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„Haben gehofft und ihm Zeit gegeben“

Mario Stecher hat keine Chance mehr auf einen Platz im ÖSV-WM-Aufgebot. Die Titelkämpfe in Falun hätten der wohl letzte Höhepunkt in der langen Karriere des heimischen Stars der Nordischen Kombination werden sollen - nach der Nichtnominierung für die Generalprobe in Val di Fiemme hat der 37-Jährige keine Möglichkeit mehr, sich für das Großereignis zu empfehlen.

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Cheftrainer Christoph Eugen, der lange Jahre Teamkollege Stechers gewesen war, meinte, andere Athleten hätten bessere Resultate erreicht. „Wir haben lange gehofft und ihm auch Zeit gegeben“, sagte der Steirer. Vor den drei Bewerben im Val di Fiemme hätten Bernhard Gruber, Lukas Klapfer und Philipp Orter gute Karten für eine WM-Nominierung, Christoph Bieler und Willi Denifl hätten Chancen.

Stecher hätte mehr Fingerspitzengefühl erwartet

Stecher bestreitet nicht, dass mit der Teamführung vereinbart war, dass die drei Schlechtesten der Bewerbe von Sapporo nicht ins Val di Fiemme fahren würden. Doch nach einem 19. Platz und einem neunten Rang im Springen und damit bewiesener Aufwärtstendenz hätte er sich mehr Fingerspitzengefühl erwartet. „Wenn man sich fragt, wer kann mir helfen bei der WM, dann würde allein das meine Aufstellung rechtfertigen“, meinte der Steirer gegenüber der APA. „Ich frage mich, ob ich nicht eine faire Chance verdient hätte.“

Stecher hatte nach einem neuerlichen Eingriff an seinem lädierten Knie die interne Qualifikation für die ersten Bewerbe seiner 22. Weltcup-Saison verpasst und sich bis Sapporo auch nicht wirklich aufgedrängt. „Schade, dass ich überhaupt auf solche Entscheidungen angewiesen war und nicht von Haus aus gute Leistungen geboten habe“, meinte der Wahltiroler.

Mario Stecher

GEPA/Oliver Lerch

Die 22. und wohl letzte Weltcup-Saison endet für Stecher ohne Großereignis

Bei den Titelkämpfen 2013 in Val di Fiemme hatte er mit Silber im Einzel und im Team-Sprint seine WM-Medaillen Nummer fünf und sechs geholt (dazu kommen je zweimal Olympiagold und -bronze), nachdem er erst kurz davor seine ersten Sprünge absolviert hatte. Nun sah er sich wieder auf dem Weg zu guter Form für die Weltmeisterschaften von 18. Februar bis 1. März in Falun.

„Man sollte nicht nur nackte Zahlen, sondern auch die Umstände berücksichtigen“, meinte er mit Hinweis auf Materialprobleme im Langlauf in Sapporo. „Es gibt ein Für und Wider. Man hat sich für einen Weg ohne mich entschieden“, meinte Stecher und vermutete, dass da andere Dinge eine Rolle gespielt hätten. Gegen die Trainer um Chefcoach Eugen wolle er aber nichts Negatives sagen.

Entscheidung über Zukunft nach der WM

In ein Loch falle er nach dieser Entscheidung nicht, betonte der Familienvater mit Wohnsitz im Pitztal. „Denn ich beschäftige mich ja schon lange damit, was ich nach meiner Karriere mache.“ Der nächste Bewerb nach der WM, der drittletzte der Saison, geht erst am 6. März in Lahti in Szene. Ob mit oder ohne Stecher ist offen. „Das sind vier bis fünf Wochen, da muss ich mir reiflich überlegen, ob es Sinn macht“, sagte Stecher. „Ich lasse mir mit der Entscheidung Zeit und werde mich nach der WM äußern.“

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