Enger Kampf gegen den Abstieg
1.) Wer wird Meister?
2.) Wie sehen Sie die Situation im Abstiegskampf?
3.) Wie lauten die Ziele Ihrer Mannschaft im Frühjahr?
4.) In welchen Bereichen muss sich die Mannschaft gegenüber dem Herbst verbessern?
5.) Wie schätzen Sie die Chancen für das ÖFB-Nationalteam in der EM-Qualifikation ein? Was zeichnet die Mannschaft aus?
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Gerald Baumgartner (Austria)
- „Salzburg ist natürlich Favorit, hat aber auch ein bisschen einen Umbruch. Es wird davon abhängen, wie die einzelnen Mannschaften starten, wie drangeblieben werden kann, wie groß die Ausdauer ist. Ich gehe aber davon aus, dass es sehr spannend werden wird.“
- „Ich denke, es wird ein ähnlich heißes Rennen wie um die Europacup-Plätze. Die beiden Mannschaften, die hinten stehen, haben natürlich auch einen enormen Druck, in der Liga zu bleiben. Das wünsche ich keinem.“
- „Wir wollen den zweiten Platz und damit den Champions-League-Qualifikations-Platz unbedingt erreichen, aber den wollen fünf andere Mannschaften wahrscheinlich auch noch haben. Es wird eine harte Challenge im Frühjahr. Das ist das eine Ziel, und das zweite ist, das Cupfinale zu erreichen. Und wenn du dort bist, willst du es natürlich auch gewinnen.“
- „Im Toreverhindern und Toreschießen.“
- „Jetzt haben wir einmal bewiesen, dass wir unsere Hausaufgaben auch gegen vermeintlich kleinere Gegner machen können. Wir haben die Pflichtsiege geschafft. Die Jungs von Marcel Koller sind wirklich ein geiles Team geworden, mit den Erfolgen ist noch einmal mehr Teamgeist reingekommen, und ich denke, wenn wir es schaffen, dann gerade jetzt.“
Michael Baur (Grödig)
- „Salzburg. Sie haben sich, obwohl sie Kampl und Alan abgegeben haben, auch wieder gut verstärkt. Die Spieler, die sie geholt haben, sind bissige, hungrige Spieler, die den Fokus darauf haben, sich weiterzuentwickeln. Warum sollten die Spieler, die jetzt kommen, nicht so einen Weg einschlagen wie Kampl, der auf einmal bei Dortmund ist und dort gleich gute Kritiken erhalten hat, oder Mane, der sich in England etabliert hat.“
- „Es muss jeder auf der Hut sein, im Fußball geht es oft schnell, man muss nur einen schlechten Start erwischen, dann liegen die Nerven auch gleich einmal blank. Wir sind auch bestrebt, einfach einen guten Start zu erwischen, damit wir das, was hinter uns passiert, gleich einmal hinter uns lassen können.“
- „Es ist sicher das Wichtigste, einen guten Start zu haben, dann kann man den Blick nach vorne richten. Wir wollen uns auch nach vorne orientieren. Außerdem haben wir auch noch im Cup die Chance, einiges zu erreichen.“
- „Wichtig ist, dass wir die Konstanz haben, dass wir vielleicht auch einmal zwei Spiele hintereinander gewinnen und dass wir in entscheidenden Momenten auch vor dem Tor die nötige Coolness haben. Wir müssen auch in Spielen, wo wir mit 2:0 oder 3:0 führen, einfach cleverer agieren, solche Partien kontrollieren und so kompakt sein, dass wir nichts mehr zulassen.“
- „Ich rechne schon damit und wünsche es mir von Herzen. Ich glaube, dass wir schon an Klasse dazugewonnen haben. Wir spielen die Partien recht souverän, haben momentan auch eine Euphorie in Österreich. Die Nationalmannschaft hat es in den letzten zwei Jahren geschafft, sich einen guten Namen zu erarbeiten, die Aufmerksamkeit auch von anderen Ländern auf sich zu ziehen und steht auch in der Weltrangliste auf einem Platz, wo sie schon lange nicht mehr gestanden ist.“
Oliver Glasner (Ried)
- „Ich sehe für Salzburg überhaupt kein Problem. Natürlich sind Kampl und Alan tolle Spieler, aber sie haben sich mit Djuricin und Minamino dementsprechend verstärkt. Ich denke, dass sie vorne wegmarschieren werden, ich glaube, sogar noch mehr als im Herbst, weil sie da doch einige Punkte liegen gelassen haben.“
