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Japanisches Talent will sich beweisen

Red Bull Salzburg hat neuerlich auf dem asiatischen Spielermarkt zugeschlagen. Die „Bullen“ gaben am Mittwoch offiziell die Verpflichtung des 19-jährigen Japaners Takumi Minamino bekannt. Der Offensivmann kommt von Cerezo Osaka und erhielt einen Vertrag bis 2018 mit Option auf ein weiteres Jahr.

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Minamino, Japans „Rookie des Jahres 2013“ absolvierte bereits über 80 Pflichtspiele für Cerezo und erzielte dabei wettbewerbsübergreifend 16 Tore. Der 1,74 Meter große Mittelfeldantreiber stieg in der abgelaufenen Saison aber mit Cerezo Osaka aus der ersten Liga ab. Bei den „Kirschblüten“ zog er zuletzt hinter Diego Forlan die Fäden. Sein Marktwert wird aktuell mit 1,25 Millionen Euro bemessen.

„Von Entwicklungspotenzial überzeugt“

„Wir haben Minamino schon seit längerem im Auge und sind von seinem Entwicklungspotenzial überzeugt“, erklärte Sportdirektor Ralf Rangnick. „Das Ziel, in Europa zu spielen, ist für einen Spieler wie ihn der nächste logische Karriereschritt.“ Der Japaner, der aufgrund seiner Spielanlage den Platz des zu Dortmund gewechselten Kevin Kampl einnehmen könnte, absolvierte am Mittwoch bereits diverse Leistungstests und ist am Freitag beim ersten Mannschaftstraining mit dabei.

Cerezo Osakas Diego Forlan klopft Teamkollege Takumi Minamino auf die Schulter

AP/Shuji Kajiyama

Bei Cerezo zog Minamino (li.) hinter Stürmerstar Diego Forlan (re.) die Fäden

„Mir gefällt der aggressive Spielstil“

Auf der Clubwebsite der Salzburger erklärte Minamino, dass er vor allem wegen des offensiven Spielstils der „Bullen“ den Wechsel nach Österreich angestrebt habe. „Ich habe mir einige Spiele von Red Bull Salzburg angesehen, und als das Angebot kam, war ich sofort Feuer und Flamme. Mir gefällt der aggressive und offensive Spielstil von Red Bull Salzburg sehr.“

Beim 5:1 im letzten Spiel der Europa-League-Gruppenphase gegen Astra Giurgiu war Minamino „beeindruckt von der dynamischen Spielweise und davon, dass er sehr viele junge Spieler in diesem Match zum Einsatz gebracht hat“. Er selbst fühlt sich nach eigenen Angaben „auf einer Position im offensiven Mittelfeld am wohlsten.“ Dort könne er seine Dribbelstärke und seine Schnelligkeit am besten ausspielen, außerdem suche er oft den Torabschluss.

Der junge Japaner sieht auch die Umstellung auf Europa und die neue Kultur als Herausforderung. Bei seinem Kurzbesuch im Dezember fand Minamino bereits Gefallen am Leben in Salzburg: „Ich war beeindruckt von dem Fluss, der mitten durch die Stadt fließt und dem wunderschönen Schloss.“ Erst im Dezember hatte Salzburg den 18-jährigen Südkoreaner Hwang Hee Chan von den Pohang Steelers als Stürmer für Liefering geholt. Für Rangnick ist Hwang „eines der größten Nachwuchstalente Südkoreas“.

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