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Dinamo mit Selbstbewusstsein

Mit Dinamo Zagreb gastiert am Donnerstag (21.05 Uhr live ORF eins und im Livestream) der kroatische Serienmeister bei Red Bull Salzburg. Im dritten Gruppenspiel der Europa League wollen die „Blauen“, die in der nationalen Meisterschaft bisher lediglich zwei Remis hinnehmen mussten, mit dem zweiten Sieg in Pool D das 0:1 bei Celtic Glasgow drei Wochen zuvor vergessen machen.

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„Wir fahren nach Salzburg, um dort zu gewinnen“, sagte ein selbstbewusster Dinamo-Trainer Zoran Mamic. Mamic selbst hat als Dinamo-Trainer noch keine schlechten Erfahrungen mit österreichischen Clubs gemacht. Sowohl im Vorjahr beim Aus gegen Austria Wien im Play-off zur Champions League als auch 2009 bei Zagrebs Aus gegen Salzburg in der dritten Runde der CL-Qualifikation fungierte er noch als Sportdirektor. Heuer musste er ebenfalls in der dritten CL-Quali-Runde aber das bittere Aus gegen Außenseiter Aalborg hinnehmen.

„Salzburg hält die Form besser“

Für den ehemaligen österreichischen und kroatischen Teamchef Otto Baric, der Salzburg 1994 bis ins UEFA-Cupfinale gegen Inter Mailand (0:1) und damit zum bisher größten Erfolg führte, ist aber eines klar. „Vor eineinhalb Monaten hätte Dinamo Salzburg geschlagen, aber jetzt sind die Chancen 50:50“, schätzte „Otto Maximale“ gegenüber der Onlineausgabe der „Vecernji list“ die Aussichten ein. „Von der Klasse der Spieler her ist Zagreb besser, aber Salzburg hält die Form besser“, erklärte der 81-Jährige.

Marcelo Brozovic (Zagreb) und Stefan Johansen (Celtic)

APA/EPA/Brian Stewart

Marcelo Brozovic (l.) soll auf dem Sprung in die Premier League sein

Tatsächlich verfügt Zagreb, das Astra Giurgiu aus Rumänien im ersten Gruppenspiel mit 5:1 nach Hause geschickt hat, über viel Qualität. So wird der kroatische Teamspieler und Mittelfeldmann Marcelo Brozovic derzeit mit einem Wechsel zu Arsenal in die Premier League in Verbindung gebracht. Zudem steht mit dem Algerier El Arbi Hillel Soudani ein dribbelstarker rechter Außenspieler im Kader, der auch bei der WM sein Können unter Beweis stellte. Auf der linken Seite wirbeln mit Wilson Eduardo und Junior Fernandes zwei weitere Legionäre.

Aufpassen auf Henriquez

Ein anderer Offensivspieler, der zuletzt verstärkt in den Fokus rückte, ist der 20-jährige chilenische Dinamo-Neuzugang Angelo Henriquez. Insgesamt hält der Leihspieler von Manchester United, der zuletzt an Wigan und Real Saragossa verliehen war, bei acht Treffern in elf Partien und präsentierte sich auch zuletzt in ausgezeichneter Form. Beim 3:0 gegen Lokomotiva Zagreb gelang ihm vor zwei Wochen sogar ein Hattrick. Zumeist agierte Henriquez als „Joker“, laut kroatischen Medien könnte er am Donnerstag aber von Beginn an für ein chilenisch-spanisches Stürmerduell mit Salzburgs Jonatan Soriano sorgen.

Henriquez’ Einsatz gilt auch aufgrund eines schmerzlichen Ausfalls als wahrscheinlich. Dinamo Zagreb muss auf Topstürmer Duje Cop verzichten. Der 24-Jährige laboriert an einer Adduktorenverletzung und reiste daher am Mittwoch nicht mit dem Team nach Salzburg. Das bestätigte Trainer Mamic gegenüber kroatischen Medien. Cop hält in der kroatischen Liga bei zehn Einsätzen bereits bei acht Treffern. Auch in der Europa-League-Qualifikation hat der kroatische Teamstürmer dreimal getroffen.

Anspannung vor „High profile“-Partie

Insgesamt werden rund 15.000 Zuschauer in Wals-Siezenheim erwartet, Dinamo soll von rund 1.000 Fans unterstützt werden, wie der Club auf seiner Homepage vermeldete. Die Zahl ist deswegen bekannt, weil kroatische Fans, ganz egal, ob in Kroatien oder Österreich wohnhaft, Karten personalisiert nur über den Verein erwerben konnten. Eine Sicherheitsmaßnahme in Abstimmung mit beiden Clubs sowie der UEFA, die die Partie als „High profile“-Spiel eingestuft hat. Auch Salzburg-Fans mussten sich diesmal beim Kartenkauf ausweisen. Immer wieder hat es in der Vergangenheit Probleme mit Dinamo-Fans gegeben. Erst im vergangenen Herbst hatten Anhänger anlässlich des EL-Duells mit Rasgrad in Sofia randaliert.

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