Nur Kreiner überzeugt in Carezza
Marion Kreiner hat am Dienstag den Parallel-Riesentorlauf der Snowboarder in Carezza (Italien) für sich entschieden. Die 33-jährige Steirerin setzte sich bei ihrem vierten Weltcup-Sieg im Finale gegen die Kanadierin Caroline Calve durch. Der Bewerb wurde im Single-Run-Format ausgetragen (pro Runde nur ein Rennen für jede). Bei den Herren siegte der Südtiroler Roland Fischnaller.
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Gleich in der ersten K.-o.-Runde hatte Kreiner eine Schrecksekunde zu überstehen, sie erreichte aber trotz eines Fehlers im Flachen gegen die Russin Jekaterina Iljuchina das Viertelfinale. Es folgten Siege gegen die Deutsche Selina Jörg, die Südtirolerin Nadya Ochner und schließlich Calve.

GEPA/Mathias Mandl
Kreiner feierte ihren vierten Weltcup-Sieg
„Das ist voll cool, das taugt mir irrsinnig, ich bin überglücklich“, sagte Kreiner nach dem Rennen zur APA. „Es war ein super Rennen heute, ich habe mich von Anfang an gut gefühlt. Das Brettl ist super gegangen, da hat der Servicemann auch ein bissl Schuld dran.“ Das merkte sie bereits im Achtelfinale, als sie einen Rückstand aufholen musste. „Unten habe ich gescheit Gas gegeben.“
Dujmovits scheitert in Quali
Kreiners Leistung überdeckte das schwache ÖSV-Abschneiden im einzigen Weltcup-Parallel-RTL vor der WM. Als Einziger hatte neben Kreiner Sebastian Kislinger das Achtelfinale überstanden. Er wurde letztlich Siebenter, was wohl auch ihm schon jetzt fix das WM-Ticket in dieser Disziplin eingebracht hat. Slalom-Olympiasiegerin Julia Dujmovits und der regierende Weltcup-Gesamtsieger Lukas Mathies waren bereits in der Qualifikation gescheitert.
Die Qualifikationszweite Sabine Schöffmann hatte im Achtelfinale um vier Hundertstelsekunden gegen die Russin Jekaterina Chatomtschenkowa das Nachsehen und wurde Neunte. Bitter war das Quali-Aus für Dujmovits: Die Burgenländerin war im ersten Lauf noch Zweitschnellste gewesen, womit die Form absolut stimmen sollte, beging im zweiten aber einen Torfehler. Auch Claudia Riegler, Bernadette Ernst und Ina Meschik hatten die Finalteilnahme verpasst.
ÖSV-Herren enttäuschen
Aus dem österreichischen Herren-Quintett im Achtelfinale schaffte nur Kislinger den Aufstieg, mit einem Sieg über Landsmann Benjamin Karl. Danach scheiterte er allerdings am Kanadier Jasey Jay Anderson und wurde Siebenter.
Über die erste erste K.-o.-Runde nicht hinaus kamen neben dem Slalom-Olympiadritten Karl auch Carezza-Vorjahressieger Anton Unterkofler, Alexander Payer und Andreas Prommegger. Für Gesamtweltcup-Titelverteidiger Lukas Mathies war überraschend bereits in der Ausscheidung Endstation gewesen, ebenso wie für Andreas Lausegger, Johann Stefaner und Lukas Schneeberger.
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