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Größte ÖSV-Hoffnung ist zuversichtlich

Ohne die große Abwesende Anna Fenninger, aber mit hohem Spannungsfaktor geht am Samstag (9.30 und 12.45 Uhr, live in ORF eins und im Livestream) das erste Rennen in der alpinen Weltcup-Saison 2015/16 über die Bühne. Traditionell fällt der Startschuss mit dem Damen-Riesentorlauf auf dem Rettenbachferner in Sölden. Für den österreichischen Skiverband (ÖSV) soll Eva-Maria Brem in die Bresche springen.

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Die ÖSV-Hoffnungsträgerin wollte nicht groß ausholen. „Ich möchte einfach gut Ski fahren. Vor Sölden ist es immer ungewiss. Man hat den internationalen Vergleich nicht, man hat nur sein eigenes Gefühl. Ich kann sagen, dass mein Gefühl gut ist. Aber man muss das im Rennen auch immer umsetzen“, ist sich die Tirolerin bewusst.

RTL-Kugel wäre „cool“

In Abwesenheit von Fenninger ist Brem in Sölden die gefragteste ÖSV-Athletin. Mit gutem Grund: Die 27-Jährige, in der Vorsaison schon auf Platz zwei in der RTL-Wertung, ist heuer die Österreicherin mit der größten Chance auf eine kleine Weltcup-Kugel. „Natürlich wäre das cool. Aber es ist nicht das, was mich jeden Tag motiviert zu trainieren“, hatte Brem schon vor knapp zwei Wochen gesagt.

Eva-Maria Brem (AUT), Anna Fenninger (AUT) und Mikaela Shiffrin (USA)

GEPA/Harald Steiner

Im Vorjahr holte Fenninger die RTL-Kugel vor Brem (links) und Shiffrin (rechts)

„Wenn man um eine Kugel mitfahren will, darf man auch nicht so viele Fehler machen, wie ich letztes Jahr gemacht habe“, so Brem. In erster Linie gelte es, Rennen für Rennen den eigenen Ansprüchen gerecht zu werden. Es gehe darum, „dass ich mit Freude attackieren kann und mich sicher fühle“. Gelingt Brem das schon am Samstag, geht es laut Damen-Chef Jürgen Kriechbaum in Richtung Spitzenplatzierung.

Drei ÖSV-Debütantinnen

Der Oberösterreicher schickt auf dem extrem eisigen Hang eine zehnköpfige Truppe ins Rennen, darunter sind mit Katharina Gallhuber, Elisabeth Kappaurer und Stephanie Resch auch drei Weltcup-Debütantinnen. „Wenn jede der Läuferinnen ihr Leistungspotenzial abruft, wäre ich überglücklich“, sagte Kriechbaum. Gespannt sein darf man auch auf Europacup-Gesamtsiegerin Ricarda Haaser, die bei ihrem zweiten Start auf dem Rettenbachferner unter die Top 30 will.

Neu aufgestelltes ÖSV-Damenteam

Nach der schweren Verletzung von Anna Fenninger und mehreren Karriereenden ist Eva Maria Brem vorläufig Österreichs Nummer eins. Sie führt ein junges Technikteam in den RTL am Samstag in Sölden.

Ein Fragezeichen steht hinter Michaela Kirchgasser, die das Schnee- und Krafttraining in der Saisonpause auf ein Minimum reduziert hat. „Ich bin schon gespannt, wie sich das wirklich auswirken wird“, meinte die 30-jährige Salzburgerin. „Ich bin hier noch nie richtig stark gefahren, brenne aber jedes Mal darauf. Mein bester Platz war der elfte. Wenn ich den toppen könnte, wäre das super.“ Ihr Debüt im Riesentorlauf gibt Speed-Spezialistin Cornelia Hütter.

„Wer am mutigsten ist, wird gewinnen“

Die internationale Konkurrenz ist zahlreich und - wie üblich vor dem Weltcup-Auftakt - schwer einzuschätzen. Die Schwedin Sara Hector, Deutschlands große Hoffnung Viktoria Rebensburg sowie die Italienerinnen Nadia Fanchini und Federica Brignone können alle um den Sieg fahren. „Der Hang soll richtig eisig sein. Wer am mutigsten ist, wird gewinnen“, meinte US-Mitfavoritin Mikaela Shiffrin, die im Vorjahr ex aequo mit Fenninger gewonnen hatte.

Was alle Rennläuferinnen eint, ist die Freude darüber, dass es endlich wieder losgeht. „Es sind alle wieder komplett wahnsinnig aufs Skifahren“, brachte es die Liechtensteinerin Tina Weirather, die Sölden als eines ihrer Lieblingsrennen bezeichnet, auf den Punkt. „Und die Rennen in Österreich sind sowieso immer die schönsten.“

ÖSV-Kader für Weltcup-Auftakt in Sölden

Damen: Eva-Maria Brem, Stephanie Brunner, Katharina Gallhuber, Ricarda Haaser, Cornelia Hütter, Elisabeth Kappaurer, Michaela Kirchgasser, Stephanie Resch, Ramona Siebenhofer, Katharina Truppe

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