Lizenzverfahren gegen Austria Salzburg

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Der Senat 5 der Fußball-Bundesliga hat ein Lizenzverfahren gegen den Erste-Liga-Club Austria Salzburg eingeleitet. Wie es in einer Aussendung am Freitag hieß, seien die vom Club genannten Stadien (das Heimstadion My Phone Austria Stadion in Maxglan sowie das Ausweichstadion Von der Au in Schwanenstadt) „nicht für Spiele zugelassen, die (seitens der zuständigen Behörden, Anm.) als Risikospiele eingestuft werden“. Das betreffe die Spiele gegen FC Wacker Innsbruck und LASK Linz.

„Somit erfüllt Austria Salzburg derzeit nicht jenes Lizenzkriterium (7.4.1 Stadion), wonach die uneingeschränkte Verfügbarkeit eines für sämtliche Spiele der Sky Go Ersten Liga zugelassenen Stadions nachzuweisen ist“, hieß es in der Aussendung. Der Strafrahmen reicht von einer Verwarnung über Geldstrafen bis hin zu einem Punkteabzug oder Lizenzentzug. Eine Entscheidung in dem Verfahren ist für Anfang Oktober zu erwarten.

Stöger um rasche Lösung bemüht

Salzburg-Sportdirektor Gerhard Stöger ist bemüht, eine rasche Lösung zu finden, auch weil die Heimpartie gegen den LASK bereits am 23. Oktober auf dem Programm steht und nicht wieder ohne Zuschauer ausgetragen werden soll. „Geisterspiele treffen uns im wirtschaftlichen Bereich, gegen Wacker Innsbruck ist uns dadurch ein sechsstelliger Betrag abhandengekommen“, erklärte Stöger der APA.

„Wir haben alles versucht, es gar nicht so weit kommen zu lassen und im Zuge der Lizenzierung viele Stadien kontaktiert. Wir können uns diesbezüglich wenig bis gar nichts vorwerfen, aber leider sind wir nicht fündig geworden“, sagte Stöger, „wir sind nun auf Fremdhilfe angewiesen. Es laufen Gespräche, das Stadion in Wals-Siezenheim für die drei Spiele zu bekommen.“

Damit liegt das Schicksal von Austria Salzburg nun ausgerechnet in den Händen des Lokalrivalen Red Bull Salzburg, der am 24. Oktober in der Heimarena in Wals-Siezenheim gegen Josko Ried spielt. Stöger hofft, dass „persönliche Befindlichkeiten“ hintangestellt werden und eine Lösung gefunden wird. Denn: „Es sollte nicht sein, dass am Ende der Fußballsport als Verlierer dasteht.“