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75 Mio. Euro für Spielmacher

Was die Spatzen schon länger von den Dächern pfeifen, ist jetzt Gewissheit: Angel Di Maria wechselt von Real Madrid zu Manchester United. Der englische Rekordmeister einigte sich für die Rekordsumme von 59,7 Mio. Pfund (rund 75 Mio. Euro) auf den Transfer des 26-jährigen Argentiniers. Teurer war noch kein Spieler in der Geschichte der englischen Premier League.

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„Ich bin von meinem Wechsel zu Manchester United absolut begeistert“, wird Di Maria, der am Dienstag einen Fünfjahresvertrag unterzeichnete, auf der Clubwebsite zitiert. „Es waren einige Clubs an mir interessiert, aber United war der einzige Verein, zu dem ich gehen wollte, wenn ich einmal von Real Madrid weggehen sollte. Louis van Gaal ist ein fantastischer Trainer, und ich bin von seiner Vision und Entschlossenheit überzeugt. Jetzt kann ich meinen ersten Einsatz gar nicht mehr erwarten.“

Auch United-Trainer Van Gaal erwartet sich von der Verpflichtung viel. „Angel ist ein Weltklasse-Mittelfeldspieler, er ist zweifellos ein Naturtalent. Am wichtigsten ist allerdings, dass er ein echter Teamspieler ist“, sagte der Niederländer, der den englischen Rekordmeister zu Saisonbeginn übernahm und in zwei Runden erst ein Remis der „Red Devils“ erreicht hat. „Er ist unheimlich schnell und hat einen herausragenden linken Fuß. Es ist eine Freude, ihm zuzuschauen.“

Di Maria löst Torres als teuerster Transfer ab

Di Maria löst mit seinem Wechsel auch Juan Mata als teuersten Neuzugang des Clubs ab. Der Spanier war im Jänner für 37,1 Mio. Pfund (rund 44,7 Mio. Euro) von Ligakonkurrent FC Chelsea nach Old Trafford gewechselt. Di Maria könnte nach bestandenem Fitnesstest bereits am Samstag in der dritten Runde gegen Aufsteiger Burnley debütieren und United den nötigen Schub geben. In den ersten beiden Runden setzte es für Manchester eine 1:2-Niederlage gegen Swansea City und zuletzt ein 1:1 beim FC Sunderland.

Angel Di Maria im Champions League Finale

AP/Daniel Ochoa de Olza

Di Maria (l. im CL-Finale) soll ManUnited in die Erfolgsspur zurückführen

Apropos Chelsea: Den bis dahin teuersten Transfer in der Premier League tätigten ebenfalls die „Blues“, die 2011 für Stürmer Fernando Torres 50 Mio. Pfund (58,5 Mio. Euro) an den FC Liverpool überwiesen. Überhaupt hatten die Verantwortlichen der „Red Devils“ nach der verpatzten vergangenen Saison heuer die Spendierhosen an. Neben Di Maria und Mata wurden auch die Verteidiger Luke Shaw und Marcos Rojo sowie Mittelfeldspieler Ander Herrera für gesamt 72 Mio. Pfund (rund 90 Mio. Euro) geholt.

Bei Real nicht mehr gesetzt

Di Maria spielte seit 2010 für Real Madrid. Der Argentinier war damals für rund 40 Mio. Euro von Benfica Lissabon in die spanische Hauptstadt gewechselt. Mit den Madrilenen gewann der 26-Jährige 2012 die spanische Meisterschaft und war heuer maßgeblich am Champions-League-Sieg und am Cuptitel für das „Weiße Ballett“ beteiligt. Bei der WM in Brasilien war Di Maria einer der auffälligsten Spieler bei Argentinien, verpasste jedoch nach einer Verletzung im Viertelfinale das Endspiel gegen Deutschland.

Nach der WM, wo Di Maria auf der Kandidatenliste zum Spieler des Turniers stand, hatte sich ein Abschied des Argentiniers von Real Madrid immer deutlicher abgezeichnet. Di Maria fühlte sich im Vergleich zu den anderen Superstars Cristiano Ronaldo oder Gareth Bale nicht genügend gewürdigt und verlangte mehr Gehalt. Nach den Verpflichtungen des Kolumbianers James Rodriguez und des Deutschen Toni Kroos hat Trainer Carlo Ancelotti nun auch weitere Alternativen. Zuletzt schlug Di Maria auch ein Angebot zur Vertragsverlängerung aus.

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