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Kein Spaziergang wie im Vorjahr

Die Champions League hat Red Bull Salzburg verpasst, dennoch stehen Österreichs Topclub Duelle mit anderen Meistern bevor. Bei der Auslosung der Europa League am Freitag in Monaco bekamen die „Bullen“ in der Gruppe D den schottischen Champion Celtic Glasgow und den kroatischen Meister Dinamo Zagreb sowie den rumänischen Vizemeister und aktuellen Cupsieger Astra Giurgiu zugelost.

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Salzburg hat damit zwei attraktive und mit Giurgiu einen wenig bekannten Gegner zugelost bekommen. Sportchef Ralf Rangnick freute sich über dieses Los. „Mit Celtic haben wir einen Klassegegner bekommen, gegen den es sicher ein volles Haus geben wird. Ich denke, dass auch gegen Dinamo Zagreb viele Fans mit dabei sein werden und eine gute Atmosphäre herrschen wird. Astra ist ein unbeschriebenes Blatt und heuer erstmals international im Einsatz“, erklärte Rangnick.

Kevin Kampl (RBS)

GEPA/Felix Roittner

Kevin Kampl freut sich gegen Celtic auf ein Duell mit einem „spannenden Gegner“

Ziel ist klar: „Wir wollen aufsteigen“

Die Chancen, so wie im Vorjahr (sechs Spiele, sechs Siege) die Gruppenphase zu überstehen, sind durchaus intakt, wenngleich diesmal eine ausgeglichene Gruppe zu erwarten ist. Auch Coach Adi Hütter sprach von „einer schwierigen Gruppe - schwerer als im Vorjahr. Insgesamt haben wir eine Gruppe mit zwei durchaus attraktiven Gegnern erhalten“. In Glasgow erwartet die Salzburger laut Hütter mit über 60.000 Fans im Celtic Park „eine beeindruckende Kulisse“.

„Dinamo Zagreb mit ihren fanatischen Fans sind sicher auch ein attraktiver Gegner. Und bei Astra Giurgiu kann man davon ausgehen, dass das ein guter Gegner ist, wenn man Lyon schlägt. Das ist kein leichtes Unterfangen. Unser Ziel ist aber klar: Wir wollen aufsteigen und auch im neuen Jahr international spielen“, sagte Trainer Hütter, der sich besonders auf Celtic freut. Mit dem Heimspiel gegen die Schotten erfolgt am 18. September auch der Startschuss in die Gruppenphase.

Celtic noch nicht wirklich in Form

Die Bilanz der ÖFB-Clubs bei Europacup-Spielen in Glasgow (27. November) ist aber ernüchternd. In zwölf Spielen setzte es elf Pleiten, lediglich Rapid holte im Oktober 2009 ein Unentschieden. „Celtic ist ein großer Name im europäischen Fußball und sicherlich der spannendste Gegner“, meinte Kevin Kampl über den 45-fachen schottischen Meister, der aktuell durch den Zwangsabstieg des Erzrivalen Glasgow Rangers aber in der nationalen Meisterschaft ohne Konkurrenz ist. Celtic holte sich in der vergangenen Saison mit nur einer Niederlage und 25 Punkten Vorsprung auf den FC Aberdeen den Titel.

Celtic-Coach Ronny Deila

Reuters/Russell Cheyne

Die Leistungen seiner Elf bereiten Celtic-Coach Ronny Deila noch Sorgenfalten

In der aktuellen Meisterschaft hat der Meistercup-Sieger von 1966/67 aber in drei Spielen bereits eine Niederlage kassiert. Auch international lief es für die Mannschaft des norwegischen Trainers Ronny Deila noch nicht nach Wunsch. Im CL-Play-off schieden die Schotten gegen NK Maribor mit 1:1 und 0:1 aus, die dritte Runde überstand man nur am grünen Tisch. Celtic war Legia Warschau sportlich mit 1:4 und 0:2 klar unterlegen, die Polen hatten aber im Finish des Rückspiels einen nicht einsatzberechtigten Spieler eingewechselt.

Zagreb wird „kein einfacher Gegner“

Dinamo Zagreb hat die kroatische Liga ebenfalls souverän für sich entschieden und liegt auch derzeit an der Tabellenspitze. Trainer Zoran Mamic kann dabei auf Legionäre aus Portugal, Brasilien, Dänemark und Argentinien bauen. „Ich denke, dass auch in Zagreb eine tolle Atmosphäre herrschen wird und der Gegner kein einfacher ist“, erklärte Kampl. Salzburg machte aber schon einmal gute Erfahrung mit Dinamo Zagreb: In der dritten CL-Qualirunde 2009 setzte man sich mit 1:1 (h) und 2:1 (a) durch.

Für Zagreb, das im Vorjahr im CL-Play-off an der Austria gescheitert war, war bereits in der dritten CL-Qualirunde gegen den dänischen Club Aalborg Endstation. Im EL-Play-off wurde dann Petrolul Ploiesti (ROU) mit einem 3:1-Auswärts- und 2:1-Heimsieg souverän ausgeschaltet. „Wir wissen, dass Celtic und Salzburg immer gut sind. Wenn wir etwas erreichen wollen, dann müssen wir besser als in den letzten Partien spielen“, erklärte Trainer Mamic.

Warnung vor Außenseiter Astra

Astra Giurgiu ist indes die große Unbekannte. „Das dritte Team sagt mir noch nichts. Aber wir werden uns auf alle Teams genau vorbereiten und alles dafür geben, dass wir über die Gruppenphase hinaus mit dabei sind“, versprach Kampl. Die Rumänen ließen im Play-off vor allem mit einem Erfolg über Olympique Lyon aufhorchen. Astra verlor zwar das Rückspiel vor eigenem Publikum mit 0:1, dank dem 2:1-Erfolg in Frankreich wurde aber der Aufstieg aufgrund der Auswärtstorregel geschafft. „Wir haben gesehen, was Astra mit Lyon angestellt hat“, warnte Zagreb-Coach Mamic schon einmal vorab.

In der dritten Qualirunde hatte Astra beide Spiele gegen den tschechischen Club Slovan Liberec gewonnen. Der 1934 gegründete Club spielt erst seit 2009 durchgehend in der ersten Liga und hat, angetrieben vom ambitionierten Präsidenten Ioan Niculae, heuer mit der Vizemeisterschaft, dem Cupsieg und dem Erfolg im Supercup seine größten Erfolge gefeiert. „Ich denke, das ist eine gute Gruppe für uns, in der wir Punkte einfahren können“, gab sich Kapitän Constantin Budescu optimistisch.

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