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Revanche für Heimpleite gelungen

Meister Salzburg hat den Bundesliga-Schlager gegen den Tabellenführer Rapid am Sonntag mit 2:1 gewonnen. Der Titelverteidiger verkürzte den Rückstand auf die Hütteldorfer damit auf einen Punkt und blieb in der Meisterschaft zum neunten Mal in Serie ungeschlagen. Auch die Revanche für die bisher letzte Niederlage, das 1:2 Anfang August zu Hause gegen Rapid, gelang den Salzburgern in einem abwechslungsreichen, aber nur vor der Pause hochklassigen Match.

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Stefan Stangl (18.) hatte die Grün-Weißen vor 23.200 Zuschauern im Wiener Ernst-Happel-Stadion per Kopf in Führung gebracht. Doch Takumi Minamino (43.) und Christian Schwegler (65.) drehten den Hit zum Abschluss der elften Runde zugunsten der Gäste - jeweils mit für Rapid-Torhüter Jan Novota unhaltbar abgefälschten Schüssen.

Salzburg gewinnt bei Rapid

Mit einem 2:1-Auswärtssieg schloss Meister Red Bull Salzburg am Sonntag zu Tabellenführer Rapid auf und liegt nur noch einen Punkt hinter den Wienern.

Druckvoller Start der „Bullen“

Erstmals unter Coach Peter Zeidler traten die Salzburger mit derselben Startelf an wie im vorangegangenen Match (4:2 gegen Mattersburg). In den Reihen der Rapidler gab es im Vergleich zum 1:0 in der Europa League bei Dinamo Minsk die eine oder andere Umstellung: So ersetzte auf der rechten Offensivseite Philipp Schobesberger den verletzten Louis Schaub, dahinter begann Stephan Auer statt Mario Pavelic. Als Solospitze startete wieder Philipp Prosenik, während Matej Jelic auf der Bank Platz nahm.

Valon Berisha, einer der Gesetzten in Salzburg, hätte dann in der zweiten Minute beinahe für einen Traumstart der Gäste gesorgt. Nach Pass von Torjäger Jonatan Soriano wurde der Schuss des Norwegers von Christopher Dibon gerade noch über die Latte abgelenkt. Überhaupt zeigte sich der Meister beim Tabellenführer blendend aufgelegt, kombinierte schnell und setzte die Grün-Weißen kräftig unter Druck. Bei einem Soriano-Außenristschuss (11.) nach Vorlage von Berisha zeichnete sich Rapid-Goalie Jan Novota aus.

Rapid-Führung aus heiterem Himmel

Die Zeidler-Elf wirkte wesentlich frischer als die erst Freitagfrüh aus Weißrussland zurückgekehrten Hütteldorfer. Wenn Rapid gefährlich wurde, dann über Konter, die aber noch zu unpräzise fertiggespielt wurden. Aus dem heiteren Himmel fiel dann trotzdem der Führungstreffer der Hausherren: Ein Eckball von Steffen Hofmann von der rechten Seite wurde vom sträflich allein gelassenen Stefan Stangl in Richtung Tor geköpfelt. Vor Salzburg-Schlussmann Alexander Walke sorgte Dibon für die nötige Verwirrung, so dass der eher harmlose Kopfball zum 1:0 (18.) über die Linie fand.

Stefan Stangl (Rapid) schießt ein Kopfballtor gegen Salzburg

GEPA/Patrick Leuk

Stefan Stangl hatte Rapid mit einem Kopfball in Front gebracht

Spätestens dieses erste Tor machte aus einem vielversprechenden Aufeinandertreffen ein Spitzenspiel, es folgten zahlreiche attraktive Strafraumszenen und hochkarätige Torchancen. Prosenik (22.) verpasste eine Hereingabe von Florian Kainz um Haaresbreite. Auf der anderen Seite parierte Novota einen auf das Kreuzeck gezirkelten Freistoß von Soriano (26.). Im Gegenzug rettete Walke bei einer Kopfballverlängerung aus kurzer Distanz von Auer (27.).

