligisten Chemnitzer FC ausgeschieden.
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Beide Tore für Bochum, bei denen Michael Gregoritsch bis zur 80. Minute spielte, erzielte Simon Terodde. Der Torjäger nutzte gleich den ersten Fehler in der Abwehr der Schwaben bei einem Abspielfehler von Oriol Romeu Vidal aus und ließ dem herausstürzenden VfB-Torhüter Sven Ulreich keine Chance (9.). In der 49. Minute schloss der Neuzugang von Union Berlin eine herrliche Kombination mit einem Lupfer vorbei an Ulreich überragend zum 2:0 ab. Gregoritsch hatte danach gleich zwei gute Chancen (62./72.), das Ergebnis in die Höhe zu schrauben.
„Wir haben uns sehr schwergetan nach dem schnellen Rückstand. Trotzdem haben wir bis zur Pause noch ganz ordentlich gespielt“, bilanzierte Veh, dessen Team erstmals nach 18 Jahren zum Auftakt des DFB-Pokals wieder gescheitert ist. „In der zweiten Hälfte waren wir dann nicht klar genug in unseren Aktionen. Wenn etwas schiefläuft, verlieren wir zu schnell den Kopf“, kritisierte der VfB-Coach. Sein Kollege Peter Neururer war natürlich „absolut zufrieden. Man hat heute wieder gesehen, dass wir jetzt viel mehr Möglichkeiten in der Offensive haben.“
Köln lässt gegen Braunschweig nichts anbrennen
Bundesliga-Aufsteiger 1. FC Köln ist indes dank Torjäger Athony Ujah ohne Probleme in die zweite Runde eingezogen. Der vierfache Pokalsieger gewann beim Viertligisten Freie Turner Braunschweig 4:0. Ujah erzielte zwei Tore (46./52.) für die ersatzgeschwächten Kölner, bei denen Kevin Wimmer 90 Minuten nur auf der Ersatzbank saß. Matthias Lehmann (63.) und der eingewechselte Simon Zoller (87.) trafen für die Auswahl von Coach Peter Stöger zudem jeweils per Heber.
Dortmund tut sich lange schwer
Auch Borussia Dortmund zog drei Tage nach seinem Sieg im Supercup gegen Meister Bayern München durch ein schwer erkämpftes und am Ende zu hoch ausgefallenes 4:1 bei den Stuttgarter Kickers in die zweite Runde des DFB-Pokals ein. Henrich Mchitarjan (30.), zweimal Pierre-Emerick Aubameyang (55./78.) und Adrian Ramos (89.) trafen beim Comeback von Marco Reus, der zehn Wochen nach seiner schweren Verletzung am Sprunggelenk überraschend in der Startelf auflief. Randy Edwini-Bonsu glückte der Anschlusstreffer für den lange bestens mithaltenden Drittligisten (60.).

APA/EPA/Sebastian Kahnert
BVB-Coach Klopp durfte sich bei Doppeltorschütze Aubameyang bedanken
Borussia Mönchengladbach vermied ohne große Schwierigkeiten ein neuerliches frühes Aus. Die Auswahl um Kapitän Martin Stranzl setzte sich beim Regionalligisten FC Homburg mit 3:1 durch. Vor einem Jahr war die Mannschaft von Trainer Lucien Favre zum Auftakt noch am Drittligisten Darmstadt 98 gescheitert. Andre Hahn (8.) und Branimir Hrgota (45./51.) erzielten die Treffer für den Favoriten. Tim Stegerer gelang der zwischenzeitliche Ausgleich für die Saarländer (20.).
Fürth dreht mit Zulj nach der Pause auf
Ein Erfolgserlebnis feierte auch der Ex-Salzburger Robert Zulj mit Greuther Fürth. Der Zweitliga-Spitzenreiter schaffte mit einem 3:0 gegen den Verbandsligisten SV Waldkirch den Einzug in die zweite Runde. Treffer gelangen dem Bundesliga-Absteiger dabei aber erst in der zweiten Halbzeit. Das 1:0 erzielte der zur Pause eingewechselte Neuzugang Stephan Schröck wenige Sekunden nach Wiederanpfiff nach Vorarbeit von Zulj. Ognjen Mudrinski (52.) erhöhte auf 2:0, den Schlusspunkt setzte Benedikt Röcker (83.) per Kopf.
Nur kurz musste Hannover 96 zittern, letztlich gewannen die Niedersachsen bei Astoria Walldorf klar mit 3:1. Neuzugang Joselu traf nach einer halben Stunde, nur neun Minuten später sah Marcelo jedoch die Rote Karte. Nico Hillenbrand sorgte nach der Pause für den zwischenzeitigen Ausgleich (59.), Lars Stindl (76.) und erneut Joselu (79.) machten den Sieg für den Favoriten, bei denen ÖFB-Teamtorhüter Robert Almer Ersatz war, aber perfekt.
Frankfurter Clubs zittern sich weiter
Wenig überzeugend fiel der 2:0-Sieg von Eintracht Frankfurt beim Regionalligisten Viktoria 89 Berlin aus. Trotz des frühen Treffers durch den Schweizer Neuzugang Haris Seferovic (16.) tat sich die Mannschaft des langjährigen Bremen-Trainers Thomas Schaaf schwer. Erst in der Nachspielzeit gelang Alexander Meier der zweite Treffer.
Zweitligist FSV Frankfurt musste bei den Sportfreunde Siegen ins Elfmeterschießen - und setzte sich nach einem turbulenten Shootout mit insgesamt sieben gehaltenen Elfmetern am Ende mit 5:4 durch. Für den Regionalligisten hatten Zouhair Bouadoud (17., 118.) und Ali Ibrahimaj (32.) zuvor getroffen. Zafer Yelen (41.) und Edmond Kapllani (73./Elfmeter, 98.) waren für die Frankfurter erfolgreich gewesen. Bei den Gästen sah kurz vor Ende der regulären Spielzeit Marcel Kaffenberger auch noch wegen einer Notbremse die Rote Karte.
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