Bühne für zahlreiche Sportarten
Bei den Europaspielen in Baku ist bei Weitem nicht in allen Bewerben Europas Spitze vertreten. Die Olympiakernsportart Leichtathletik etwa wartet nur mit einem unterklassigen Wettkampf auf. Dafür bekommen auch weniger bekannte Sportarten einen Platz im internationalen Rampenlicht.
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In der Leichtathletik wird der Team-Europacup der vierten Kategorie ausgetragen, unter den 14 Teams befindet sich neben Gastgeber Aserbaidschan auch Österreich. Mit 46 Aktiven stellt der ÖLV knapp ein Drittel des ÖOC-Aufgebots.
Zumindest auf Junioren-Niveau international hochwertig sind die Wassersport-Bewerbe. Denn im Schwimmen und Wasserspringen werden in Baku die U19-Titelträger gekürt.
Es geht auch um Olympiastartplätze
Anders sieht die Lage da schon in einigen weiteren Sportarten aus. Im Tischtennis etwa bekommen die Sieger im Einzel einen persönlichen Olympiastartplatz, die Gewinner der olympischen Disziplinen im Schießen sowie im Triathlon erhalten einen Quotenplatz für ihr nationales olympisches Komitee (NOK). Während die meisten der Topschützen diese Chance nützen wollen, sind in Baku nur wenige der Spitzentriathleten dabei. Sie setzen eher auf die Variante über das langfristige Olympiaranking.
Die einzigen vollwertigen Europameisterschaften in Baku tragen die Judokas in der letzten Wettkampfwoche aus. Allerdings auch nur, weil die für April in Glasgow angesetzt gewesenen Europatitelkämpfe wegen Schwierigkeiten mit einem Sponsor abgesagt worden waren. In Baku ist nun jedenfalls die Creme de la Creme des europäischen Judo dabei. Ausgetragen werden zudem Wettkämpfe in der Paralympics-Sportart Blind-Judo.
Österreichs Fahnenträger bei der Eröffnung ist Trap-Europameister Andreas Scherhaufer, mit 44 Jahren der Teamsenior. „Es ist eine große Ehre für mich“, sagte der Schütze. „Ich werde der Anführer einer jungen, hungrigen Truppe sein.“ Sportlich sieht Scherhaufer die Europaspiele als hochwertig an: „Neben der EM ist das das Wichtigste.“
Sambo und 3x3-Basketball stellen sich vor
Österreichische Medaillengewinne werden vom ÖOC wie bei den Deutschen mit 4.000, 2.500 und 1.500 Euro belohnt. Diese Summen gibt es auch bei Erfolgen in den nichtolympischen Sportarten Sambo und Karate, in denen Österreich jeweils vertreten ist. Sambo ist ein militärischer Kampfsport.
Ebenfalls nicht im Zeichen der fünf Ringe stehen 3x3-Basketball und Beach-Soccer. Unter den gesamt 31 Disziplinen der 20 Sportarten werden zudem auch in der Sportakrobatik und im Aerobic keine Olympiamedaillen vergeben.
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