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Kärntnerin reüssiert in Vorarlberg

Sabine Schöffmann hat den Parallelslalom der Snowboarder im Montafon gewonnen. Die 22-jährige Kärntnerin setzte sich am Donnerstag im Finale gegen die Deutsche Amelie Kober durch. Es ist der erste Sieg für Schöffmann im Weltcup, ihr bisher bestes Ergebnis war 2013 ein siebenter Platz. Bei den Herren verpasste Benjamin Karl das Podest knapp.

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Schöffmann war als Zehnte der Qualifikation in die K.-o.-Runde gekommen und schaltete dort die Italienerin Corinna Boccacini, ihre Landsfrau Marion Kreiner, die Russin Alena Sawarsina und im Finale Kober aus. Olympiasiegerin Julia Dujmovits scheiterte wie Kreiner und Ina Meschik im Viertelfinale, das Trio belegte die Ränge fünf bis sieben.

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Die Siegesfahrt von Sabine Schöffmann im Montafon-Parallelslalom

„Ich habe versucht, mich so lange wie möglich vor dem Rennen abzulenken, das hat anscheinend gut geklappt“, jubelte Schöffmann, die die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Sotschi knapp verpasst hatte. „Ich bin froh, dass ich es geschafft habe und gezeigt habe, dass es damals die falsche Entscheidung war“, so Schöffmann nach ihrem Siegeslauf.

Trainer Krug: „Sie war schon immer super drauf“

Dass der Traum vom Weltcup-Sieg in Erfüllung ging, führt sie auch auf intensivere Trainings zurück. „Ich habe mich mental vorbereitet und versucht, in jedem Trainingslauf ein Rennen zu simulieren. Das hat gut geklappt.“ In Zukunft erhofft sich die 22-Jährige weitere Erfolgserlebnisse: „WM, Großevent - schauen wir, was noch geht.“

Jubel von ÖSV-Snowboarderin Sabine Schöffmann

APA/AP/Kerstin Joensson

„Ich bin froh, dass ich es geschafft habe“, bejubelte Schöffmann ihren ersten Sieg

ÖSV-Snowboard-Cheftrainer Bernd Krug sieht den ausschlaggebenden Punkt bei Schöffmanns Sieg im neuen Material: „Das war das i-Pünktchen bei ihr. Sie war von der Technik und vom Kopf her schon immer super sauber drauf.“

Dujmovits touchiert Startgate

Dujmovits war am Dienstag in Carezza mit einem Torfehler in der Qualifikation gescheitert, im Montafon markierte sie Bestzeit. „Ich stehe gut am Bord, ich bin zufrieden. Ich habe überlegen die Quali gewonnen. Leider bin ich im Viertelfinale gegen das Startgate gestartet, da war ich gleich hinten“, meinte die Burgenländerin.

Enttäuscht über den Rennausgang war die Qualizweite Kreiner: „Ich muss damit leben. Die Quali ist ganz gut gelaufen, es wäre sicher noch ein bisschen mehr drinnen gewesen. Ich habe es selbst verbockt.“ Das Trikot der Weltcup-Führenden behielt die Steirerin.

Karl-Motto: „Lass die Sau raus“

Bei den Herren kam der sich in Topform befindende Südtiroler Roland Fischnaller mit den Pistenverhältnissen am besten zurecht. Beim Start in 1.900 Metern Höhe hatte es plus vier Grad, zudem regnete es während der ganzen Veranstaltung. Karl kam mit den Bedingungen ebenfalls gut zurecht, verpasste das Podest aber um 0,68 Sekunden: Der 29-Jährige hatte im kleinen Finale gegen den Italiener Mirko Felicetti das Nachsehen. Für Karl, Parallel-RTL-Weltmeister von 2013, wäre es der 27. Podestplatz seiner Karriere gewesen.

„Das Motto heute war: Lass die Sau raus“, sagte Karl nach seinem vierten Rang: „Leider hat es nicht für ganz oben gereicht, aber ich bin zufrieden, dass ich beim Heimrennen bis zum Schluss fahren durfte. Echt geil. Es ist ein Zeichen, dass es aufwärts geht. Ich hoffe, ich kann daran in Bad Gastein anknüpfen“, sagte der Olympiadritte von Sotschi.

Snowboard-Weltcup im Montafon

Parallelslalom der Damen

1. Sabine Schöffmann AUT
2. Amelie Kober GER
3. Alena Sawarsina RUS
4. Hilde-Katrine Engeli NOR
im Viertelfinale out:
5. Julia Dujmovits AUT
6. Marion Kreiner AUT
7. Ina Meschik AUT
im Achtelfinale out:
13. Claudia Riegler AUT
in der Qualifikation gescheitert:
31. Bernadette Ernst AUT

Parallelslalom der Herren

1. Roland Fischnaller ITA
2. Zan Kosir SLO
3. Mirko Felicetti ITA
4. Benjamin Karl AUT
im Viertelfinale out:
6. Lukas Mathies AUT
8. Andreas Prommegger AUT
im Achtelfinale out:
10. Anton Unterkofler AUT
11. Sebastian Kislinger AUT
in der Qualifikation gescheitert:
29. Johann Stefaner AUT
31. Lukas Schneeberger AUT
32. Aron Juritz AUT
41. Andreas Lausegger AUT
47. Alexander Payer AUT

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