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Norwegerinnen distanzieren Schwedinnen

Marit Björgen ist am Donnerstag jubelnd mit der Fahne in der Hand ihren Teamkolleginnen in die Arme gefallen: Die 34-Jährige fixierte als Schlussläuferin in Falun das dritte WM-Gold der Norwegerinnen in der Langlaufstaffel in Serie - und erneut vor Schweden. Björgen zog mit ihrem 14. WM-Titel mit der russischen Rekordhalterin Jelena Wälbe gleich.

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Heidi Weng, Therese Johaug (beide in der klassischen Technik) sowie Astrid Uhrenholdt Jacobsen (wie Björgen im Skating-Stil) hatten perfekte Vorarbeit geleistet und den Topstar (Rekordzahl von 31 Medaillen bei Großereignissen, davon 21 bei Weltmeisterschaften) mit gehörigem Vorsprung ins Rennen geschickt.

Kallas Aufholjagd unbelohnt

Da war auch die beinahe geglückte Aufholjagd der schwedischen 10-km-Weltmeisterin Charlotte Kalla auf dem zweiten 5-km-Abschnitt gegen Johaug vergeblich. Denn Maria Rydqvist war früh gestürzt und hatte sich als vorletzte Läuferin einen großen Rückstand eingehandelt. So blieb Olympiasieger Schweden mit 29,2 Sekunden nur Rang zwei - für die aus der Region stammende Schlussläuferin Stina Nilsson war es schon die dritte Silberne in Falun. Finnland holte knapp dahinter mit Bronze immerhin die erste Medaille der WM 2015.

Für Norwegen war der Sieg auch eine besondere Genugtuung nach dem wegen Materialproblemen völlig verpatzten 10-km-Rennen. Björgen sicherte sich ihre zweite Goldene nach dem Sprint. Am Samstag hat die vierfache Weltmeisterin von 2011 und 2013 über 30 km die Chance auf einen dritten Titel in Falun.

Revanche in der Herren-Staffel?

Am Freitag steht mit der Herren-Staffel einer der ganz großen WM-Höhepunkte aus skandinavischer Sicht auf dem Programm. Und die Gastgeber brennen auf Revanche gegen ihren norwegischen Erzrivalen. Die von 15-km-Sieger Johan Olsson angeführten Schweden wollen vor mehr als 40.000 Zuschauern für den ersten WM-Titel eines „Drei-Kronen“-Quartetts seit 1989 sorgen.

Im Vorjahr bei den Olympischen Spielen in Sotschi war ihnen der Gold-Coup bereits gelungen - die mit Materialproblemen kämpfenden Norweger hatten damals mit „Blech“ vorliebnehmen müssen. Bei Weltmeisterschaften haben die Norsker hingegen eine stolze Serie von sieben Siegen in Folge zu verteidigen. 2011 und 2013 hatten sie jeweils vor Schweden die Nase vorne.

Der letzte nicht norwegische Weltmeister über 4 x 10 km war übrigens 1999 in Ramsau Österreich. In Falun ist Rot-Weiß-Rot in der traditionsreichsten WM-Mannschaftsentscheidung zum bereits vierten Mal in Folge gar nicht vertreten.

Staffel Damen (4 x 5 km)

1. Norwegen Weng, Johaug, Jacobsen, Björgen 49:04,7
2. Schweden Bleckur, Kalla, Rydqvist, Nilsson + 29,2
3. Finnland Saarinen, Niskanen, Roponen, Parmakoski 30,8
4. USA Bjornsen, Bernnan, Stephen, Diggins 1:49,9
5. Polen Kubinska, Kowalczyk, Marcisz, Jaskowiec 1:52,3
6. Deutschland Carl, Böhler, Herrmann, Fessel 1:54,4
7. Russland Dozenko, Tanygina, Schukowa, Tschekalewa 2:39,7
8. Frankreich Jean, Aymonier, Faivre Picon, Thomas Hugue 3:08,0

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