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Zweiter Weltcup-Erfolg mit Vorsprung

Frida Hansdotter hat sich am Dienstag den zweiten Weltcup-Sieg ihrer Karriere gesichert. Die 29-jährige Schwedin war im Flutlichtslalom in Flachau eine Klasse für sich und verteidigte ihre Halbzeitführung erfolgreich. Am Ende setzte sich Hansdotter 0,61 Sekunden vor der Slowenin Tina Maze durch. Mikaela Shiffrin schaffte in der Entscheidung noch den Sprung von Rang acht auf das Podest und wurde Dritte (0,63).

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Die ÖSV-Damen verpassten indes bei ihrem Heimrennen das Podest. Nicole Hosp belegte mit einem Rückstand von 1,66 Sekunden den siebenten Platz. Kathrin Zettel büßte im zweiten Durchgang drei Plätze ein und wurde unmittelbar hinter ihrer Teamkollegin Achte (1,71). Michaela Kirchgasser kam auf Platz elf (1,98). Bernadette Schild, nach dem ersten Durchgang noch Zehnte, wurde am Ende nur 19. (3,02). Carmen Thalmann fädelte nach starker Zwischenzeit ein und fiel wie ihre Teamkollegin Alexandra Daum im letzten Slalom vor der WM aus.

Jubel von Frida Hansdotter (SWE)

Reuters/Leonhard Foeger

Nach vielen zweiten Plätzen jubelte Frida Hansdotter im Ziel erleichtert auf

Ein Sieg, der Hansdotter „guttut“

Hansdotter, die in den letzten beiden Jahren im „Nightrace“ jeweils Rang zwei hinter Shiffrin belegt hatte, war diesmal nicht zu schlagen. Nach der Zwischenführung reichte der Schwedin die drittbester Laufzeit zum Sieg. „Der Sieg bedeutet mir viel. Ich war so oft Zweite, das tut gut. Es gefällt mir hier einfach, es ist immer eine unglaubliche Atmosphäre. Da wollte ich einfach gut fahren, weil auch immer viele schwedische Fans hier sind“, sagte Hansdotter, die im Slalom-Weltcup nun 41 Punkte vor Shiffrin führt.

Maze verteidigte ihren zweiten Platz nach dem ersten Durchgang und baute ihre Führung im Gesamtweltcup aus. Die Slowenin liegt 252 Zähler vor Shiffrin und 370 Punkte vor Anna Fenninger. „Das war ein super Rennen mit einem super Publikum“, freute sich Maze. Shiffrin verspielte ihren dritten Slalom-Sieg in Serie vor allem im ersten Durchgang, als sie 0,68 Sekunden Rückstand auf Hansdotter aufriss. Am Ende schaffte die US-Amerikanerin aber noch einen Podestplatz.

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Hansdotter fuhr mit einem sicheren und schnellen Lauf zum Sieg

Hosp und Zettel mit Problemen

Was im zweiten Durchgang für die ÖSV-Damen möglich gewesen wäre, zeigte Veronika Velez Zuzulova. Die Slowakin verbesserte sich mit Laufbestzeit von Rang zwölf auf fünf und verpasste das Podest nur um 0,08 Sekunden. Sowohl Zettel als auch Hosp lagen nach dem ersten Durchgang nur knapp hinter einem Podestplatz, kamen in der Entscheidung aber nicht auf Touren. „Ich wusste, dass es viele Probleme geben wird. Der Kurs hatte viele Schlüsselstellen. Meine Fahrt war ein bisschen verkorkst. Das waren einfach nicht meine Bedingungen“, erklärte Zettel.

Auch Hosp hatte mit den Pistenverhältnissen ihre Probleme. „Es war überhaupt nicht einfach. Einmal ist es weich, einmal kompakter. Ich habe keinen Rhythmus bekommen und bin auch den wichtigen Übergang nicht gut gefahren. Dann ist mir der Speed abgegangen. Ich weiß, dass ich schnell bin und weiter vorne mitfahren kann. Ich bin mit dem Tag zufrieden. Klar wollte ich auf das Podest, aber es ist kein Wunschkonzert. Beim nächsten Slalom ist es dann wichtiger“, sagte die Aspen-Siegerin mit Hinblick auf den WM-Slalom.

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Nicole Hosp hatte mit den Bedingungen in Flachau zu kämpfen

Letztes Slalom-Ticket an Schild oder Thalmann

Hosp und Zettel haben ihren Startplatz im WM-Slalom sicher. Auch Kirchgasser darf sich als gesetzt betrachten. Die Salzburgerin verbesserte sich in der Entscheidung mit achter Laufzeit noch um vier Plätze. Im Kampf um das letzte ÖSV-Slalom-Ticket sind nun die Trainer gefragt: Die Entscheidung fällt zwischen Schild und Thalmann. Schild kam zwar ins Ziel, fiel aber nach einer verpatzten Fahrt weit zurück. Thalmann, die nach Lauf eins auf Rang zehn gelegen war, kam nicht ins Ziel, zeigte aber bis zu ihrem Ausfall eine starke Leistung.

„Ich bin nicht in den Lauf gekommen, gleich oben war ein Fehler. Einmal geht es, einmal geht es nicht. Das ist eine schwierige Saison“, war Schild ratlos. „Mir fehlt das letzte Selbstvertrauen, das es braucht, um schnell zu sein. Es war ein guter erster Durchgang, darauf kann man aufbauen. Ich habe es nicht verlernt. Es heißt weiterkämpfen“, sagte Schild, deren ältere Schwester Marlies im Ziel die Daumen drückte und über das Ergebnis am Ende nicht glücklich war.

Auch Thalmann war enttäuscht. „Es ist nun auch für die Trainer keine leichte Entscheidung. Das hat es heute sicher nicht leichter gemacht. Aber lieber so, als ich bremse runter“, betonte die Kärntnerin. „Der erste Lauf war gut. Im zweiten habe ich einen Steher gehabt, es geht einmal auf und einmal wieder nicht. Die Frage ist, warum das so ist. Es ist sicher die fehlende Selbstverständlichkeit. Ich weiß, dass bei mir oft von einem Rennen auf das andere alles passieren kann. Das ist eine Qualität von mir.“

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