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Was die Streif zum Mythos machte

Das Abfahrtstrennen auf der Streif wurde nicht zufällig als Thema für „Streif - One Hell of a Ride“ ausgewählt. Die 3.312 Meter lange Abfahrt vom Hahnenkamm oberhalb des Tiroler Ortes Kitzbühel gilt als die schwierigste und gefährlichste der Welt. Alljährlich kommen bis zu 100.000 Zuschauer zu den Rennen, vor allem wegen der Abfahrt am Samstag.

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Seit 1931 gibt es die Hahnenkammrennen, 1973 wurde erstmals auf der Streif gefahren. Diese Abfahrtsstrecke zeichnet sich durch spektakuläre und gefährliche Schlüsselpassagen aus, so folgen dem steilen Starthang die noch steilere Mausefalle (85 Prozent Gefälle), die Kompression (10 G), der Steilhang, und eine lange Gleitpassage bis zur Seidlalm (dort wurde dem Vernehmen nach der Weltcup „erfunden“).

Erst dann kommt das spektakuläre Finale mit Hausbergkante, Traverse sowie Zielsprung und Schuss, in dem Geschwindigkeiten bis zu 140 km/h erreicht werden. Den Streckenrekord hält seit 1997 der Österreicher Fritz Strobl mit einer Zeit von 1:51,58 Minuten, Rekordsieger ist der Schweizer Didier Cuche, der auf der Streif insgesamt fünfmal gewonnen hat.

Wichtiger als ein Olympiasieg

Zum Mythos wurde die Streif auch deshalb, weil die Abfahrt in einer einzigartigen Naturarena - zweimal geht es sogar kurz und leicht bergauf - über die Bühne geht. Manche Kurven und Passagen der Piste haben sich über die Jahrzehnte den Fans so eingeprägt wie jene der Formel-1-Rennstrecke in Monaco, mit der die Streif auch immer wieder gerne verglichen wird. Die Streif wird außerhalb des Rennens auch als Touristenskipiste genutzt, die heikelsten Passagen sind als „extreme Skiroute“ gekennzeichnet.

Für viele Skirennfahrer ist ein Abfahrtssieg in Kitzbühel die Krönung der Karriere und wichtiger als ein Olympiasieg. Alle Sieger bekommen die begehrte „Gams“ als Trophäe, ihre Namen werden auf den Gondeln der Hahnenkammbahn verewigt. Das aktuelle Gesamtpreisgeld der Hahnenkammrennen beträgt umgerechnet 624.000 Euro.

Viele schwere Stürze auf der Streif

Schon 1969 waren Kitzbühel und die Streif Schauplatz eines Filmes. Im Hollywood-Film „Downhill Racer“ („Schussfahrt“) gab Gene Hackmann einen Trainer und Robert Redford einen todesmutigen Olympiasieger, mit dabei war damals auch die mittlerweile verstorbene Skilegende Toni Sailer aus Kitzbühel.

Wie gefährlich die Streif ist, zeigten zahlreiche Stürze mit oft fatalem Ausgang. Die schwersten Verletzungen zogen sich 1989 der Kanadier Brian Stemmle (Beckenzertrümmerung) sowie der Österreicher Andreas Schifferer (1996), der Amerikaner Scott McCartney (2008), der Schweizer Daniel Albrecht (2009) und der Österreicher Hans Grugger (2011/alle erlitten unter anderem ein Schädel-Hirn-Trauma) zu. In vielen Fällen bedeuteten Stürze und Verletzungen auf der Streif auch das Karriereende.

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