„Bullen“ verlieren nächste Stütze
Andre Ramalho verlässt Österreichs Meister Red Bull Salzburg im Sommer und wechselt ablösefrei zu Bayer Leverkusen. Das gab der deutsche Bundesligist am Dienstag bekannt. Der brasilianische Innenverteidiger, dessen Vertrag bei den „Bullen“ mit Saisonende ausläuft, wird damit in wenigen Monaten wieder von Trainer Roger Schmidt betreut. Der 22-Jährige erhielt in Leverkusen einen Vertrag bis 2019.
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„Ramalho ist ein talentierter und junger Defensiv-Allrounder, der mit unserem Trainer bereits zwei erfolgreiche Jahre bei RB Salzburg zusammengearbeitet hat“, wird Sportdirektor Rudi Völler auf der Clubwebsite zitiert. „Er gewann mit Roger Schmidt die österreichische Meisterschaft und hat durch sehr gute Leistungen vor allem in der UEFA Europa League auf sich aufmerksam gemacht. Er wird uns ab der neuen Saison bei unseren vielen Pflichtspielen mit seiner Vielseitigkeit sehr helfen können“, wurde Völler auf der Clubwebsite zitiert.

ORF.at/Christian Öser
Nach Kampl wird im Sommer auch Ramalho seine Koffer in Salzburg packen
Die Salzburger verlieren damit demnächst einen weiteren Leistungsträger. Mittelfeldspieler Kevin Kampl hatte sich bereits kurz vor Weihnachten in Richtung Dortmund verabschiedet. Der Abschied des Slowenen hatte sich wie bei Ramalho bereits zuvor wochenlang angedeutet. Kampl hatte seinen Vertrag bei den „Bullen“ zwar erst im Juli dieses Jahres bis 2019 verlängert, dabei allerdings eine Ausstiegsklausel einbauen lassen, die schlagend wurde. Red-Bull-Sportdirektor Ralf Rangnick sagte bereits Anfang November, er rechne mit einem Wechsel des Mittelfeldspielers spätestens im Sommer.
Salzburg nur ein „Ausbildungsverein“
Nach Saisonende drohen den „Bullen“ allerdings noch weitere Abgänge. In einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin „profil“ sagte Rangnick im November nämlich, er sehe die Rolle Salzburgs im Red-Bull-Fußballbereich als jene eines Ausbildungsvereins. In diesem Zusammenhang schloss er den Wechsel prominenter Kicker zu RB Leipzig nicht aus. „Einige Spieler, die jetzt noch in Salzburg spielen, werden im nächsten Sommer nicht mehr dort sein, sollten sie sich als klare Verstärkung für Leipzig erweisen.“

GEPA/Felix Roittner
Für Rangnick hat RB Leipzig Vorrang gegenüber Red Bull Salzburg
„Wir wären blöd, wenn wir den Salzburger Spielern keine Perspektive in Deutschland anbieten würden“, sagte Rangnick. „Wie soll ich einem Kevin Kampl erklären, dass er noch zwei Saisonen in Österreich anhängen soll? Das ginge wohl nur mit bedeutenden monetären Argumenten. Und das ist genau das, was wir nicht wollen.“ Trotz des Verlusts von zumindest zwei Schlüsselspielern blieben die Ziele aus Salzburger Sicht aber unverändert, betonte Rangnick in Leipzig. „Wir wollen so erfolgreich wie möglich sein, Meister werden und in die Champions League kommen.“
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