„Das muss was Gutes werden“
Alles, was in Fußball und Politik Rang und Namen hat, gab sich am Donnerstag zum offiziellen Baubeginn der neuen Rapid-Heimstätte in Wien-Hütteldorf ein Stelldichein. In festlicher Atmosphäre ließen die Verantwortlichen des „Allianz Stadions“ noch einmal die Abrissarbeiten, die im Oktober begonnen hatten, Revue passieren und ihrer Vorfreude auf die Eröffnung im Sommer 2016 freien Lauf.
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ORF.at/Dominique Hammer
Heinz Fischer verlieh seiner Freude über seine Anwesenheit beim Spatenstich in einer launigen Rede Ausdruck. „Ich wünsche mir eine Einladung zum Eröffnungsspiel“, scherzte der Bundespräsident, der als langjähriger Rapid-Fan unmittelbar vor seinem Auftritt im beheizten Festzelt mit Clubpräsident Michael Krammer die Krawatte getauscht hatte. „Das muss was Gutes werden“, zeigte sich Fischer von dem 53 Millionen Euro teuren Stadionprojekt überzeugt.

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Auch die Rapid-Mannschaft ließ sich den Festakt nicht entgehen. Punktgenau am 24. Geburtstag von Defensivspieler Michael Schimpelsberger, der nach seinem Kreuzbandriss vor seinem Comeback in Grün-Weiß im Heimspiel gegen Ried zum Frühjahrsauftakt am Samstag steht, fiel der Startschuss zum größten Stadionprojekt eines österreichischen Vereins.

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Für den Neubau der Rapid-Heimstätte ließen sich die Verantwortlichen etwas ganz Besonderes einfallen: Eine „Schatztruhe“, gefüllt mit allerlei Rapid-Devotionalien wie Steffen Hofmanns Fußballschuhen, einem Stück Tornetz, einem Foto der legendären Westtribüne und einer Dress aus der letzten Meistersaison 2007/2008, soll im Fundament einbetoniert werden und - unter dem Elfmeterpunkt platziert - fortan den „Rapid-Geist“ beschwören.

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Rapid-Legende Alfred Körner (links) und Ehrenpräsident Rudolf Edlinger (rechts) verfolgten gebannt die rund zweistündige Veranstaltung, bei der nicht nur die komplette Rapid-Führungsriege, sondern auch zahlreiche Sponsoren und Partner des heimischen Rekordmeisters zu Wort kamen. Eines hatten alle gemeinsam: Sie alle schwelgten bereits in Vorfreude auf die neue, topmoderne Arena, von Wehmut war keine Spur mehr.

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Tormannlegende Herbert „Funki“ Feurer und der langjährige Spieler und Trainer Ernst Dokupil unterhielten sich angeregt über das ambitionierte Stadionprojekt. Bis zum Herbst soll der Rohbau stehen, das Eröffnungsspiel soll im Sommer 2016 über die Bühne gehen. Rapid-Präsident Krammer betonte, mit den Arbeiten voll im Plan zu liegen.

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Christian Keglevits und Walter „Schani“ Skocik zählten ebenso zu den prominenten Gästen wie die ehemaligen Stars Michael Konsel, Michael Hatz, Peter Hlinka und Rudi Flögel. Auch der gesamte Betreuerstab von Trainer Zoran Barisic und Carsten Jancker abwärts ließ sich die Feier nicht entgehen.

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Kabarettist Florian Scheuba, bekennender Rapid-Anhänger, hatte die Lacher auf seiner Seite, als er im Interview mit Stadionsprecher Andy Marek auf den bevorstehenden Opernball anspielte: „Der Bundespräsident ist hier, weil er im Gegensatz zu heute Abend noch einmal unter anständigen Leuten sein wollte. Und vor allem unter anständigen Baumeistern.“

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Für den Spatenstich selbst standen mehrere Schaufeln parat. Bundespräsident Fischer, Wiens Vizebürgermeisterin Renate Brauner, Sportstadtrat Christian Oxonitsch sowie Rapid-Boss Krammer und zahlreiche andere bekannte Gesichter förderten beim Schaufeln unter den Augen der gesamten Rapid-Mannschaft - wie könnte es anders sein - grüne Erde zutage.

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Der Blick über die Baustelle, an der noch bis vor vier Monaten ein voll funktionstüchtiges Bundesliga-Stadion gestanden ist, lässt den beeindruckenden Neubau noch nicht erahnen. Doch bereits in eineinhalb Jahren wird genau an dieser Stelle die wohl modernste Arena Österreichs stehen.

APA/Herbert Pfarrhofer
„St. Hanappi“ war gestern: Rapid erhält mit dem „Allianz Stadion“ eine neue Heimat. Die Fußball-Arena am Standort des inzwischen abgerissenen Hanappi-Stadions wird bis zu 28.000 Zuschauer fassen. Ungeachtet der Tatsache, dass die künftige Beleuchtung in das Stadiondach integriert wird, bleibt ein alter Flutlichtmast gewissermaßen als hoch aufragendes Erinnerungsstück an die „St. Hanappi“-Ära stehen.
Linda Ellerich, ORF.at
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