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„Das war saulässig“

Mit zwei Trainings und der Qualifikation für den ersten Bewerb am Samstag (14.15 Uhr, live in ORF eins und im Livestream) ist am Freitag die Weitenjagd auf dem umgebauten Kulm eröffnet worden. Für die ersten Highlights sorgten dabei Peter Prevc und Severin Freund. Der Slowene flog in der Quali auf 230,5 Meter, der Deutsche landete im zweiten Training gar erst bei 237,5 Metern.

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Beim weitesten Flug des Tages und damit ersten Schanzenrekord verbesserte der Skiflugweltmeister auch die zwei Jahre alte deutsche Bestmarke von Michael Neumayer gleich um 6,5 Meter. „Das war saulässig. Dafür macht man diesen Sport. Beim zweiten Sprung wollte ich schon etwas antesten, es hat alles perfekt gepasst“, sagte Freund. Weitere Flüge seien aber wohl kaum möglich, vermutete der Bayer.

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Peter Prevc zeigte, was auf dem „neuen“ Kulm möglich ist

„Große Anspannung“ bei Kraft

Die ÖSV-Bestmarke von Gregor Schlierenzauer von 243,5 Metern aus dem Jahr 2011 war indes auf der umgebauten Flugschanze bei Bad Mitterndorf (noch) nicht in Gefahr. Zwar sind alle sechs Österreicher qualifiziert, die ÖSV-Adler zeigten sich aber noch etwas flügellahm. Den stärksten Eindruck der Gastgeber hinterließ Vierschanzentournee-Sieger Stefan Kraft, der dreimal auf seine neue persönliche Bestweite von 212,5 Metern flog.

Die auf eine Hillsize von 225 Metern (bisher 200 m) ausgebaute Schanze im steirischen Salzkammergut nötigte auch den Stars der Szene Respekt ab. „Die Anspannung vor dem ersten Sprung ist so groß, wie wenn es um den Olympiasieg geht. Aber wenn man unten ist, will man gleich wieder rauf“, sagte Kraft. Der 21-jährige Salzburger nützte seine Topform zu weiten Flügen und übertraf gleich im ersten Versuch seine bisherige Bestmarke um 4,5 Meter. Die Tournee-Strapazen hat Kraft jedenfalls gut weggesteckt.

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Stefan Kraft bei seinem Sprung auf 212,5 Meter in der Qualifikation

Hayböck stürzt mit Rückenwind ab

Michael Hayböck übertraf einmal die 200-Meter-Marke (201), war aber in der für ihn als Weltcup-Spitzenreiter belanglosen Quali bei verkürztem Anlauf und Rückenwind chancenlos. „Das war der erste schlechtere Sprung der Saison“, meinte der 23-Jährige nach der Landung bei 163 Metern. Schon im Training hatte er mit verkürztem Anlauf losfahren müssen. „Da ist man fast ein wenig angefressen“, sagte Hayböck, der aber zugab, die Schanze noch nicht ganz im Griff zu haben. „Sie ist monströs, vor dem ersten Sprung ist sicher jeder etwas angespannt. Ich schaue, dass am Samstag alles passt.“

Unzufrieden und nachdenklich verließ hingegen der dreifache Kulm-Sieger Schlierenzauer die Stätte früherer Erfolge. Nach 175,5 und 205 Metern im Training landete der Ex-Weltmeister seinen dritten Flug bei Rückenwind bei 199,5 Metern.

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Michael Hayböck war in der Qualifikation chancenlos

„Das ist eine ziemliche Herausforderung“

Alle sechs angetretenen Österreicher sind am Samstag dabei, Manuel Poppinger (9./193,5), Manuel Fettner (19./169,5) und Thomas Diethart (25./170) schafften die Qualifikation sicher. „Ich bin seit zwei Jahren nicht geflogen und doch nicht so der coole Hund. Das ist eine ziemliche Herausforderung“, meinte Fettner, der Team-Weltmeister von 2013. Und auch Diethart zeigte Respekt: „Mir ist etwas der Reis gegangen, aber ich habe mich gesteigert.“

Dass die Schanze aber zu neuen Rekorden einlädt, bewiesen nicht nur Prevc, Freund und Kraft, sondern auch der Japaner Noriaki Kasai. Der 42-jährige Routinier flog in der Qualifikation auf 225 Meter und verbesserte damit seine im Jahr 2010 in Planice aufgestellte persönliche Bestmarke um einen Meter. Auch der Deutsche Richard Freitag (214,5 und 211,5) sowie Ex-Weltmeister Robert Kranjec (SLO/221 m) und der Norweger Anders Fannemel (223,5) beeindruckten mit weiten Flügen.

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