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Keine Panik bei Trainer Kuttin

Trotz der mit Ausnahme von Stefan Kraft zuletzt eher mäßigen Leistungen macht sich Cheftrainer Heinz Kuttin zwei Wochen vor Beginn der WM keine Sorgen um seine ÖSV-Adler. Schon beim Weltcup in Titisee-Neustadt am Samstag (16.30 Uhr, live in ORF eins und im Livestream) kann die Welt bereits ganz anders aussehen.

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Da gilt es, die Leistungen von Willingen vergessen zu machen. Im Team-Bewerb hatte es nur den enttäuschenden fünften Platz gegeben, womit die Österreicher sogar die Führung im Nationencup verspielt haben. „Es ist ein bisserl ein Einbruch“, hatte Kotrainer Harald Rodlauer das Springen kommentiert.

In den Einzel-Bewerben konnte nur Kraft mit den Plätzen sieben und sechs mit der Spitze mithalten. Sogar der sonst so verlässliche Michael Hayböck schwächelte in Willingen. Zudem ist Gregor Schlierenzauer immer noch auf der Suche nach alter Stärke, und Andreas Kofler bekam eine neuerliche Pause verordnet.

Mentale Müdigkeit bei Springern

Anstelle des formschwachen Routiniers bekommt am Wochenende in Titisee-Neustadt wieder Thomas Diethart seine Chance. Der Ex-Tournee-Sieger ist in dieser Saison aber wie Kofler noch kaum besonders positiv aufgefallen. Das gilt auch für Manuel Fettner und Manuel Poppinger.

Trotzdem macht sich der von einer Grippe wiedergenese Kuttin keine allzu großen Sorgen. „Das ist ein kleines Loch, das macht kein Kopfzerbrechen. Man muss aber ganz klar auf der Hut sein, dass man da wieder herauskommt“, sagte Kuttin im Gespräch mit der APA. Was er zuletzt aus der Ferne zu sehen bekam, sei nicht das Gelbe vom Ei gewesen, gab Kuttin zu. „Wir haben viele Punkte vergeben und waren immer einen Schritt hinten nach. Das ärgert einen.“

Heinz Kuttin

GEPA/Andreas Pranter

Trainer Kuttin konnte zuletzt mit seinen Adlern nicht zufrieden sein

Verantwortlich für die nicht optimale Performance macht er auch die mentale Müdigkeit. Es sei zu erwarten gewesen, dass es nach der fordernden Tournee und dem Fliegen auf dem Kulm bei dem einen oder anderen irgendwann kleine Verschleißerscheinungen geben werde, so der ÖSV-Coach. Die Punkte, die es zu verbessern gilt, könne man aber schnell wieder in den Griff bekommen. „Auf einer anderen Schanze kann sich gleich wieder ein ganz anderes Bild ergeben“, gab er sich zuversichtlich.

Sonderschichten und Pausen

Um so gut wie möglich auf Titisee-Neustadt vorbereitet zu sein, bekamen die ÖSV-Adler ein unterschiedliches Vorbereitungsprogramm. Schlierenzauer, der sich in der Vorwoche bei seinem Wiedereinstieg in Willingen neuerlich schwergetan hatte, legte eine von Trainer Kuttin beaufsichtigte Sonderschicht ein. Der Tournee-Zweite Hayböck bekam indes noch einen Tag länger frei.

ÖSV-Aufgebot für Springen in Titisee-Neustadt:

Stefan Kraft, Michael Hayböck, Gregor Schlierenzauer, Thomas Diethart, Manuel Poppinger und Manuel Fettner.

„Er war mental einfach müde, da schleichen sich dann kleine Fehler ein. Er hat sich die ganze Woche Ruhe gegönnt. Ich bin mir sicher, dass er wieder frisch zu den Wettkämpfen kommt“, so Kuttin über den Oberösterreicher, der auf Rang fünf der Weltcup-Wertung zurückgerutscht ist.

Nur Kraft strotzt vor Kraft

Unverändert voller Elan reiste Kraft nach Deutschland weiter. „Ich freue mich darauf, in richtig guter Form dorthin zu fahren. Ich werde versuchen, das Gelbe Trikot so lange es geht mitzunehmen“, sagte der Salzburger, der in dieser Saison schon neun Podestplätze geschafft hat. Der Tournee-Triumphator will auf der Großschanze und danach auf dem Flugbakken von Vikersund weiter „viele sehr, sehr weite Flüge“ zeigen, um sich weiteres Selbstvertrauen für die WM zu holen.

Kraft ist wie Hayböck und Schlierenzauer Fixstarter bei den Titelkämpfen von 18. Februar bis 1. März in Falun. Hinsichtlich der weiteren WM-Nominierungen wollte sich Kuttin noch nicht festlegen. Dazu könne er nach diesem Wochenende oder womöglich erst nach der WM-Generalprobe in Vikersund mehr sagen. Außer den drei Fixstartern hat sich laut Kuttin für die restlichen zwei Plätze „nicht wirklich jemand aufgedrängt“.

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