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Reaktionen zum Schild-Rücktritt

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Hans Pum (ÖSV-Sportdirektor): „Es hat in den letzten Jahren im ÖSV viele sensationelle Sportler gegeben, und dann gibt es ein paar, die herausragen. Die, die durch ihre Leistungen neue Dimensionen setzen und gesetzt haben. Und eine davon ist Marlies Schild. Sie ist im wahrsten Sinn außergewöhnlich. Außergewöhnlich, wie sie für den Sport gelebt hat. Sie war in jeder Hinsicht ein Vorbild für die Jungen. Durch ihre Fahrweise war sie der Konkurrenz immer einen Schritt voraus und hat auch über Jahre hinweg dominiert. Außergewöhnlich auch, wie sie mit den Tiefschlägen umgegangen ist. Und außergewöhnlich sind mit Sicherheit ihre Erfolge.“

Peter Schröcksnadel (ÖSV-Präsident): „Sie ist die größte Slalom-Athletin im Skisport. Sie hat mehr Siege als Vreni Schneider, das ist sicherlich einmalig. Sie hat daran auch lange geknabbert und auch viel Substanz verloren. Marlies hat für Österreich viele Siege gefeiert und viele Medaillen geholt. Viel mehr geht nicht. Schade, dass sie aufhört, aber irgendwann ist der Zeitpunkt da. Sie ist sicher ein Mensch, der auch seine Zukunft gut gestalten und im Berufsleben erfolgreich sein wird.“

Benjamin Raich (Skifahrer und Lebensgefährte): „Ich habe sie nur unterstützen können in ihrer Entscheidung. Wenn man nach einer langen Karriere, wo man viel erreicht hat und emotional verbunden ist, sagen muss, es ist vorbei, ist es nicht leicht. Ich habe auch die eine oder andere Träne verdrücken müssen. Ich bin stolz auf ihre Karriere und auch den Abtritt, wie sie das gemacht hat. Ich habe immer gesagt, du musst das selbst entscheiden, musst das spüren.“

Josef Schild (Vater): „Wir stehen voll hinter der Entscheidung. Und wir freuen uns, dass sie es gemacht hat, dass Marlies und Benni eine schöne Zukunft vor sich haben. Die Kinder sind Teil unseres Lebens, wir gehen alle gerne Skifahren. Im Mittelpunkt stand und steht aber nie der Rennlauf. Das Wichtigste ist das freie Bewegen in der Natur. Wir warten schon lange, dass wir uns auf eine Großelternrolle vorbereiten können.“

Renate Götschl (ehemalige Teamkollegin, Weltcup-Gesamtsiegerin, zweifache Mutter): „Schade. Marlies war eine großartige Skifahrerin und ein Ausnahmetalent. Hätte sie sich nicht schon in jungen Jahren so oft schwer verletzt, hätte sie auch das Zeug für einen Weltcup-Gesamtsieg gehabt. Vielleicht wären die Dinge dann aber im Slalom nicht in dem Ausmaß passiert. Da ist sie die Weltbeste gewesen. Marlies ist ein sehr charakterstarker, konsequenter, aber fairer Mensch, deshalb haben wir uns auch immer gut verstanden. Bei einem Rücktritt wird man immer ein bisschen wehmütig, sie hat uns ja über Jahre tolle Emotionen geschenkt. Jetzt fällt eine Last ab, das wird sie erst in einigen Wochen richtig genießen. Auf eine Familie kann sie sich freuen, das hat sie sich auch verdient.“

Annemarie Moser-Pröll (Rekordsiegerin Skiweltcup): „Ich finde es ganz, ganz groß von der Marlies, dass sie diesen Schritt gesetzt hat. Ich glaube, es ist der vollkommen richtige Moment. Ich kann mich an mein Karriereende noch genau erinnern. Ich habe mich damals gefreut, gefreut auf ein anderes Leben, weil die Zeit ja auch so schnell vergeht. Die Belastung vom Training ist wie ein Stein von mir abgefallen, man ist ja doch in einem maschinenartigen Rhythmus drin.“

Gerald Klug (Sportminister): „Marlies Schild war eine großartige Sportlerin, die es auch nach Rückschlägen mit unglaublichem Einsatz und Disziplin immer wieder zurück an die Spitze schaffte. Mit ihrer Vorzeigekarriere und ihrer Persönlichkeit gilt sie als Vorbild für unzählige junge Sportlerinnen und Sportler in unserem Land. Sie hat für Österreich und den Skisport im Speziellen Unglaubliches geleistet. Für die Zukunft und ihren neuen Lebensabschnitt wünsche ich ihr von Herzen alles Gute.“

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