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„Man braucht zwei sehr gute Spiele“

Viermal hat Spanien-Legionär Andreas Ivanschitz bereits gegen Villarreal gespielt. So klar wie die Verantwortlichen von Red Bull Salzburg sieht der ÖFB-Teamspieler die Favoritenrolle im Europa-League-Sechzehntelfinale nicht verteilt. „Ich sehe durchaus Chancen für Salzburg. Man braucht aber sicherlich zwei sehr gute Spiele“, sagte Ivanschitz im APA-Gespräch.

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Der Burgenländer warnte seinen Ex-Club vor dem Hinspiel am Donnerstag (21.05 Uhr, live in ORF eins) vor allem vor den spielerischen Qualitäten des Tabellensechsten der spanischen Liga. „Villarreal ist individuell sehr stark besetzt. Sie haben offensiv sehr quirlige und schnelle Spieler. Sie beherrschen das Spiel mit Ballbesitz, sie können bei Balleroberung aber auch rasch umschalten. Das kann gefährlich werden für Salzburg“, erklärte Ivanschitz, dessen Club Levante nur rund 60 Kilometer entfernt von Villarreal seine Heimstätte hat.

Villarreal zeigt „mit den schönsten Fußball in Spanien“

Die Spielanlage beider Teams sei einander nicht unähnlich. „Auch Salzburg hat das blitzartige Umschalten in den letzten Jahren verinnerlicht und hat schnelle Spieler, mit denen sie ihnen wehtun können“, sagte Ivanschitz, der seit eineinhalb Jahren in Valencia für Levante spielt. Villarreal sei höchstens leichter Favorit.

Dabei hat auch der Burgenländer Gefallen am Club aus der benachbarten Kleinstadt gefunden. „Villarreal spielt mit den schönsten Fußball in Spanien“, sagte der 31-Jährige. „Sie spielen eine gute Rolle. Sie bringen auch immer wieder selbst sehr gute Spieler heraus, auch wenn die vielleicht nicht so einen großen Namen haben.“

Ivanschitz warnt vor Stürmer Vietto

Dazu befindet sich Villarreal im Gegensatz zu Salzburg voll im Meisterschaftsrhythmus. „Das kann ein Vorteil sein“, so Ivanschitz. Allerdings fällt mit Kapitän Bruno Soriano wegen eines Wadenbeinbruchs ein Schlüsselspieler aus. „Er ist so etwas wie der Kopf der Mannschaft“, erklärte Ivanschitz. „Er ist schon sehr lange beim Verein und hat die Philosophie verinnerlicht.“

Andreas Ivanschitz

ORF.at/Christian Öser

Andreas Ivanschitz lief zuletzt im Juni für das österreichische Nationalteam auf

Eine besonders gefährliche Waffe sei Topstürmer Luciano Vietto. Dazu kommen neben dem Nigerianer Ikechukwu Uche der von Real Madrid ausgeliehene russische Flügelspieler Denis Tscheryschew sowie die mexikanischen Brüder Jonathan und Giovani dos Santos. „Aber alle Spieler sind spielstark, auch die Innenverteidiger“, warnte Ivanschitz, der selbst mit Levante im Abstiegskampf festhängt.

Ivanschitz peilt ÖFB-Teamcomeback an

Nach vier Niederlagen in den vergangenen fünf Spielen fehlen dem Vorletzten bereits vier Punkte auf das rettende Ufer. „Es ist eine neue, unangenehme und schwierige Situation, in der sich auch Druck aufbaut“, sagte Ivanschitz. „Aber es ist eine machbare Aufgabe. Ich bin nach wie vor zuversichtlich.“ Der 31-Jährige hat seine Adduktorenprobleme überwunden, am Montag geht es gegen den direkten Konkurrenten Granada. „Es kommen jetzt wichtige Spiele, die wir gewinnen müssen“, betonte Ivanschitz. „Ich werde versuchen, meinen Teil dazu beizutragen.“

Zukunftssorgen macht er sich nicht. „Die volle Konzentration gilt jetzt dieser Situation. Alles andere wird sich im Sommer zeigen.“ Sein Vertrag bei Levante läuft bei ausreichend Einsätzen bis Juni 2016. Für diesen Zeitpunkt hat Ivanschitz noch ein anderes Ziel: die EM 2016 in Frankreich. Im ÖFB-Team war der Ex-Kapitän zuletzt nur noch auf Abruf nominiert worden. „Ich habe bis zum nächsten Länderspieltermin noch wichtige Aufgaben mit dem Club. Aber es ist definitiv ein Ziel, wieder dazuzustoßen“, versicherte Ivanschitz. „Ich bin optimistisch gestimmt.“

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