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Vorzeitiges Saisonende

Dominik Landertinger tritt unmittelbar nach der Biathlon-WM in Kontiolahti die Heimreise aus Finnland an und wird die letzten Weltcup-Rennen in Chanty-Mansijsk in Russland auslassen. Der 27-jährige Tiroler war Ende Dezember und Mitte Jänner an einem viralen Infekt erkrankt und versuchte sich zuletzt für die WM läuferisch noch einmal in Topform zu bringen.

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„Ich habe jetzt die Notbremse gezogen. Der Körper ist fertig, zuletzt war nur mehr ein schnelles Trainingstempo möglich. Jetzt noch Weltcup-Rennen zu bestreiten wäre vorsätzlichen Raubbau am Körper zu betreiben“, sagte Landertinger, dessen bestes WM-Ergebnis im Einzel ein 15. Platz im Verfolgungsrennen war. Im abschließenden Massenstart-Bewerb am Sonntag kam der Weltmeister von 2009 in dieser Disziplin nicht über Rang 24 hinaus und sagte danach, er habe sich „wie eine ausgelutschte Weißwurst“ gefühlt.

Dominik Landertinger

GEPA/M. Oberlaender

Dominik Landertinger muss seinem Körper eine Ruhepause gönnen

Krankheiten kosteten zu viel Energie

Bezüglich Formaufbau kann sich Landertinger nichts vorwerfen. „Sich zweimal innerhalb kürzester Zeit von einem grippalen Infekt zu erholen, das hat dem Körper einfach zu viel Energie gekostet. Seit Nove Mesto ist es läuferisch keinen Schritt mehr vorwärts gegangen. Ich habe alles aus mir herausgeholt, das war leider nicht meine Saison“, sagte der Hochfilzener, der zu Hause ein regeneratives Training abhalten wird, bevor er seinem Körper im April eine zweiwöchige Auszeit gönnt. „Jetzt geht es nur noch darum, im Frühjahr wieder gesund und erholt in die Trainingssaison einsteigen zu können.“

ÖSV-WM-Durststrecke geht weiter

Kontiolahti war die dritte medaillenlose WM in Folge für Österreich nach 2012 und 2013, das bisher letzte ÖSV-Edelmetall hatte 2011 Christoph Sumann mit Einzel-Bronze geholt. Bei den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi hatten allerdings die Herren-Staffel Bronze und Landeringer Sprint-Silber erobert. Die besten WM-Platzierungen 2015 waren fünfte Plätze der Herren- und Mixed-Staffel. Am nächsten an einer Medaille dran war aber Simon Eder im Massenstart, zwei Fehler beim letzten Schießen warfen ihn aber vom dritten auf den 19. Rang zurück.

ÖSV-Sportdirektor Markus Gandler war enttäuscht, die angestrebte Medaille verpasst zu heben. „Aber ich lasse den Kopf nicht hängen.“ Bei Landertinger gelte es zu analysieren, warum er nach der Pause nicht in Bestform zur WM gekommen sei. Beim Salzburger Eder hätten Schieß- und Laufform nicht wie erhofft zusammengepasst, meinte der Tiroler. „Er war in der Loipe sehr stark, hat es aber im entscheidenden Moment am Schießstand, was normal seine Stärke ist, nicht hingebracht.“

„Aber am meisten tut es mir um die Staffel leid“, sagte Gandler. „Es wäre viel möglich gewesen.“ Eine Strafrunde durch Daniel Mesotitsch ließ nicht mehr zu als Platz fünf. Dafür bilanzierte Gandler das Abschneiden der Damen - wenngleich auf niedrigerem Niveau - positiv. „Sie entwickeln sich sehr gut“, sagte Gandler und hob Lisa Theresa Hauser hervor, die als junge Athletin jedes Rennen bestritten und zum Abschluss als 14. im Massenstart alle 20 Schüsse getroffen hatte.

ÖSV-Herren kämpfen um sechsten Startplatz

Beim Weltcup-Finale ab Donnerstag in Sibirien steht für den ÖSV noch viel auf dem Spiel. Es geht um Rang fünf im Herren-Nationencup, der 2015/16 zur Teilnahme mit dem Maximalkontingent von sechs Athleten berechtigt. Vor den letzten drei Rennen ist Österreich knapp hinter Tschechien Sechster. „Es wird hart, wir müssen versuchen, den Tschechen Paroli zu bieten“, sagte Gandler.

Das ÖSV-Team reist direkt von Kontiolahti nach Chanty-Mansijsk, wo bis Sonntag ein Sprint, eine Verfolgung und ein Massenstartrennen auf dem Programm stehen. Bei den Herren wird neben Eder, Mesotitsch, Julian Eberhard und Sven Grossegger auch David Komatz im Einsatz sein, bei den Damen starten Hauser und Katharina Innerhofer.

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