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Hayböck als bester ÖSV-Adler Fünfter

Der zweite Einzel-Bewerb in Ruka hat am Samstag zwei Sieger gebracht. Der Schweizer Simon Ammann und der Japaner Noriaki Kasai setzten sich ex aequo mit 272,2 Punkten durch. Ammann, der bereits am Freitag gewonnen hatte, katapultierte sich mit einem Sprung auf 144 m von Rang sechs noch zum Sieg. Der 42-jährige Kasai lag zur Halbzeit in Führung, kam in der Entscheidung aber nur auf 131,5 m.

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Während sich Kasai über seinen 17. und Ammann über seinen 23. Weltcup-Sieg freuten, blieben die österreichischen Skispringer auf der zweiten Weltcup-Station ohne Podestplatz. Bester ÖSV-Adler wurde Michael Hayböck. Der 23-jährige Oberösterreicher lag nach dem ersten Durchgang nur zwei Punkte hinter Kasai an der zweiten Stelle. Nach einem Sprung auf 132 m rutschte Hayböck auf Rang fünf zurück. Auf den drittplatzierten Deutschen Severin Freund fehlten fast fünf Punkte.

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Simon Ammann war im zweiten Durchgang eine Klasse für sich

Leichter Aufwärtstrend bei Schlierenzauer

Die restlichen Österreicher kamen nicht in die Top Ten. Nach Rang 24 am Freitag verzeichnete Gregor Schlierenzauer aber einen Aufwärtstrend. Der Tiroler verbesserte sich in der Entscheidung um einen Rang und belegte am Ende Platz zwölf vor Stefan Kraft. Kraft ist als Sechster momentan bester ÖSV-Mann in der von Ammann angeführten Gesamtwertung. Andres Kofler wurde 15., Wolfgang Loitzl kam auf Rang 28. Thomas Diethart verpasste wie schon am Vortag die Qualifikation für den zweiten Durchgang.

Überschattet wurde der bei grenzwertigen Windbedingungen durchgeführte Wettbewerb durch den schweren Sturz von Andreas Wellinger, den kurz nach dem Absprung eine Windböe erfasste. Der 19-Jährige stürzte mit dem Rücken auf den Hang und schlitterte in die Auslaufzone. Der Deutsche war bei Bewusstsein, wurde aber zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht. Zu Beginn des zweiten Durchgangs kam auch der Slowene Anze Lanisek zu Sturz und musste ebenfalls abtransportiert werden.

„Sehr cooler Tag“ für Hayböck

Hayböck war mit seinen beiden fünften Plätzen in Ruka hoch zufrieden. „Das war wieder ein sehr, sehr cooler Tag für mich. Der erste Sprung war wirklich genial, da hat alles zusammengepasst. Der zweite war grundsolide. Ich freue mich über den fünften Platz, das ist ein super Auftakt für mich gewesen“, meinte Hayböck.

Er fiebere schon den nächsten Bewerben in Lillehammer und jedem Sprung, der jetzt kommt, entgegen. Die beiden schweren Stürze hätten ihn wegen seines eigenen, sicheren Sprungstils nicht aus dem Konzept gebracht. „Mir ist gelungen, das auszublenden.“

ÖSV-Cheftrainer Heinz Kuttin bilanzierte trotz der verpassten Podestplätze positiv. „Es war ganz knapp, dass wir das Podium nicht geschafft haben. Aber es freut mich, wenn ich sehe, wie gut die Mannschaft arbeitet und wie kompakt wir jetzt immer näher der Spitze kommen“, meinte Kuttin und blickte ebenfalls mit guten Gefühlen Richtung Lillehammer voraus. „Die Zeit wird bald reif sein, dass wir am Stockerl ganz oben stehen können.“

Weltcup-Springen in Ruka

Endstand:
1. Simon Ammann SUI 135,5/144,0 272,2
. Noriaki Kasai JPN 145,0/131,5 272,2
3. Severin Freund GER 135,0/137,5 268,7
4. Peter Prevc SLO 139,5/135,0 266,5
5. Michael Hayböck AUT 143,5/132,0 263,8
6. Roman Koudelka CZE 135,5/133,0 258,4
. Anders Fannemel NOR 140,5/131,0 258,4
8. Anders Bardal NOR 138,5/130,0 255,7
9. Jernej Damjan SLO 136,0/127,0 247,0
10. Rune Velta NOR 133,5/131,0 245,7
11. Markus Eisenbichler GER 129,0/140,0 244,5
12. Gregor Schlierenzauer AUT 129,5/134,0 240,5
13. Stefan Kraft AUT 133,5/133,0 237,9
14. Robert Kranjec SLO 129,5/133,0 237,4
15. Andreas Kofler AUT 125,5/133,5 229,1
16. Marinus Kraus GER 128,5/129,0 227,0
17. Jarkko Määttä FIN 132,0/125,0 222,7
18. Daiki Ito JPN 124,5/128,0 220,2
19. Richard Freitag GER 123,5/131,5 220,1
20. Jan Matura CZE 120,5/130,0 212,8
21. Lauri Asikainen FIN 124,0/127,0 211,7
22. Ville Larinto FIN 124,0/123,0 206,8
23. Michael Neumayer GER 121,5/128,5 206,7
24. Piotr Zyla POL 122,5/122,0 202,4
25. Tomaz Naglic SLO 131,0/114,5 198,6
26. Andreas Wank GER 121,0/119,0 193,4
27. Anssi Koivuranta FIN 119,5/120,5 190,8
28. Wolfgang Loitzl AUT 121,5/119,5 187,8
29. Joachim Hauer NOR 126,0/109,5 173,6
30. Anze Lanisek SLO 120,5/118,5 144,3
Nicht für den zweiten Durchgang qualifiziert:
33. Thomas Diethart AUT 118,5 88,1

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