- „Ich glaube, dass sich jeder auch nach hinten orientieren muss, und wüsste nicht, warum Wiener Neustadt oder die Admira die Einzigen sein sollten, die noch absteigen können. Man hat ja gesehen, dass man in einer Liga, in der alles eng beisammen liegt und jeder eigentlich jeden schlagen kann, ziemlich schnell Platzierungen gutmachen kann.“
- „Wir schauen nach hinten und nach vorne, aber in erster Linie auf unseren Fußball, dass wir besser werden. Wir wollen, dass die Entwicklung bei unseren Spielern, die Mitte der Herbstsaison eingeleitet wurde, weiter nach oben geht, dann wird man sehen, was dabei herauskommt. Tabellen- oder platzierungsmäßig schauen wir gar nicht so sehr, wichtig ist, dass wir am Mittelfeld angedockt haben, und da wollen wir uns jetzt natürlich auch festsetzen.“
- „Ich denke, dass wir unser größtes Potenzial darin haben, dass wir aus den unzähligen Ballgewinnen, die wir haben durch unsere Art des Fußballs, mehr Kapital schlagen. Wir müssen die Ballgewinne in Torchancen und vor allem auch Tore umwandeln.“
- „Ich hoffe es auf jeden Fall und bin auch überzeugt, dass sie es schaffen. Es würde dem ganzen österreichischen Fußball guttun. Es ist eine sehr gute Qualität da, der Großteil ist Stammspieler in ausländischen Ligen. Sie haben auch einen super Teamgeist und in den letzten Jahren in dieser Mannschaft Erfahrungen gesammelt, die sie jetzt nutzen können.“
Walter Knaller (Admira)
- „Ich glaube, dass es sich heuer auf keinen Fall mehr für eine Mannschaft ausgeht, Salzburg noch abzufangen, aber auch, dass Salzburg die Abgänge auch nicht so kompensieren kann. Ich denke, dass es noch ein bisschen knapper wird, sie nicht mehr so dominant sein werden.“
- „Wenn es normal abläuft, sollte es ein Zweikampf bleiben.“
- „Der Abstiegskampf ist da, das wissen wir. Für uns geht es darum, dass wir im Frühjahr mehr Punkte machen als Wiener Neustadt und dann, wenn es geht, auch mehr als andere Vereine, um vielleicht den einen oder anderen Club noch zu überholen.“
- „Wir sind die Mannschaft mit den wenigsten Ballkontakten im letzten Drittel. Wir müssen daher die letzte Linie des Gegners vehementer attackieren, mit und ohne Ball, das Spiel dort nach vor tragen, ohne uns dabei defensiv zu entblößen. Wir wollen auch unser Umschaltspiel wieder zu dem machen, was es schon einmal war. Wichtig ist auch, dass wir öfters gewinnen, denn dass man mit Unentschieden nicht weiterkommt, hat man im zweiten Quartal im Herbst gesehen.“
- „Wir sind noch nie so weit gewesen wie jetzt. Die Zeit wäre reif, die Mannschaft hätte es sich verdient, die ganze Struktur, die dahintersteht, ist immer besser geworden. Es zeigt sich einfach, dass sich die gute Ausbildung in Österreich und die Spieler, die dann ins Ausland gehen und sich dort durchsetzen, fürs Nationalteam positiv darstellen. Die Mannschaft hat mittlerweile die Klasse, dass man ihr auch auswärts gegen Russland ein gutes Ergebnis zutrauen kann.“
Helgi Kolvidsson (Wiener Neustadt)
- „Ich kann mir nicht vorstellen, dass Salzburg noch Probleme bekommen könnte.“
- „Ich habe überhaupt nicht irgendwas zusammengerechnet oder spekuliert. Ich kann es sowieso nicht beeinflussen, was die anderen machen. Wir müssen uns grundsätzlich nur auf uns konzentrieren.“
- „Wir kämpfen mit allen Mitteln, da drinnen zu bleiben, und es geht nur, wenn jeder mitzieht. Wichtig ist, dass wir Schritt für Schritt machen und kontinuierlich punkten.“
- „Wir brauchen Stabilität in allem, vor allem in der Defensive. Wir dürfen nicht so viele Gegentore erhalten. Die Spieler müssen auch ruhiger werden, um im richtigen Moment die richtigen Entscheidungen zu treffen.“
- „Ich bin davon überzeugt, und es freut mich auch persönlich, denn ich halte Marcel Koller für einen sehr guten Mann. Die Mannschaft ist absolut auf dem richtigen Weg, das bestätigen die Ergebnisse. Man sieht, wie die Mannschaft immer besser wird.“
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