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Seit zwölf Spielen immer ein Tor

Für Österreichs Nationalteam beginnt das Länderspieljahr 2015 mit einer „Must Win“-Situation. Gegen Außenseiter Liechtenstein sind am Freitag in Vaduz (20.45 Uhr, live in ORF eins) drei Punkte Pflicht, um in der EM-Qualifikation auf Kurs zu bleiben. Als zusätzliches „Zuckerl“ kann das ÖFB-Team mit einem vollen Erfolg auch einige Serien verlängern.

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Dass die Nationalmannschaft gleich mit einem Pflichtspiel in ein neues Jahr startet, hat es schon lange nicht mehr gegeben. Vor fast genau 20 Jahren, am 29. März 1995 gegen Lettland, ging es in einem Auftaktspiel zuletzt nicht nur um eine Standortbestimmung. Damals fertigte Österreich Lettland im Rahmen der Qualifikation zur EM 1996 in England zu Hause in Wien mit 5:0 ab. Spieler und Fans wünschen sich 2015 einen ähnlichen Auftakt.

Seltene Siegesserie

Eine Serie spricht dafür, dass auch heuer kein Fehlstart passiert. Denn in bisher sechs Duellen mit Liechtenstein hieß der Sieger ebenso oft Österreich. Behält die Truppe von Teamchef Marcel Koller gegen den westlichen Nachbarn ihre weiße Weste, dann hätte man den vierten Pflichtspielsieg in Folge in der Tasche und wäre übergreifend zum sechsten Mal in Serie in einer WM- und EM-Qualifikationspartie ungeschlagen. Die bisher letzte Pleite in einem Pflichtspiel war jene am 11. Oktober 2013 in Stockholm gegen Schweden. Ein Erfolg in Vaduz wäre auch der vierte Auswärtssieg in Folge.

ÖFB-Teamspieler Martin Hinteregger im Duell mit einem Russen

ORF.at/Christian Öser

Russland wurde im bisher letzten Pflichtspiel mit 1:0 in die Knie gezwungen

Auch wenn sich die Zahl Vier auf den ersten Blick noch nicht überragend liest, ist sie aus rot-weiß-roter Sicht fast schon historisch. Man muss schon 18 Jahre in den Statistiken zurückblättern, um ähnliche Erfolgsserien zu finden. Vom 30. April bis 11. Oktober 1997 blieb man in der WM-Qualifikation sechsmal in Folge siegreich. In einem ähnlichen Zeitraum - von 8. Juni 1997 bis 10. März 1999 - holten die Österreicher sechs Auswärtssiege en suite. Beendet wurde der Lauf ziemlich brutal von Spanien mit 9:0 - pikanterweise auch an einem 27. März.

Ungewohnte Torgarantie

Ein weiterer bemerkenswerter ÖFB-Erfolgslauf könnte in Liechtenstein ebenfalls prolongiert werden. Seit dem 0:3 in München gegen Deutschland am 6. September 2013 erzielten David Alaba und Co. in jedem der darauffolgenden zwölf Länderspiele immer zumindest ein Tor. Und das, obwohl gerade die Abschlussschwäche in den vergangenen Spielen noch das größte Manko des Nationalteams war.

Eine vergleichbare Serie sucht man in der jüngeren Vergangenheit vergeblich. Nicht einmal die Mannschaft der erfolgreichen WM-Qualifikation 1998 traf derart regelmäßig ins Netz. Übertroffen wurde die Marke von zwölf Spielen mit zumindest einem Treffer zuletzt von jener Nationalmannschaft, die 1954 WM-Dritte wurde. Zwischen dem 0:1 gegen Ungarn am 11. April 1954 und dem 0:2 gegen die Magyaren am 14. Oktober 1956 jeweils in Testspielen in Wien trafen die österreichischen Teamkicker in 22 Partien in Folge.

Liechtenstein setzt auf Abwehr

Leicht machen werden es die Liechtensteiner den Österreichern jedenfalls nicht. Wie schwer man in Vaduz Tore schießt, musste schon Montenegro einsehen, dass über ein 0:0 nicht hinauskam. Auch auswärts in Russland und Schweden hielt der Abwehrriegel der Liechtensteiner lange dicht. Bei der letztendlich klaren 0:4-Niederlage in Russland brachen erst zwei Eigentore den Widerstand der Gäste.

„Wir wollen so lange wie möglich ohne Gegentor bleiben“, so die Ansage von Michele Polverino, der früher beim WAC und jetzt bei der SV Ried kickt, „dann muss Österreich aufmachen und wir haben schnelle Spieler in unseren Reihen, die Nadelstiche setzen können.“ Bisher gelang Liechtenstein gegen Österreich in der Geschichte allerdings erst ein Nadelstich. Beim bisher letzten Duell 2006 setzte sich die ÖFB-Elf knapp mit 2:1 durch.

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