„Entscheidung war leicht“
Während Marlies Schild ihre Karriere beendet, hat sich ihr Lebensgefährte Benjamin Raich vor einer Woche für eine Fortsetzung seiner Karriere entschieden. „Die Entscheidung“, sagte er, „war leicht“. Ausschlaggebend dafür, dass der 36-jährige Routinier seine alpine Skikarriere um zumindest eine Saison verlängert, waren „Motivation, Lust und Spaß, die nach wie vor da sind“.
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Der Tiroler will sich für die WM in Vail/Beaver Creek qualifizieren, es wären seine neunten Welttitelkämpfe. „Wenn ich da dabei sein könnte, wäre das eine runde Sache.“ Freilich habe er sich vergangene Saison „das eine oder andere Mal nicht so gut gefühlt“, aber als die Rückenprobleme sich gebessert hätten, sei es wieder gut gelaufen.
„Werde noch einmal Gas geben“
„Ich fühle mich gut, ich werde noch einmal Gas geben. Man muss in sich reinfühlen, das Gefühl sagt sehr viel aus, und mein Gefühl ist ein gutes. Ich denke, ich kann nach wie vor erfolgreich sein, auch körperlich passt es“, berichtete der zweifache Olympiasieger, dreifache Weltmeister und Gewinner von 36 Weltcup-Rennen (bisher letztes im Februar 2012, Super-G Crans Montana).
Er hat nach Saisonende 2013/2014 eine längere Pause gemacht und zuletzt im konditionellen Bereich „hart trainiert“. Die Konzentration im kommenden Winter wird wieder auf Slalom und Riesentorlauf liegen. „Das macht für mich am meisten Sinn, dass ich mich auf meine Basisdisziplinen konzentriere, dann habe ich auch mehr Zeit, mich darauf vorzubereiten.“
WM in Vail als großes Ziel
Vorgenommen hat er sich „sehr viel“. „Man kann sich vorstellen, dass die Weltmeisterschaft in Vail mein großes Ziel ist. Da habe ich auch 1999 meine erste WM bestritten.“ Noch nicht abgeschrieben wird Raich auch von Stefan Eberharter, der meinte: „Jemand, der alles gewonnen hat, ich glaube, dem muss man alles zutrauen. Ganz egal, wie alt er mittlerweile ist, oder wie jung er geblieben ist. Wenn Benni gesund ist, muss man ihn immer auf der Rechnung haben.“ Auch ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel glaubt an den Alt-Star: „Wenn Benni sich entscheidet weiterzumachen, dann weiß er warum, dann ist er gut ‚beinander‘. Ich traue ihm alles zu.“
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