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„Wir haben wieder hineingefunden“

Die nordische WM 2015 in Falun hat es dank einer Goldmedaille sowie je zweimal Silber und Bronze für den ÖSV unter die Top Ten bei nordischen Großereignissen geschafft. Der erste Einzel-Sieg in der Kombination durch Bernhard Gruber überstrahlte den Auftritt des 24-köpfigen Aufgebots.

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Drei bis fünf Medaillen hatte ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel vor der WM als realistisch bezeichnet, und er lag damit richtig. Drei Medaillen im Skispringen der Herren waren sogar mehr als erwartet. Ein besseres Abschneiden erhofft hatte man allerdings im Mixed-Team-Bewerb auf der Normalschanze (vierter Rang) und im Team-Bewerb der in Sotschi 2014 noch drittplatzierten Nordischen Kombinierer (fünfter Platz).

Erstmals Gold in Falun

Dank der ersten Goldmedaille bei der vierten Austragung von Weltmeisterschaften in Falun landete das ÖSV-Team im Medaillenspiegel der 50. Titelkämpfe an fünfter Stelle. 2013 hatte es im Val di Fiemme auf Rang sechs (1-5-1) abgeschlossen. In der Reihe der erfolgreichsten Großereignisse (WM und Olympische Spiele) ergab das den zehnten Platz, bei Weltmeisterschaften den siebenten.

Bernhard Gruber jubelt

GEPA/Oliver Lerch

Kombinierer Bernhard Gruber sorgte für die einzige Goldmedaille des ÖSV-Teams

Die Sportlichen Leiter Ernst Vettori und Markus Gandler bilanzierten zufrieden. Vettori freute sich als Verantwortlicher für Skispringen und Nordische Kombination nach durchwachsenem Beginn vom kleinen Bakken über die Erfolge von der Großschanze. Da sorgten Gruber, Gregor Schlierenzauer (Silber) und das Springerquartett (Silber) für in dieser Form nicht unbedingt zu erwartenden Erfolgserlebnisse. Stefan Kraft und Daniela Iraschko-Stolz hatten zuvor auf der Normalschanze zudem jeweils Bronze geholt.

„Können insgesamt sehr zufrieden sein“

„Wir haben einige Bewerbe gehabt, wo wir uns schwergetan haben, aber wir haben wieder hineingefunden“, resümierte der 51-jährige Tiroler. „Dass es auf der Großschanze geklappt hat, war für uns sehr wichtig. Es ist natürlich nicht alles gelungen, aber insgesamt können wir sehr zufrieden sein.“ Mit vier Medaillen im Skispringen habe man das Ziel erreicht. „Wir haben auch noch gute Platzierungen dabei. Die Springer und Springerinnen waren mehr als gut, bei den Kombinierern war es ein bisschen durchwachsen“, sagte Vettori.

Für ihn persönlich steche das Gold durch Gruber heraus. „Wenn man das miterleben darf, ist das etwas ganz Besonderes“, betonte der Skisprungolympiasieger von 1992. Bei den Kombinierern sei man insgesamt auf einem guten Weg. Auch wenn es schwierig sei, das so unterschiedliche Training im Springen und Langlauf perfekt abzustimmen. Auch Gandler erklärte, er sei mehr als zufrieden. Einzig das knapp verpasste Finale im Team-Sprint sei ein kleiner Wermutstropfen.

Lob für die Langläufer

Die rot-weiß-roten Aushängeschilder Bernhard Tritscher und Teresa Stadlober hätten die Erwartungen mehr als erfüllt. Tritschers Vorstellung im 15-km-Skatingrennen, in dem der Salzburger Sechster geworden war, war für Gandler herausragend. „An diesem Tag hat alles gepasst: seine Form, das Material, die Bedingungen und die Startnummer. Besser hätte es nicht laufen können.“

Auch Dominik Baldauf sei ein Versprechen für die Zukunft. Stadlober habe ihre Position in der erweiterten Weltspitze nicht zuletzt durch den 13. Rang über 30 km eindrucksvoll unter Beweis gestellt, sagte Gandler. „Es kann nicht immer in so großen Schritten weitergehen, aber in dem einen oder andere Rennen kann sie auch jetzt schon weiter nach vorne laufen.“

Markus Gandler

GEPA/Mathias Mandl

Markus Gandler hat in den nächsten Jahren noch viel Arbeit vor sich

Gandler führt im Langlauf eine kleine Gruppe, der Fokus liegt schon jetzt auf der Heim-WM 2019 in Seefeld. „Wenn alle so weitermachen, gesund bleiben und wir vielleicht noch jemanden nachbringen, dann haben wir für 2019 ein kompaktes Team. Für die meisten wird es der ideale Zeitpunkt in ihren Karrieren.“ Sprinter Harald Wurm wird Seefeld freilich nicht mehr als Aktiver erleben. Gandler sagte, dem Team liege aber viel daran, dass der 30-Jährige vorerst noch weitermacht. „Wir wollen ihn in der Mannschaft haben, wenn nicht, hätten wir ihn gerne sofort im Betreuerteam.“

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