Aufregung über Salzburger Ausgleich

Nach einer halben Stunde hatte Rapid das Match schließlich unter Kontrolle, mit Führung und Fans im Rücken schien die körperliche Belastung der Europacup-Reise verflogen zu sein. Zeidler wiederum musste aus der Coachingzone mitansehen, wie der Gegentreffer den Anfangselan seiner Mannschaft lahmgelegt hatte. Gut für die Salzburger, dass auch das zweite Tor dieser abwechslungsreichen Partie entgegen den Spielverlauf fiel - diesmal zugunsten der Gäste: Nach einem Konter über Naby Keita, der Hofmann davor aber sein Bein in den Laufweg gestellt und den Rapid-Kapitän so zu Fall gebracht hatte, landete der Ball bei Takumi Minamino.

Der Japaner spielte sich in schöner Kombination mit Soriano in den Strafraum, zog aus halblinker Position ab und bezwang Novota mit einem von Mario Sonnleitner abgefälschten Schuss zum 1:1 (43.). Die Rapidler waren fuchsteufelswild, reklamierten bei Referee Dominik Ouschan das aus ihrer Sicht zu Unrecht nicht gegebene Foul an Hofmann. Das Pausenremis war insgesamt aber leistungsgerecht.

Auch zweiter „Bullen“-Treffer abgefälscht

Als sich die allgemeine Aufregung - vor allem Rapid-Sportdirektor Andreas Müller hatte Ouschan einiges zu sagen - nach dem Seitenwechsel wieder gelegt hatte, nahm leider auch die Qualität des Spiels ab. Zweikämpfe, Fouls und Fehlpässe prägten die erste Viertelstunde der zweiten Hälfte. Auch wenn die Stimmung auf den Rängen weiter sehr gut war, stellte sich beim Betrachten der zerhackten Angriffsbemühungen beider Teams doch zunehmend Sonntagnachmittagsmüdigkeit ein. Zumindest hielt man den Referee mit der einen oder anderen Härteeinlage in Schwung.

Zeidler reagierte zuerst, brachte Yordy Reyna für den blass gebliebenen Omer Damari. Der eingewechselte Peruaner war aber nicht dafür verantwortlich, dass mehr oder weniger aus dem spielerischen Nichts das 2:1 (65.) für die Salzburger fiel. Der Schweizer Außenverteidiger Schwegler hatte aus etwa 25 Metern Entfernung abgezogen und war wie schon beim 1:1 war Rapid-Goalie Novota nur deshalb machtlos, weil der Schuss genauso unglücklich wie unhaltbar abgefälscht wurde - diesmal von Dibon.

Salzburg-Spieler jubeln

GEPA/Patrick Leuk

Glückliche Salzburger im Wiener Prater

Fruchtlose Rapid-Viertelstunde

Nach einigen Momenten grün-weißen Schockzustands nahm Barisic für die letzten 20 Minuten einen Doppeltausch vor. Prosenik und Kainz gingen vom Platz, für sie kamen Jelic und Philipp Huspek. Um die entscheidenden Prozente an Kraftreserven - mental wie körperlich - war es aufgrund des unglücklichen „Umfallens“ der Partie aus Rapid-Sicht aber geschehen. Dazu kam die technische wie spielerische Klasse der Salzburger, die im Finish nur bei einigen wenigen Kontern der Hütteldorfer leicht ins Schwimmen gerieten. Der letzte Pass vor dem Salzburg-Tor kam bei Rapid nicht mehr an.

Harald Hofstetter, ORF.at

Tipico-Bundesliga, elfte Runde

Sonntag:

Rapid - Salzburg 1:2 (1:1)

Wien, Ernst-Happel-Stadion, 23.200 Zuschauer, SR Ouschan

Torfolge:
1:0 Stangl (18.)
1:1 Minamino (43.)
1:2 Schwegler (64.)

Rapid: Novota - Auer, Sonnleitner, Dibon, Stangl - Grahovac, Schwab - Schobesberger, S. Hofmann (82./Alar), F. Kainz (71./Huspek) - Prosenik (70./Jelic)

Salzburg: Walke - Schwegler, Miranda, Caleta-Car, Ulmer - Minamino (83./Laimer), Schmitz, Keita, Berisha - Damari (60./Reyna), Soriano

Gelbe Karten: Hofmann, Auer, Jelic bzw. Schwegler, Soriano, Reyna

Die Besten: Schwab, Stangl, Novota bzw. Keita, Minamino, Berisha

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