Deutschland feiert klaren Heimsieg
Mit einem enttäuschenden achten Platz sind Österreichs Skispringer am Samstag in die Saison gestartet. Im Team-Bewerb des Weltcup-Auftakts in Klingenthal hatten es Stefan Kraft, Andreas Kofler, Michael Hayböck und Gregor Schlierenzauer nur ganz knapp in das Finale der Top Acht geschafft, dort gelang keine Verbesserung mehr.
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Während es für den ÖSV das bislang schwächste Ergebnis in einem Teambewerb gab, durfte sich Olympiasieger und Gastgeber Deutschland über einen klaren Erfolg freuen. Das Team von Trainer Werner Schuster setzte sich deutlich vor Japan und Norwegen durch.
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Klare Worte von ÖSV-Cheftrainer Kuttin nach dem ersten Bewerb
Kraft sorgte für einen guten Beginn und durfte auch mit seinem zweiten Sprung zufrieden sein (134/131 m), seine Kollegen vermochten hingegen nicht ihre besten Leistungen abzurufen. „Wir sind gestern mit den ersten Schneesprüngen gut reingestartet und wollten im Wettkampf einen Step draufsetzen. Vielleicht wollten sie es zu sehr erzwingen“, sagte Cheftrainer Heinz Kuttin. „Der Schuss ist nach hinten losgegangen.“
„Einiges muss aus den Köpfen raus“
Trotz des bisher schwächsten Abschneidens in 71 Weltcup-Teambewerben (27 ÖSV-Siege) und der Enttäuschung im gesamten Team war Kuttin von einer Wende zum Besseren überzeugt. „Wir haben sehr gut trainiert, wir wissen, wo wir stehen. Jetzt müssen wir analysieren und es besser machen. Einiges muss aus den Köpfen raus“, erklärte der Kärntner.
Startspringer Kraft erklärte, er habe gut hineingefunden und ein gutes Gefühl auf der Schanze entwickelt. Vom schwachen Abschneiden war er völlig überrascht. „Das hätte sich keiner gedacht. Ich hab’ mich überhaupt nicht ausgekannt“, sagte der Salzburger.

GEPA/Thomas Bachun
Für Schlierenzauer & Co. verlief der Auftakt nicht nach Wunsch
„Nicht Fisch und nicht Fleisch“
Schlierenzauer, der als einziges Mitglied das Weltmeisterteams von 2013 am Samstag dabei war, war mit 125 und 129,5 m weit von den Besten entfernt - der Norweger Anders Fannemel kam auf 144 m, der Schweizer Simon Ammann auf 143,5 und der Tscheche Roman Koudelka auf 143. „Das war nicht Fisch und nicht Fleisch“, sagte der zweifache Weltcup-Gesamtsieger. „Ich bin technisch und mit dem Material noch nicht dort, wo ich hin will. Und wenn keiner sein Potenzial abruft, ist das bei diesem hohen Niveau fatal.“
Hayböck (124/127 m) war am Vortag in der Qualifikation souverän gesprungen, im Bewerb ließ er die Lockerheit vermissen. „Ich bin nicht ins Springen gekommen“, sagte der Oberösterreicher. „Aber ich mache mir deshalb keine großen Gedanken.“ Kofler (122,5/128,5) war froh, dass er das Vertrauen des Trainers bekommen hatte. „Ich konnte mich im zweiten Durchgang steigern, bin aber nicht dort, wo ich hin möchte. Es gibt noch Absprungprobleme“, sagte der Tiroler.
Stoch nur Zuschauer
Noch schlechter als den Österreichern erging es den Polen, die als Neunte den zweiten Durchgang 0,1 Punkte hinter dem ÖSV-Team verpassten. Weltcup-Titelverteidiger Kamil Stoch war nicht am Start, er hatte sich am Freitag im Training auf der Schanze in Klingenthal eine Knöchelblessur zugezogen.
Team-Bewerb in Klingenthal
| 1. |
Deutschland |
1.098,0 |
|
Markus Eisenbichler |
131,0 / 142,0 |
|
Richard Freitag |
132,0 / 136,5 |
|
Andreas Wellinger |
133,5 / 139,5 |
|
Severin Freund |
130,5 / 135,0 |
| 2. |
Japan |
1.068,9 |
|
Reruhi Shimizu |
137,0 / 130,0 |
|
Daiki Ito |
133,5 / 135,0 |
|
Noriaki Kasai |
136,5 / 136,0 |
|
Taku Takeuchi |
135,0 / 134,5 |
| 3 |
Norwegen |
1.061,2 |
|
Rune Velta |
130,5 / 129,5 |
|
Anders Jacobsen |
129,0 / 127,0 |
|
Anders Fannemel |
136,0 / 144,0 |
|
Anders Bardal |
133,5 / 137,0 |
| 4. |
Finnland |
1.018,3 |
|
Jarkko Määttä |
131,5 / 134,0 |
|
Sami Niemi |
131,5 / 121,0 |
|
Anssi Koivuaranta |
128,0 / 132,0 |
|
Lauri Asikainen |
141,0 / 141,5 |
| 5. |
Slowenien |
1.015,6 |
|
Jurij Tepes |
129,0 / 127,0 |
|
Robert Kranjec |
126,5 / 128,5 |
|
Jernej Damjan |
128,0 / 134,0 |
|
Peter Prevc |
129,0 / 139,0 |
| 6. |
Tschechien |
1.012,5 |
|
Jakub Janda |
133,5 / 127,5 |
|
Antonin Hajek |
126,5 / 123,5 |
|
Jan Matura |
131,5 / 128,0 |
|
Roman Koudelka |
141,5 / 143,0 |
| 7. |
Schweiz |
973,4 |
|
Kilian Peier |
127,0 / 126,0 |
|
Luca Egloff |
125,0 / 118,0 |
|
Gregor Deschwanden |
127,0 / 132,5 |
|
Simon Ammann |
143,5 / 136,0 |
| 8. |
Österreich |
968,0 |
|
Stefan Kraft |
134,0 / 131,0 |
|
Andreas Kofler |
122,5 / 128,5 |
|
Michael Hayböck |
124,0 / 127,0 |
|
Gregor Schlierenzauer |
125,0 / 129,5 |
| Nicht im Finale dabei: |
| 9. |
Polen |
477,2 |
|
Piotr Zyla |
135,0 |
|
Stefan Hula |
126,5 |
|
Dawid Kubacki |
121,0 |
|
Jan Ziobro |
121,5 |
| 10. |
Russland |
457,3 |
|
Ilmir Hazetdinow |
121,0 |
|
Denis Kornilow |
126,0 |
|
Wladislaw Bojarintsew |
130,5 |
|
Michail Maksimoschkin |
125,5 |
| 11. |
Italien |
429,1 |
|
Federico Cecon |
113,5 |
|
Daniele Varesco |
125,5 |
|
Sebastian Colloredo |
124,0 |
|
Davide Bresadola |
124,0 |
| 12. |
USA |
398,0 |
|
Anders Johnson |
111,5 |
|
William Rhoads |
109,5 |
|
Nicholas Alexander |
124,5 |
|
Nicholas Fairall |
121,5 |
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