Slowenien gewinnt Team-Bewerb
Österreich Skisprung-Quartett mit Michael Hayböck, Gregor Schlierenzauer, Andreas Kofler und Stefan Kraft hat am Samstag beim Weltcup-Team-Bewerb in Willingen nur den fünften Rang belegt. Der Sieg ging an die Mannschaft aus Slowenien, die mit 957,9 Punkten 26,2 Zähler vor Olympiasieger Deutschland sowie Norwegen (916,5) die ausgeglichenste Leistung zeigte.
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr.
Nach den enttäuschendem Abschneiden im Einzel-Springen am Freitag, in dem Kraft als bester ÖSV-Adler auf dem siebenten Platz gelandet war, und im Team-Bewerb am Samstag haben die Österreicher am Sonntag (15.00 Uhr, live in ORF eins und im Livestream) noch eine Chance, sich zu rehabilitieren. Die Führung im Nationencup mussten die Österreicher (3.390 Punkte) an Deutschland (3.493 Punkte) abgeben. Am dem dritten Platz liegt Slowenien (3.035 Punkte).
Kotrainer Harald Rodlauer, der den erkrankten Chefcoach Heinz Kuttin in Willingen vertritt, konstatierte einen gewissen Formeinknick. „Man sieht, es geht einigen Springern nicht mehr so leicht von der Hand. Es waren heuer schon sehr gute Leistungen dabei, es ist ein bisserl ein Einbruch. Das bringt die Zeit so mit“, erklärte Rodlauer.
Hayböck hat noch Probleme mit Schanze
Bei ÖSV-Startspringer Hayböck, der auch am Vortag im ersten von zwei Einzel-Bewerben nur 20. geworden war, zeigte sich, dass er sich mit der Schanze noch nicht angefreundet hat. Mit 122 bzw. 127,5 Metern bot er die schlechteste Leistung im Team, Schlussspringer und Weltcupleader Kraft landete bei 138/135,5 m und war damit bester rot-weiß-roter Mann. „Der hat wirklich eine tolle Leistung gebracht“, sagte Rodlauer.
Dieses Element ist nicht mehr verfügbar
Schlussspringer Kraft verhinderte als bester ÖSV-Springer Schlimmeres
Auch Andi Kofler habe zwei stabile Sprünge gezeigt. „Gregor und Michi tun sich schwer. Wenn wir weiterarbeiten im Hinblick auf die WM, werden wir die Athleten dorthin bringen, wo sie hingehören“, glaubt der Kotrainer. Gerade bei Hayböck, der seit Saisonanfang auf Toplevel springe, sei ein gewisser Kraftverschleiß normal. „Besser jetzt und wir haben noch Zeit bis zur WM.“
Slowenien setzt sich gegen Deutschland durch
Den Sieg machten an diesem Tag andere Mannschaften unter sich aus. Am Ende setzte sich mit Slowenien das Team mit Jurij Tepes, Nejc Dezman, Jernej Damjan und Peter Prevc durch, das auch in den diversen Zwischenwertungen fast durchwegs voran lag. Die stärksten Deutschen waren Richard Freitag und Severin Freund, für den weitesten Sprung des Bewerbs sorgte aber Anders Fannemel.
Mit 151,5 m im ersten Durchgang blieb der Norweger nur einen halben Meter unter dem Schanzenrekord von Altstar Janne Ahonen, der mit den Finnen zwar am Start war, aber nicht die Qualifikation für das Finale der besten acht Teams schaffte. Das gelang übrigens auch den Polen nicht. Allerdings deshalb, weil Doppelolympiasieger Kamil Stoch wegen eines zu großen Anzugs im ersten Sprung - und damit das ganze Team - disqualifiziert wurde.
Team-Bewerb in Willingen
Endstand: |
1. |
Slowenien |
957,9 |
|
Jurij Tepes |
136,0/137,5 |
|
Nejc Dezman |
132,5/133,5 |
|
Jernej Damjan |
143,5/137,0 |
|
Peter Prevc |
135,5/144,5 |
2. |
Deutschland |
931,7 |
|
Markus Eisenbichler |
123,0/124,0 |
|
Marinus Kraus |
135,5/131,5 |
|
Richard Freitag |
147,5/132,5 |
|
Severin Freund |
140,0/145,0 |
3. |
Norwegen |
916,5 |
|
Tom Hilde |
129,5/121,0 |
|
Anders Jacobsen |
137,0/133,5 |
|
Anders Fannemel |
151,5/140,0 |
|
Rune Velta |
131,0/129,5 |
4. |
Japan |
843,7 |
|
Shohei Tochumoto |
122,5/126,0 |
|
Kento Sakuyama |
133,0/128,5 |
|
Taku Takeuchi |
130,5/131,0 |
|
Noriaki Kasai |
137,5/136,0 |
5. |
Österreich |
838,8 |
|
Michael Hayböck |
122,0/127,5 |
|
Gregor Schlierenzauer |
122,5/131,0 |
|
Andreas Kofler |
131,5/127,0 |
|
Stefan Kraft |
138,0/135,5 |
6. |
Tschechien |
786,6 |
|
Jakub Janda |
129,5/126,0 |
|
Lukas Hlava |
118,0/124,0 |
|
Jan Matura |
121,5/120,0 |
|
Roman Koudelka |
137,0/137,5 |
7. |
Russland |
674,0 |
|
Anton Kalinitschenko |
111,0/112,0 |
|
Denis Kornilow |
126,5/121,0 |
|
Dimitri Wassiliew |
124,5/128,5 |
|
Wladislaw Bojarintsew |
127,5/111,5 |
8. |
Italien |
620,5 |
|
Roberto Dellasega |
109,5/111,5 |
|
Federico Cecon |
112,5/114,0 |
|
Sebastian Colloredo |
122,0/109,0 |
|
Davide Bresadola |
126,0/120,0 |
Nicht im Finale dabei: |
9. |
Schweiz |
311,0 |
|
Gregor Deschwanden |
120,5 |
|
Pascal Kälin |
119,0 |
|
Gabriel Karlen |
118,0 |
|
Pascal Egloff |
110,0 |
10. |
Finnland |
290,6 |
|
Jarkko Määttä |
115,0 |
|
Harri Olli |
114,5 |
|
Olli Muotka |
107,5 |
|
Janne Ahonen |
123,0 |
11. |
Polen |
289,1 |
|
Piotr Zyla |
129,5 |
|
Aleksander Zniszczol |
127,5 |
|
Klemens Muranka |
124,0 |
|
Kamil Stoch * |
|
Links: